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Beitrag aus dem Forum:     Entwicklung von Babys und Kleinkindern

18 Monate und Ängstlichkeit

Frage von bellami1983  -  12.11.2007
Hallo lieber Herr Dr. Posth,

Benjamin ist nun 18 Monate alt und etwas beschäftigt mich.

Er scheint sehr ängstlich zu sein, was nicht immer der Fall war, sondern erst seit dem letzten Vierteljahr.
Es ist so, dass er teilweise vor Dingen Angst hat, die ihm unbekannt sind, Geräusche von sich geben und vielleicht zu laut sind.
Ebenso beim Spielen mit seinem Freund, der genauso alt ist wie Ben. Sein Freund ist sehr fidel, laut und leider auch manchmal zu forsch in seinen Annäherungen. Es kam schon vor, dass sein Spielkamerad ihm mit einem kleinen Zweig im Gesicht verletzt hat und seitdem er lieber bei uns Müttern bleibt als sich mit seinem kleinen Gegenüber zu befassen. Dabei nuckelt er am Daumen und ich mache mir schon Sorgen, dass er überängstlich wird oder sein könnte. Am liebsten ist er bei den Omas und dem Opa. Es dauert lange bis das Eis bei Fremden bricht, er hat Angst.

Was kann ich tun, damit seine Ängste reduziert werden können? Ist dies pathologisch?

Danke Isa

18 Monate und Ängstlichkeit

Antwort von Dr. Posth  -  13.11.2007
Stichwort: Angst als Veranlagung
Liebe Isa, pathologisch wird dieses -sagen wir- vorsichtige Verhalten Ihres Sohnes noch nicht sein. In gewisser Weise sind solche objektbezogenen Ängst sogar typisch für dieses Alter. Die Kleinkinder sind nun aus der Mutter-Kind-Dyade heraus (die bislang immer noch absoluten Schutz bei der Mutter suggerierte) und sehen sich körperlich allein in die Welt gestellt. Da machen ihnen viele Dinge Angst, die irgendwie unberechenbar sind und sie selbst theoretisch verletzen könnten. Besonders vorsichtige Kinder verhalten sich jetzt automatisch ängstlich und suchen sich zu schützen, wo sie können. Die Draufgänger hingegen machen sich nichts daraus und fallen dafür desöfteren heftig auf die Nase. Die meisten Kinder bewegen sich irgendwo dazwischen.
Es macht keinen Sinn, sein ängstliches Kind nun zu seinem "Glück zu zwingen". Besser ist es, man begleitet es Schritt für Schritt in die Herausforderung und gibt ihm quasie Rückendeckung. Für diese Rolle sind Väter besonders gut geeignet, da sie ja auch die Aufgabe haben, die Loslösung voranzutreiben. Viele Grüße



     
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