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Beitrag aus dem Forum:     Entwicklung von Babys und Kleinkindern

2. Kiga Eingewöhnung

Frage von 1982eda  -  17.06.2013
Lieber Hr. Posth!
Unsere Tochter (3,5 Jahre) hatte im Sept. 2012 einen gescheiterten Kiga-Beginn! Schwester kurz vorher bekommen. Sie war ein Frühchen, Schreibaby, aber sehr kontaktfreudig, offen, selbstbewusst. Bei Großeltern wollte sie oft gleich 2 mal Übernachten.
2 Tage war ich im Kiga mitdabei, doch sie war ängstlich, fühlte sich nicht wohl. Am 3 Tag sagte die Betreuerin, ich soll mal 15 min. weggehen, weinen ist normal - tun andere Kinder auch. Leider ließ ich mich drauf ein - Fehler!! Denn sie schrie nur nach mir und seither weicht sie mir nicht von der Seite! Nichtmal bei den Großeltern, muss sie sogar zum Arzt, Friseur mitnehmen. Papa meistens Nein!
Sanfte Eingew. kannte ich nicht.
1) Möchte es im Herbst nochmal probieren-sie möchte ja, aber nur mit mir. Wie lange soll ich dabei im Kiga bleiben? Ist Vertrauen total gestört?
2) Meine 2. Tochter (9 mon.) fremdelt auch ziemlich. Mache ich etwas in Erziehung falsch, Umgebung meint ich kann nicht loslassen? Was soll ich tun?
Vielen Dank

2. Kiga Eingewöhnung

Antwort von Dr. Posth  -  18.06.2013
Hallo, wenn die Kriterien der sanften Ablösung beachtet werden, haben Sie eine gute Chance, dass Ihre Tochter es beim 2. mal schafft. Aber es wird voraussichtlich etwas länger dauern, als es sonst der Fall gewesen wäre. Denn nach dem gescheiterten 1. Versuch hat sich die Angst vor dem Verlassenwerden natürlich gesteigert. Genau das erleben sie jetzt an dem regressiven Schritt zu Hause. Der sollte auch eingentlich überwunden sein, bevor Sie einen zweiten Anlauf starten. Wie man mit Regression umgeht können sie im gezielten Suchlauf unter selbigem Stichwort nachlesen.
Rechnen Sie also mit 6 bis 8 Wochen und freuen Sie sich, wenn es schneller geht. Aber lassen Sie sich nicht wieder vertreiben. Das könnte dann ein Fiasko geben. Das Argument, alle Kinder weinen bei der Trennung, spricht ja nur dafür, dass wir in der Pädagogik etwas falsch machen mit der Aufnahme in die Fremdbetreuung.
Fremdeln oder mit 9 Monaten auch schon echte Anhänglichkeit charakterisiert ein Kind, ist aber eine völlig normale und wichtige Reaktion (s. Stichwort Fremdeln). Lassen Sie sich von Ihrer Umgebung nicht einreden, es läage an Ihnen, weil Sie nicht loslassen könnten. solche Argumente zeugen vom Unverständnis über die psychosozialen Entwicklungsschritte eines Säuglings. Viele Grüße



     
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