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Zu früh trocken hat Folgen?

Frage von Knochenmaid - 31.08.2007

Hallo!

Seit Jonas sitzen kann, setze ich ihn auf den Topf. Immer beim Wickeln, vor und nch den Mahlzeiten und wenn ich selbst aufs Klo gehe - quasi als Vorbild.
Inzwischen zeigt er sehr zuverlässig an, wenn er groß muss.

Jetzt haben mich aber ein paar Mädels sehr nachdenklich gemacht. In einem anderen Forum wurde sehr heftig über das Thema "Sauberkeitserziehung, Topffit und Windelfrei" diskutiert. Einige meinten, dass es für das Kind psychische Schäden haben würde, wenn es zu früh, also vor dem 2. Lebensjahr, trocken werde.

Ich habe jetzt auch einiges über Windelfrei und Topffit gelesen (was ich ja jetzt, etwas abgewandelt, mache) und es war immer so zwischen den Zeilen zu lesen, dass sich in dieser Familie alles nur um die Ausscheidungen des Kindes dreht und in einem Fall war Mama ewig am nachwischen, besonders bei Entwicklungsschüben gabs da oft Streiks, die die ganze Familie kontrolliert haben.
Teilweise hatten die Kinder auch sehr seltsame Vorstellungen davon wo sie "hinmachen": Dusche und Badewanne sind da noch OK, aber Badfließen und Küche finde ich dann wirklich krass - zumal ich ne Katze habe die dann bestimmt denkt, dass da jetzt ein neues Katzenklo ist.

Ich fände es schön, wenn ich Jonas mit meiner Methode zeitiger trocken bekäme - eventuell werde ich auch Stoffwindeln benutzen, wenn mein Plastikwindelvorrat alle ist. (1. weil die 4er Windeln wirkllich teuer sind und 2. weil er so merkt, wann er sich eingepullert hat)

Aber hat das echt psychische Folgen für die Kinder, wenn sie "zu früh" trocken sind?
Wenn ja warum und welche?
Hat jemand von euch Erfahrungen? Wessen Kind ist auch früher trocken geworden, oder gerade nicht trotz aller Bemühungen?

Danke für die Antworten!

Kathrin + Jonas Antares *24.10.06

Re: Zu früh trocken hat Folgen?

Antwort von laetitiae - 31.08.2007

Also ich lasse da jeder Mutter die eigene Persönlich finde ich das es einfach nur für die Industrie hochgeschaukelt wird, das es für das kind besser ist lange Windeln zu tragen. Aber ehrlich mal...ich kenne KEINE Kind, was einen Schaden vom Töpfchen hat. Oder gibt es hier Mutti´´s, die beim 1.Kind zeitig mit dem Töpfchen begonnen haben und bei 2.Kind später? Haben die 1.Kinder dann eine psychische Störung? Das ist albern...!
Wenn dein Kind es akzeptiert auf dem Töpfchen zu sitzen, dann belass es doch dabei. Mein Neffe (2Jahre) nahm sich letzte Woche, sein Töpfchen, machte einen "Kack". Schüttete das Töpfchen ins Klo. Also, glaube ich kaum das man sein Kind "zwingt" auf´s Töpfchen zu gehen. Denn meine Schwester lag noch im Bett und merkte es erst, als sie aufstand.
Und wo soll es den stehen, mit der psychischen Störung. Ich würde sagen das es ganau anders herum passiert. Wenn die Kinder nämlich älter sind und dann noch ausversehen in die Hose machen, dann kommt das Schamgefühl, der Ärger und der Fraust auf. Das nennt man psychische Störung. Und wenn jemand etwas anderes behauptet, dann sollte er mal zu einem psychologischen-Kurs gehen, damit er überhaupt versteht, was Psychologisch bedeutet und was es beinhaltet.

Entschuldigt bitte den langen Text.

