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jetzt muss ich mal fragen,was heisst "windelfrei"

Frage von yymamayy - 17.05.2006

da es ja um babys geht kann ich mir nix darunter vorstellen auser das die babys keine windel anhaben,nur was ist wenn sie pippi oder kacksen müssen?bin ich so blöde oder steh ic nur auf dem schlauch gerade??hab das schon so ofte gelesen

danke für eure antwort,fall ich eine bekomme,könnt mich auch auslachen:-P

Re: jetzt muss ich mal fragen,was heisst

Antwort von Mama Jana - 18.05.2006

Es geht hier inzwischen um Kleinkinder, zum Beispiel 2 bis 3-Jährige.

Hier die lange erklärung

Antwort von Danie1983 - 18.05.2006

Habs mal eben kopiert:

Windelfreiheit / „TopfFit“-sein heißt:

* Mehr Bewegungsfreiheit für das Kind
(Hast Du Dir schon einmal vorgestellt, wie es ist, bei 30 Grad im Schatten eine Plastikwindel, womöglich gefüllt, am Hintern zu haben? DARUM!)

* Entwicklung eines intakten Körperbewusstseins

* Regelmäßige Verdauung (viele Babys, halten auf, wenn sie Stuhl am Po spüren und haben daher Verdauungsschwierigkeiten)

* Vermeidung von Kontaktallergien auf bestimmte Inhaltsstoffe in Windeln

* windelfrei schützt Deinen Geldbeutel, weil teurer Windelkauf auf ein Minimum reduziert ist oder ganz wegfällt

* Das Sauberkeitstraining entfällt

* Der liebevolle und intuitive Kontakt zum Baby wird intensiviert

* Es ist einfach wunderbar und macht riesigen Spaß!


Warum beginnen?
Genau, wie wir wissen, ob unser Baby müde oder hungrig ist, können wir auch wissen, wenn wir genau hinhören, wann es einmal muss. Die TopfFit-Methode hat die Kommunikation und die Stärkung der Bindung zwischen Eltern mit ihrem Baby zum Ziel, nicht etwa das frühe Sauberwerden - obwohl wir uns darüber natürlich auch freuen. Die Wahrnehmung der Körperfunktionen des Babys soll mit dieser Methode aufrechterhalten werden.

Wann beginnen?
Babys spüren von Geburt an, wann sie mal müssen und versuchen, es uns mitzuteilen. Da aber oft niemand darauf reagiert, gewöhnen sie sich irgendwann daran, in die Windel zu machen, und teilen es uns nicht mehr mit. Daher ist die beste Zeit, mit TopfFit zu beginnen, ungefähr nach drei oder vier Monaten zu Ende. Danach kann man natürlich immer noch anfangen, aber man muss sich darauf einstellen, dass man sehr viel mehr Zeit und Geduld aufwenden muss, als wenn man früher beginnt.
Am besten ist es natürlich, wenn man sich von Geburt an auf die Ausscheidungen seines Babys einzustellen versucht. Da aber am Anfang so viel neues da ist, so viel, an das man sich gewöhnen muss, genügt es vielleicht auch in den ersten Wochen, bei jedem Wickeln dem Baby Gelegenheit zu bieten, sich über einem Gefäß zu erleichtern. Nach einigen Wochen, wenn sich alles etwas eingespielt hat, kann man dann ja „richtig“ loslegen.

Wie beginnen?
Eine tolle Möglichkeit, sich auf sein Baby einzustimmen, ist das Tragen im Tragetuch. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass dann der Draht zueinander einfach besser ist. Allerdings ist man am Anfang unter Umständen sehr mit Tragetuchbinden beschäftigt. Ein Tragetuch zum Wechseln ist am Anfang empfehlenswert. Es gibt allerdings auch Babys, die noch nie ins Tragetuch gepinkelt haben und Du mit einem Tragetuch super auskommst. Das ist sehr individuell.
Du kannst das Baby auch unten ohne auf eine Decke mit einem Handtuch drauf legen und die Abstände und die Zeichen beobachten. Möchtest Du dein Baby nicht halb nackt lassen, kannst du auch eine Stoffwindel ohne Überhose benutzen, damit Du gleich siehst, ob es nass ist und dann gleich wechseln, damit sich das Baby nicht an das Nässegefühl gewöhnt.
Eine Alternative ist auch, eine Damenbinde in den Schlüppi zu kleben. Das ist billiger als Wickeln, Du bemerkst besser, ob Dein Baby gemacht hat und trotzdem hast Du gute Chancen, dass die Kleidung mehr oder weniger trocken bleibt.

Oft sind die Abstände im Verhältnis zu den Schlaf- und Stillzeiten immer wieder die gleichen. Gleich nach dem Aufwachen, gleich oder während des Stillens, dann 2 x nach 10 Minuten, dann werden die Abstände größer zum Beispiel. Mit zunehmendem Alter vergrößern sich die Abstände. Vormittags pinkeln die Babys häufiger als Nachmittags.

Es empfiehlt sich, wenn Du die Ausscheidung mit einem Geräusch in Verbindung bringst. Wenn Du also bemerkst, dass Dein Baby macht, machst Du z.B. einen pschhhhh-Laut oder sagst „Pipi“. Wenn Du Dein Baby dann zum Pinkeln abhälst, machst Du wieder diesen Laut. Babys haben das oft sehr schnell raus. Du kannst Deinem Baby das Loslassen auch erleichtern, indem Du auf die Genitalien pustest. Stumme Mütter von windelfreien Babys machen das auch so.

