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Beitrag aus dem Forum:     Entwicklung von Babys und Kleinkindern

Kontakt zu anderen Kindern ablehnen (3 1/2)

Frage von Kinderfloh  -  22.03.2010
Unsere Tochter lehnt den Kontakt mit anderen Kindern beinahe völlig ab (akzeptiert zwei Jungs, aber beide sind ca 400 km entfernt). Sie ist Einzelkind, bis zum 3. Geburtstag voll gestillt (ca. 10 x/Tag) seit sie 3,1/2 ist (10 Tage) nur noch zum Einschlafen und voll auf mich fixiert. Seit 1/2 Jahr geht sie auch mit meinem Mann allein zu den Großeltern.
Sie ist anderen Menschen gegenüber generell zurückhaltend, aber nicht unfreundlich. Redet aber nur mit jenen, die sie mag. Nur Kinder in ihrem Alter ignoriert sie total oder weist sie ab, wenn sie sich ihr nähern. Selten kommt nach etwa einstündiger Anlaufphase mal gemeinsames Spieen zustande. Vor kleineren Kindern hat sie fast Panik.
Zwischendurch war es ein klein wenig besser geworden (ca. 3 Monate), jetzt - wegen Abstillen? - ist es wieder schlimmer geworden. Wie sollen wir reagieren? Verständnisvoll, sie so sein lassen, wie sie ist (machen wir sonst immer), zum Zusammenspiel animieren....? Ab August soll sie in den Kindergarten gehen.

Kontakt zu anderen Kindern ablehnen (3 1/2)

Antwort von Dr. Posth  -  22.03.2010
Hallo, wie ist es denn, wenn sie zusammen mit Ihrer Tochter in eine Spielgruppe gehen und das Spiel mit anderen Kindern erst einmal begleiten. Bei einem so langen Stillen und ohne Geschwister ist davon auszugehen, dass es zu einer erschwerten Loslösung von der Mutter kommt. Das bedeutet auch, dass ein solches Kind Ängste vor der sozialen Begegnung mit anderen Kindern aufbaut. Zwar scheint jetzt endlich der Vater soweit akzeptiert zu sein, dass er allein etwas mit seiner Tochter unternehmen kann (auch andere Ziele als die Großeltern?), aber das reicht eben noch nicht aus. Kann er seine Tochter abends auch ins Bett bringen? Versuchen sie erst einmal, gemeinsam mit Ihrer Tochter den Kontakt zu fremden Kindern aufzunehmen. Viele Grüße

Kontakt zu anderen Kindern ablehnen (3 1/2)

Antwort von Dr. Posth  -  22.03.2010
Hallo, Sie hatten noch eine zweite Frage, die allerdings, wie ich später gesehen habe, gelöscht wurde. Man darf nur 1 Frage stellen. Da ich aber schon die Antwort hatte, schicke ich sie Ihnen ausnahmenweise auch noch:
wie bereits gesagt ist die Beziehung zur Mutter durch das lange Stillen absolut dominant. Das bedeutet aber, dass das eigene Selbst immer noch ein wenig in der Mutter-Kind-Dyade hängt, wo es altersgemäß nicht hingehört. Ihre Tochter muss jetzt eine Trotzphase etwas verspätet nachholen, denn der Trotz dient der Selbstbehauptung. Dazu braucht Sie stärker als sonst Abgrenzung. Denn ein zu frühes Zurückflüchten in die primäre Bindung hindert sie an dieser Selbstbehauptung. Ein noch sehr unsicheres Selbst ist gleichzeitig stark verletzlich und hat wenig Kraft, den Widerständen aus der Umwelt Stand zu halten. So bricht immer gleich die Welt zusammen, wenn einmal etwas so nicht läuft, wie ihre Tochter will. Sie können jetzt aber nichts anderes tun, als ihr mit Nachsicht und Verständnis zu begegnen, gleichzeitig aber die Loslösung (s.a. gezielter Suchlauf) vorantreiben. Viele Grüße



     
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