LG
laetitiae

@Knochenmaid

Antwort von mirage - 31.08.2007

Ich finde es gut was und wie Du es machst.
Wenn er nicht mag ist es doch auch nicht schlimm.

Ich habe meine Töchter auch schon mit 8-9 Monaten auf das Töpfchen gesetzt.
Immer nur so 2-3 Minuten, dabei gesungen oder etwas vorgelesen. Wenn sie nicht wollten war es für mich auch in Ordnung.

Einen seelichen oder körperlichen Schaden haben beide nicht.

Re: Zu früh trocken hat Folgen?

Antwort von joni76 - 31.08.2007

Ich muss allerdings auch sagen, dass die Kinder das erst kontrollieren können, wenn sie ca. 2 sind. Es ist ja auch ein Unterschied, ob Du es ihm ansiehst, dass er muss oder ob er sich bei dir meldet. Ich würde auf jeden Fall noch warten, denn die Zeit, wo sie den ganzen Tag rumrennen und klettern, kommt ja noch. Ich denke, dass das ohne Windel noch stressiger wäre, weil man dann noch eine Sache mehr hat, auf die man aufpassen muss.

Re: Zu früh trocken hat Folgen?

Antwort von 2Zicken - 02.09.2007

Also als ich Baby war, war es auch so geläufig die Kinder bis spätestens 1,5 Jahren sauber zu haben. Meine Mutter hatte mich auch mit 15 mon sauber und ich kann sagen ich habe keinen Schaden davon getragen :-)
Ich denke jeder soll tun was er für richtig hält, ich persönlich lasse meinen Kindern Zeit weil ich heutzutage ja keine solche Arbeit mit den Windeln habe wie die damals.

LG
Dana

Re: Zu früh trocken hat Folgen?

Antwort von Schokotörtchen - 04.09.2007

Ich denke, nicht ein zu früher Zeitpunkt verursacht psychische Störungen, sondern Zwang- egal ob der nun ausgesprochen wird, oder nur in impliziten Erwartungen da ist (spätestens mit xy ist mein Kind trocken)

Mein Kind hat beim Sauberwerden genauso wie beim Sprechen und Laufenlernen das Recht, soviel zu machen wie es kann, ich unterstütze nur den Fähigkeiten und Interessen des Kindes entsprechend.

Jetzt ist sie 19 Monate alt, wird meist mit Stoffwindel gewickelt, sagt, wenn sie "A-ah" gemacht hat, wenn sie nass ist- und wird dann natürlich prompt gewickelt.
Sie guckt bei mir und Papa zu, wenn wir auf der Toilette sind, sagt dann auch, was wir dort machen, und darf abspülen.
Ich erkläre ihr dann immer, dass das Klo für die großen und die Windel für die kleinen Leute sind.
Sie wird dann schon sagen, wenn sie mal groß sein will- und dann kriegt sie Töpfchen oder Toilettenaufsatz, das wird sich zeigen.

Gruß Schoko

Re: Zu früh trocken hat Folgen?

Antwort von lolli85 - 31.08.2007

naja die psychischen störungen treten eher auf wenn man mit zwang da ran geht. wenns also nicht freiwillig passiert das die kinder auf den topf gehen.
und frühestens mit 18 moaten spüren sie erst das da was im anmarsch ist. viel eher bringt es eh nicht mit dem topf anzufangen, es sei denn man setzt die kleinen ständig drauf,was dann aber nicht mehr trocken sein ist ,sondern eher was mit dieser häufigkeit des draufsetzens zu tun hat.
wenn dann was rauskommt ist es zufall!

Re: Zu früh trocken hat Folgen?

Antwort von Karli6607 - 01.09.2007

Also meine Mutti hat auch bei mir sehr zeitig angefangen mit dem Töpfchen. Ich war mit 1jahr und 3Monaten schon sauber! Ich finde mir hat das nicht geschadet(kann zumindest nix feststellen) Ich werds bei meinem Krümel auch so machen! Ich kanns mir nicht vorstellen, das ein Kind mit 2 Jahren noch nicht ins Töpfchen machen kann...

nicht ganz richtig

Antwort von knochenmaid - 31.08.2007

Hallo!

