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Hauskauf-Wie weit in die Zukunft blicken?

Frage von kätzchen1981 - 13.10.2013

Hi Mädels! Ich hoffe, dass ich hier in diesem Forum richtig bin. Ich habe mal eine Frage an alle Hausbesitzer unter Euch. Als ihr Euer Haus besichtigt habt, habt ihr dann auch versucht, dass das Haus allen Ansprüchen genügt, die in weiter Zukunft eine Rolle spielen werden. Zum Beispiel, wenn man ans Alter denkt. Beispielsweise habt ihr auf Treppen verzichtet, oder hättet ihr kein Haus mit zu engen Fluren genommen etc. . Habt ihr auch die Größe Eures Hauses davon abhängig gemacht, d.h. ihr habt eher kleiner gebaut bzw. ein kleineres Haus gekauft, damit ihr im Alter weniger Arbeit mit der Immobilie habt. Oder habt ihr Euer Haus auf Eure jetzige Familiensituation angepasst ( Kinder etc.). Ich frage dies, weil uns eine Immbobilie echt gut gefällt. Das Haus hat 5 Zimmer, ist gut aufgeteilt und hat 145 m2. Der Garten ist nur 150 m2 groß. Der wäre absolut okay. Könnte sogar noch kleiner sein.Ich bin mir nur unsicher, ob 145m2 im Alter nicht zu viel sind. Zur Zeit wohnen wir in einem Haus mit 145 m2. Wir sind noch zu dritt. Wünschen uns aber noch ein Kind. JETZT kommen wir super mit der Größe klar. Jeder hat sein Reich und ggf. kann man sich zurück ziehen. Gut, zu putzen gibt es immer was. Aber das bekomme ich mittlerweile gut hin. Größer dürfte es allerdings nicht sein.
Die Frage, die sich bei mir immer stellt ist, wie weit in der Zukunft sollte man versuchen vorraus zu schauen beim Erwerb einer Immobilie?! Kinder sind ja zum Beispiel irgendwann aus dem Haus etc. Ich weiß ja nicht, was in der Zukunft sein wird. Wie habt ihr das gemacht, wie habt ihr geplant? Ich habe mal gedacht, dass man vielleicht irgendwann, wenn es im Alter nicht mehr geht, die Immobilie verkauft oder vermietet, und sich dann im Alter eine Eigentumswohnung kauft. Ich weiß nicht, ob das so einfach ist.Wahrscheinlinch eher nicht. Man, echt schwer, das Haus gefällt uns JETZT super, wir sind verliebt, aber leider sind wir auch keine Hellseher,. was die ZUkunft angeht. Was denkt ihr? Würde mich über Antworten sehr freuen. Ganz lieben Gruß

Re: Hauskauf-Wie weit in die Zukunft blicken?

Antwort von Juli1979 - 13.10.2013

Wir haben schon an die Zukunft gedacht,sprich noch mehr Kinder.Aber nicht ans Alter.
Klar wäre im Alter ein Bungalow von Vorteil,keine Treppe,alles auf einer Etage und ein kleiner Pflegeleichter Garten.....ect.

ABER wir leben jetzt.
Wenn wir alt sind u d unser Haus zu gross ist und wege der Treppe nicht mehr bewohnbar ist,dann würden wir wohl verkaufen,oder einen Lifter einbauen lassen.

Wir fanden viiiel Platz von Vorteil,wenn die Kinder aus dem Haus sind,und die Zimmer leer stehen....dann stehen sie eben leer.

Unser Haus ist relativ gross,200qm,volles Doppelgeschoss.Also schon ein Klotz.Wir zwei Kinder,einen Hund....der Platz ist toll.Jedes Kind hat ein grosses Zimmer.Unser Garten ist ca.800qm gross.
Das ist schon eher gross,aber mit Kindern und Hund ist das toll.

