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Beitrag aus dem Forum:     Entwicklung von Babys und Kleinkindern

Auswirkung Elternzeit u. FST auf Bindung/LL

Frage von Bobbel-baer  -  17.11.2014
Hallo Herr Posth,

mein Mann wird im 13. und 14. Lebensmonat unseres Sohnes in Elternzeit sein und freut sich sehr darauf. Aber ist das überhaupt sinnvoll im Hinblick auf die LL? Wenn nun die LL gerade während der Elternzeit voll in Gang kommt (Sohn hängt jetzt schon sehr an s. Papa), kann es dann für unseren Kleinen nicht sehr schwer werden, wenn Papa nach 2 Monaten wieder zur Arbeit muss? Kann sich diese plötzlich tägliche Trennung negativ auswirken, z.B. auf die LL oder die Beziehung zu mir?
Ähnliche Frage zum Fremde-Situations-Test. Der soll bei uns im Zuge einer Studie gemacht werden, wenn unser Sohn gerade 1 Jahr geworden ist (zu früh?). Ich habe gelesen, dass ich ihn dabei 2 Mal alleine lassen muss (darf ich zu ihm sagen, dass ich gleich wieder da bin?). Ist das nicht hochgradiger Stress, wenn er das überhaupt nicht gewohnt ist? Und kann es der Bindung/LL schaden?

Vielen Dank für Ihre tolle Arbeit hier!

Auswirkung Elternzeit u. FST auf Bindung/LL

Antwort von Dr. Posth  -  20.11.2014
Hallo, der Fremde-Test wäre kein Test, wenn er ohne Wirkung auf die Kleinkinder wäre. Was getestet werden soll, ist die Qualität der Bindung, und dafür muss die Bindung einer Belastung ausgesetzt werden. Das geht aber nur durch Trennung von Kind und Bindungsperson. Dafür kommt ja dann ein fremde Frau in den Raum, die versuchen muss, mit dem Kind zu spielen und es abzulenken, wenn es Ängste entwickelt. Im Zusammenhang mit dem Test ist diese Art der Exposition zu gering, um selbst ein Bindungsstörung hervorzurufen. Aber der Test muss abgebrochen werden, wenn ein Kind zu stark mit Angst reagiert.
Der Loslösungsgedanke hat bei den politischen Entscheidungsprozessen überhaupt keine Rolle gespielt. Es ging dem Gesetzgeber auch nicht um eine Schutzphase für die Bindung, sondern nur um ein finanzielle Vergünstigung für junge Eltern, damit sie sich leisten können, mehr Kinder zu bekommen. Die zwei Vätermonate waren sicherlich nur eine Achtungsbezeugung gegenüber der modernen Psychologie und Soziologie. Von der Sache her haben Sie recht. Allerdings heißt ja Wiederaufnahme des Berufs nicht Aufgabe von entstehender Bindung. Die Väter müssen auch nach der Väterzeit ihren Kindern möglichst oft und intensiv zur Verfügung stehen. In den 2 Monaten kann aber der Grundstein für die Bindung gelegt werden. Viele Grüße



     
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