Das ist nicht ganz richtig, dass die Kinder so spät erst merken, dass was im Anmarsch ist.
Jonas sehe ich sehr wohl an, wann er pinkeln muss. Ich habe sogar Zeit ihm die Hosen runterzuziehen und ihn auf den Topf zu setzen.

Da er aber alle 10 - 15 minuten muss mache ich das nicht. Erstens muss ich ab morgen wieder auf Arbeit und 2. müsste ich mich 100% auf ihn konzentrieren. Da kann ich auch keinen Haushalt machen...

LG
Kathrin

Re: Zu früh trocken hat Folgen?

Antwort von BiggiMael - 01.09.2007

Hallo Kathrin, ich habe das noch nie gehört, dass ein Kind irgendwelche psychischen Schäden davontragen soll, wenn es zu früh trocken ist.
Ich finde das super, wie Du das machst.
Solange kein Baby ewig auf dem Töpfchen sitzen muss. Ich denke auch, Schäden treten auf, wenn man ein Kind versucht zu zwingen.
Ich werde meinen (1J) demnächst auch aufs Töpfchen setzen, wenn ich muß.
In der Hoffnung auf den Nachahmungstrieb. Ciao Biggi

zu früh nicht, aber falls unter elterlichem druck: ja.

Antwort von miebop - 01.09.2007

hallo,


töpfchenZWANG ist schädlich für die psyche des kindes. das hat mit dem alter nichts zu tun (18 monate oder 3.5 jahre), sondern mit dem umstand, dass durch das traning dem kind suggeriert wird, dass es so, wie es ist, nicht richtig ist. sprüche wie "mit spätestens 1.5 jahren hat mein kind sauber zu sein" stehe ich skeptisch und ablehnend gegenüber.

das ganze hat auch eine vorgeschichte und zwar die der windelindustrie. erst wird kinder systematisch beigebracht, in die windel zu machen, indem ihre ausscheidungssignale ignoriert, oder besser: gar nicht wahrgenommen werden. kinder merken das noch nicht, können den schließmuskel noch nicht kontrollieren sind die argumente. das ist falsch. aber kinder verlernen es, weil auf ihre signale nicht eingegangen wird. später ab, sagen wir, 1.5 jahren frühestens, lernen die kinder es *erneut*. das kann aber auch erst mit 3.5 oder später der fall sein. alles ist ok.

und es gibt eine dritte variante: das so genannte "windelfrei" oder "topffit". irreführende namen für einen prozess, der kinder ganz oder weitgehend ohne windel aufwachsen lässt. meine tochter gehört dazu. sie ist knapp ein jahr alt und hat windeln vom ersten lebenstag an verabscheut. bei uns dominiert es den alltag nicht, wir sind ein eingespieltes team. wir haben aber auch von beginn an angefangen. mal geht es ein bisschen schlechter, wenn ein großer entwicklungssprung ansteht, aber im allgemeinen ist es sehr entspannt und ich genieße ich (hatte vorher ein windelkind), mit ihr im tragetuch rausgehen zu können ohne IRGENDWAS dabei. keine windeln, kein wechselzeug, keine reinigungstücher, wickelunterlage, gegebenenfalls creme, tüten für den müll etc pp. dass meiner tochter das aufwachsen ohne windeln schadet, halte ich für ausgeschlossen. es ist aber auch nicht als töpfchentraining unter zwang zu sehen, sondern lediglich als hilfestellung, wenn sie mir anzeigt, dass sie muss. im moment ist sie übrigens nahezu selbständig töpfchensicher, das ist aber in ihrem jungen alter sicher noch nur eine phase.

oberste priorität haben bei uns nie irgendwelche prinzipien, sondern das wohlbefinden und das maß der zufriedenheit in der ganzen familie.


lg miebop

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