Wir versuchen alles recht pflegeleicht zu machen,aber wir leben ja jetzt und unsere Kinder werden noch eine Weile bei uns sein.
Also wir haben in erster Linie an die Zeit als Familie gedacht....was im Alter weiss man nicht.Und zu gross fanden wir immer besser als zu klein.

Re: Hauskauf-Wie weit in die Zukunft blicken?

Antwort von Jule9B - 13.10.2013

Ich fände es umgekehrt totalen Quatsch, sich jetzt mit Kindern etc. in ein kleines Haus zu quetschen, nur weil man im Alter weniger putzen möchte... ;) Im allgemeinen ist das in Deutschland ja so, dass man sich beim Hauskauf relativ festlegt, die meisten Menschen haben sicherlich im Kopf, dass sie da immer und ewig drin wohnen bleiben möchten. Man sollte das aber sicherlich flexibler sehen.
Wie du schon sagst: Wenn du im Alter sagst, es wird dir zu groß, dann eben verkaufen/vermieten und in was kleineres umziehen. Warum sollte das schwierig sein, nur wiel man älter ist? Unsere Nachbarn sind ein Paar im Rentenalter und sie haben neben uns ein neues kleineres Haus gebaut, weil ihnen ihr altes zu groß geworden ist so ohne Kinder und so. Sie haben also sogar nochmal gebaut mit fast 70. Warum auch nicht!
Wir selber haben auch gebaut und schon auch im Kopf, hier alt werden zu wollen. Natürlich ist es mehrgeschossig und unser Schlafzimmer ist jetzt oben, aber sollten wir es im Alter nicht mehr schaffen, wäre es theoretisch möglich, auch komplett unten zu wohnen, weil noch genug Raum da ist und auch ein komplettes Bad. Man könnte auch an einen Verkauf denken, wenn es soweit ist. Vielleicht werden wir auch übermorgen vom Laster überfahren und was nützt es mir dann, wenn ich für die nächsten 30 Jahre geplant habe.
Aber man guckt eben in keine Glaskugel, insofern sollte man so leben, dass es im JETZT bequem ist und was später kommt, darum kümmert man sich später. So finde ich es am sinnvollsten.
J.

Re: Hauskauf-Wie weit in die Zukunft blicken?

Antwort von Benedikte - 13.10.2013

kurzes, knappes NEIN

Wir hatten zwei Kinder als wir 2000 unser Haus kauften. Damals knapp 170 qm, grosser Garten, 5 Minuten zur S Bahn. Nicht unser Traumhaus, aber nirgendwo Null Punkte und vor allem bezahlbar, bezahlbar mit nur einem gehalt. Wir haben naemlich inzwischen vier Kinder und man ist sich ja nie sicher, wie lange man dann aussetzt, von einem gehalt leben muss und und und.

Von daher, wir haben an die unmittelbare Gegenwart und bestenfalls nahe Zukunft gedacht, aber darauf geachtet, dass das Haus markgaendig ist und ggf. auch wieder gut zu verkaufe waere. Deshalb war uns bspw. ein S Bahnanschluss vor der Nase wichtig, egnau wie Grundschule,Einkaufszentrum, Aerztehaus etc.

Mit vier Kindern war es dann eng, aber wir konnten knapp 50 qm anbauen, zusammen mit anderen veraenderungen, sprich, statt kleiner 14 qm Kueche jetzt 40 qm Kueche mit Esszimmer und so, jetzt ist es prima.

Wenn die ersten zwei Kinder raus sind, wird es von bgrosszuegig auf luxyurioes, dann haben wir zwei abeitszimmer und Gaestezimmer. Ist aber unproblematisch.

Knderlos waere es einfach zu gross, ja, aber bis dahin dauert es. Da uebelegen wir dann. Eine Groesse jedenfalls, die sowohl fuer ei altes Ehepaar als auch fuer eine sechskoepgfige Familie passt, gibt es nicht.

Wir werden nochmal neue Baeder einbauen, da werde ich schon drauf achten, dass es altengerecht ist, man weiss ja nie.