Typische Zeichen
Jedes Baby hat seine eigenen Signale, bei manchen Babys sind sie sehr schwer zu erkennen. Strampeln auf eine bestimmte Art, unruhig werden im Tragetuch, In-sich-gekehrter Blick, nervöses An- und Abdocken beim Stillen, plötzliches Quengeln, ein besonderer Grunzlaut sind typische Zeichen. Manche Mütter wissen intuitiv, wann ihre Babys müssen. Sie hören im Geist das Wort Pipi, denken, dass sie angepinkelt werden und werden es gar nicht, riechen Urin etc.
Vor dem großen Geschäft kommt oft ein „Warnpups“

Kleidung
Bei der Kleidung wählst Du am Besten etwas, was leicht an- und ausgezogen werden kann. Bodys und Strampler sind eher ungeeignet, da Du im Falle eines Unfalls gleich das ganze Baby umziehen musst und viele Babys das nicht sonderlich mögen. Es gibt auch schon Unterhemden und Schlüpfer ab den kleinsten Größen, z.B. bei Earstings Family.
Es gibt auch Schlitzhosen (www.splitpants.de), die im Schritt offen sind.

Beim Stillen
Sehr kleine Babys machen oft beim Stillen, was sich mit der Zeit gibt. Schon mal die Hose von vornherein auslassen und ein Gefäß in Reichweite zu haben bietet sich an. Oder eine Mullwindel zwischen die Beinchen, die dann bei Bedarf ausgetauscht werden kann ist auch eine Möglichkeit. Ich habe mich zusätzlich noch mit einem Handtuch „geschützt“

Gefäß
Sehr beliebt ist das Badezimmerwaschbecken. Oder Du hast in jedem Raum ein Gefäß stehen, damit Du keine langen Wege hast. Das kann ein Töpfchen oder jedes andere Gefäß sein. Da Du vielleicht nur eine Hand frei hast zum Abwischen, sind Babypflegetücher in der Spenderbox praktisch.

Abhaltepositionen
Am beliebtesten ist es, den Rücken des Babys gegen den eigenen Bauch zu halten, die Hände umfassen die Oberschenkel. Manche Babys wollen gern im „Arm stehen“ oder gut abgestützt auf dem Töpfchen sitzen. Mach, was für Dich und Dein Baby am praktischsten erscheint.

Nachts
Babys pinkeln nicht im Tiefschlaf. Sie werden unruhig und strampeln mit den Beinchen oder wühlen mit dem Köpfchen. Oft werden Babys nicht wach, weil sie Hunger haben, sondern weil sie einmal müssen. Gut ist es, wenn Dein Baby nahe bei Dir schläft. Dann wirst Du von der Unruhe des Babys geweckt, kannst das Baby kurz abhalten und dann weiterschlafen. Oder wieder in den Schlaf stillen. Damit ihr das Bett nicht verlassen müsst, kannst Du Dich zum Abhalten auf die Bettkante setzen und über ein Gefäß (bei Jungen ruhig ein größeres ) abhalten. Aber auch das ist sehr individuell und Du musst ein wenig ausprobieren.
Um die Matratze zu schonen kannst Du eine Wolldecke zu heiß waschen und trocknen, um sie wasserundurchlässig zu machen.

Unterwegs
Anfangs bevorzugen es viele, unterwegs eine Sicherheitswindel zu benutzen und diese so schnell wie möglich wieder zu wechseln. Wenn die Pinkelabstände etwas größer werden und ihr euch schon gut aufeinander eingespielt habt, ist es oft leichter, auch unterwegs auf Windeln zu verzichten. Es ist wichtig, dein Baby auf dem laufenden zu halten und ihm zu sagen, dass es unterwegs vielleicht schwierig ist, eine Möglichkeit zum Pinkeln zu finden und dass es deswegen eine Windel zur Sicherheit um bekommt.

Streiks
Babys verändern sich laufend. Auch ihre Signale und Rhythmen verändern sich laufend und Du musst Dich immer mal wieder neu auf das Baby einstellen. Manchmal sind Babys auch zu sehr abgelenkt, um mit den Eltern zu kommunizieren. Wenn sie krabbeln oder laufen lernen haben sie oft wichtigeres zu tun, als aufs Töpfchen zu gehen. Diese Phasen sind normal und gehen vorüber. Auch wird es unabhängig von Phasen immer bessere und schlechtere Tage geben. Auch das ist ganz normal.

Babysitter
Große Sorge besteht oft bei der Frage, wie es mit dem Babysitter ist. Vielleicht hat man Glück und der Babysitter ist bereit, mitzuhelfen. Wenn man ihm ein bisschen hilft, ihm sagt, worauf er achten kann und wie der Rhythmus zur Zeit ist, hat man gute Chancen darauf, dass er mitmacht. Er wird sehr stolz sein, wenn er einen Treffer gelandet hat.

Das wichtigste zum Schluss
Das wichtigste bei dieser Methode ist, dass niemals Druck ausgeübt werden darf. Du brauchst Geduld und Humor. Ihr arbeitet als Team zusammen, nicht Du mit dem Baby, das Baby nicht mit Dir.
In Zeiten, wo Du sehr gestresst bist, kann es besser sein, auf Windeln zurückzugreifen. Das ist immer noch besser, als negativ auf das Baby zu reagieren, wenn Unfälle passieren. Es ist gut, wenn man das Baby auf dem laufenden hält und ihm erklärt, warum man ihm jetzt eine Windel um macht („ich brauche eine kleine Pause und deswegen mache ich Dir jetzt eine Windel um. Wenn es mir besser geht, halte ich Dich wieder ab, ok?“)
JEDER kann es tun! Wenn Du Geduld und Zeit investierst und einigermaßen konsequent bist, hast Du gute Chancen, Erfolg zu haben.

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