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Beitrag aus dem Forum:     Entwicklung von Babys und Kleinkindern

angst vor anderen kindern

Frage von miri  -  03.09.2003
hallo dr. posth,

unser sohn, 23 monate alt, hat seit jeher (panische) angst vor anderen kindern, vor allem vor denen, die jünger oder ungefähr gleich alt sind wie er. das geht so weit, dass er sich gelegentlich bitterlich weinend auf den boden wirft, wenn ein kind auf ihn zugeht oder er um jeden preis von der rutsche will - notfalls kopfüber -, wenn ein anderes kind auf, neben oder unter der rutsche auftaucht. nimmt ein anderes kind sein spielzeug, sitzt oder steht (fluchtweg kürzer) er wie erstarrt da. meistens flüchtet er sich aber in erster linie mal zu uns.

uns ist kein ausgeprochen dramatisches ereignis in erinnerung, das dieses verhalten verursacht haben könnte. er hat auch schon mit 1 jahr so reagiert, als wir es mit einer eltern-kind-gruppe versucht haben. sein verhalten wurde dabei von mal zu mal unsicherer, klammernder und weinerlicher, nach ca. fünf besuchen haben wir aufgehört damit.

seine beziehung zu uns, seinen eltern, ist sehr eng und zu erwachsenen ist er sehr offen. wir dürfen uns oft anhören, wie freundlich er ist und wie gut erzogen, dass er es sicher "faustdick hinter den ohren habe", er viel lacht usw. seine kinderärzte beurteilen ihn seit jeher als "in sich ruhend", zufrieden u.ä.

wir selber haben mit ihm sonst auch keine gröberen probleme, seine entwicklung scheint ansonsten normal zu sein - bis auf dieses verhalten anderen kindern gegenüber.

eine befreundete psychologin hat nun angedeutet, dass dieses verhalten nicht mehr im rahmen liegt. wie denken sie darüber?

und wie sollen wir damit umgehen? ihn unter kinder zu bringen, heißt, ihn regelrecht zu quälen, da er wirklich angst vor ihnen zu haben scheint. ihn nicht unter kinder zu bringen, heißt, dass er keinerlei soziale fähigkeiten gegenüber gleichaltrigen erlernt...

danke für ihre hilfe!
miri

angst vor anderen kindern

Antwort von Dr. Posth  -  05.09.2003
Hallo, wenn ein Kleinkind eine solche Furcht vor Altersgenossen zeigt, fühlt es sich mit seinem bisher entwickelten Selbst nicht stark genug, um mit deren Willensausdruck, Behauptungsstärke und Impulsivität umgehen zu können. Im Umgang mit Erwachsenen fühlen sich solche Kinder sicherer, weil sie auf deren Nachsichtigkeit bauen. Das aber auch nur, wenn sie auf Grund ihrer bisherigen Erlebnisse auch das dafür notwendige Vertrauen zu Erwachsenen erwerben konnten.
die beste Methode ist die, sich mit seinem Kind zusammen anderen Kindern zu nähern und ihm dabei den Rücken zu stärken. Notfalls spricht man erst einmal selbst ein anderes Kind an und leitet eine Spielsituation her, in die sich das eigene Kind frei nach Belieben einschalten kann. Es darf kein Drängen geben, weder vebal noch handlungsmäßig. Die soziale Kompetenz, die das eigene Kind im Gelingen dieser Kontaktanbahnung erwirbt, stärkt dann sein noch schwaches Selbst. Viele Grüße



     
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