Aber beim Kauf gab es damals so un glaublich viele Huerden, da auch noch das Zusatzkriterium Altentauglichkeit zu beachten, das haetten wir nicht geschafft.

Benedikte

Re: Hauskauf-Wie weit in die Zukunft blicken?

Antwort von peta - 13.10.2013

Hallo,

also ich wußte beim Kauf schon, dass wir nicht ewig hier wohnen werden.

Irgendwann, wenn uns die Treppen mal zuviel werden, werden wir noch einmal umziehen.

VG Petra

Re: Hauskauf-Wie weit in die Zukunft blicken?

Antwort von coryta - 13.10.2013

Hallo,
wir fangen jetzt an unser Haus zu bauen. Es wird für jetzt und in 20 Jahren gebaut. Es ist groß genug für jetzt und nicht zu groß, dass es dann nicht mehr von uns zu unterhalten wäre.
Eine Dusche im EG gibt es aber nicht und Treppen ins Obergeschoß auch.
Es hat ca. 150qm, unsere Kinder sind jetzt 9+6 und werden sicherlich noch 10-15 Jahre bei uns im Haus wohnen.

Ich wollte aber nie so groß bauen, wie z.B. meine Eltern, sie haben vor ca. 20 Jahren nochmal neu gebaut, damals war ich als einzige noch im Haus und 19 Jahre alt. Also, kein Grund nicht kleiner zu bauen, besonders da ich immer gesagt hab das ich bald ausziehen werde. Sie haben trotzdem mit 2 Kinderzimmern + 1 Gästezimmer gebaut. Alten- oder gar behindertengerecht überhaupt nicht. Jetzt ist mein Vater im Rollstuhl und sie mussten das ganze EG umbauen, damit er unten duschen kann und sein Bett steht im Wohnzimmer.
Wir würden dann eher über einen Verkauf nachdenken und uns was anderes besorgen :-)
LG
coryta

Re: Hauskauf-Wie weit in die Zukunft blicken?

Antwort von FelisMam - 13.10.2013

Wir bauen ja jetzt gerade und tuen das für uns und die Kinder und ich habe nicht wirklich daran gedacht ob das Haus im Alter zu groß für uns ist.
Allerdings bauen wir mit Eltern zusammen die sich eben aus Altersgründen verkleinern wollten.
Sie wollten ihr Haus verkaufen und sich eine Eigentumswohnung nehmen und dann ein Wohnmobil kaufen und noch was von der Welt sehen.
Daraus ist die Idee entstanden gemeinsam zu bauen.
Das heißt ein Haus mit Anbau.
Wenn wir älter sind und es später passt kann es durchaus sein das eines der Kinder das große Haus übernimmt und wir ins kleine ziehen.
Aber erstmal wollen wir JETZT da wohnen.

Das ist doch im Grunde schon das Problem bei z.B. der Fliesenauswahl.Gefällt mir das in 20 Jahren auch noch?

Re: Hauskauf-Wie weit in die Zukunft blicken?

Antwort von niklas2006 - 13.10.2013

Nein, wir haben nicht in die Zukunft geblickt, es ging nur darum ob es hier und jetzt und vielleicht für die nächsten 5 Jahre genau das ist, was wir uns vorstellen.
Niemand weiß, wo es uns beruflich irgendwann hinverschlägt. Oder vielleicht soll das Haus irgendwann größer sein. Oder vielleicht doch lieber die riesige Altbauwohnung mit Stuck mitten in der City?
Wir haben aufgrund der Familienplanung gekauft, aber hatten nie den Gedanken, dass wir jetzt bis an unser Lebensende in diesem Hause wohnen bleiben.... Vielleicht machen wir es, vielleicht aber auch nicht

Re: Hauskauf-Wie weit in die Zukunft blicken?

Antwort von jake94 - 14.10.2013

Wir wollen unser Haus, zu dem auch ein riesengroßer Garten gehört, später wieder (hoffentlich gewinnbringend) verkaufen und uns dann eine schicke Wohnung oder einen kleinen, pflegleichten Bungalow kaufen.

Ein Haus für immer kaufen ist eine typisch deutsche Mentalität - das kenne ich aus z.B. den Niederlanden und Großbritanien ganz anders, dort würde sich niemand für so lange Zeit fest legen und es ist völlig normal, sich im Alter was kleineres zu suchen!
Und warum soll das so schwer sein, mit dem Verkaufen und was kleineres suchen? Man muss halt schauen, dass man sich mit der Darlehenslaufzeit nicht zu lange fest legt und das Haus natürlich immer gut in Schuss halten und laufend modernisieren, sonst ist es ein Verlustgeschäft.

LG
Kerstin

Re: Hauskauf-Wie weit in die Zukunft blicken?

Antwort von lejaki - 14.10.2013

Unser erstes haus haben wir uns vor 9 Jahren gekauft. Bungalow, 110qm, 800qm Grundstück. Wir wußten, daß wir zwei Kinder wollten und hätten für ein eventuelles drittes den Dachboden ausbauen können.

Nach 7 Jahren war das eventuelle dritte Kind schon 2 Jahre alt und schlief immer noch im Schlafzimmer mangels Kinderzimmer. Wir haben uns an die Planung des Dachboden ausbaus gemacht und preislich wäre das doch einges mehr gewesen als erwartet, weil man das Dach hätte komplett öffnen müssen (Walmdach) um überhaupt genügend Stehhöhe zu haben.

Also haben wir das Haus kurzerhand vekauft und 2 Orte weiter ein anderes gekauft. Gar nicht viel größer (150qm, abzgl Schrägen 127qm) auch 800qm Grundstück. Im Gegensatz zum alten Haus war es nicht alles ebenerdig und behindertengerecht (war damals aber auch kein Kriterium für den Bungalow, der hat uns einfach gefallen). Dafür haben die Kidner das komplette Obergeschoß und relativ große Zimmer alle ca 14, 20 und 22qm. Unser Schlafzimmer dagegen ist nur knapp 10qm groß, paßt grade so Bett und Schrank rein, aber wir schlafen dort auch nur, uns stört das nicht, wenn irgendwann mal ein Kind auszieht, können wir uns wieder vergrößern diesbezüglich.

Ein größeres Haus war auch die Überlegung so ab 170-200qm, aber das Haus war von der Raumaufteilung so super, daß wir gesagt haben, wir nehmen es. Es ist auch nicht zu groß, um dort nicht auch ohne Kinder wohnen zu können, aber auch das war kein Kriterium für uns. Ich habe da ehrlich gesagt kein Problem mit, daß in 15 oder 20 Jahren wieder zu verkaufen und ganz woanders hinzugehen, nochmal neu zu bauen, ein anderes haus zu kaufen oder eine Eigentumswohnung. Vielleicht wollen wir ja später auch lieber eine Miethaus mit Garten, um flexibler zu sein.

Ich muß hier nicht bis in alle Ewigkeit wohnen, aber wenn wir wollten, könnten wir das.

Re: Hauskauf-Wie weit in die Zukunft blicken?

Antwort von kätzchen1981 - 15.10.2013

Vielen Dank für Eure Antworten! Habe mich sehr gefreut, dass ihr so fleißig geantwortet habt. Genau was ihr geschrieben habt, war auch die Meinung meines Mannes. Man kann halt nicht sein ganzes Leben durch planen. Aber es ist schön zu hören, dass ihr, als Hauseigentümer, alle so denkt. Klar sollte man mindestens laut Bank 10 Jahre in einer Immobilie wohnen, aber wer möchte sich schon für 3o bzw. 35 festlegen. Ne, ne...das kann wohl keiner. Also nochmals herzlichen Dank für Eure Antworten und lieben Gruß

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