Januar 2020 Mamis

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Geschrieben von LouLou202020 am 26.08.2021, 10:46 Uhr

Unsicher und verärgert

Die Eingewöhnung funktioniert nicht wirklich.
Den ersten Tag war er 15 Minuten ohne mich kein weinen.
Den zweiten Tag 30 Minuten kein weinen.
Den dritten Tag 60 Minuten kein weinen.
Den vierten Tag 60 Minuten weinen ununterbrochen.
Dann war er ja bis Mittwoch draußen wegen der Erkältung.
Gestern 60 Minuten weinen ununterbrochen und heute fing das schon an wo ich ging.
Morgen wollen wir es radikal versuchen ohne das ich erst noch 10-30 Minuten dabei sitz.
Nun meinte eine der Erzieherin ob es vielleicht zu früh ist und ich ihn 3-6 Monate pausieren lasse.
Würde ich gern, wenn es uns finanziell ja nicht so dreckig gehen würde.
Und da was zu finden, nen Job, ohne vormittags den Kindergarten als Betreuung zu haben ist schwer weil alle Stellen auf 450€ hier nur im Einzelhandel sind.
Putzstellen nur außerhalb oder über Leihfirmen mit vermerk Führerschein.
Gastronomie hat fast kaum was, halt nur ab nachmittags.
Zwei Stellen als Sekretärin allerdings ist da Flexibilität als Voraussetzung angegeben.
Im Einzelhandel würde ich theoretisch direkt was finden aufgrund der Lehre, aber von Lidl aus darf ich das ja verständlicherweise nicht.
Kündigen ist mir wegen der Sperre einfach zu riskant, vom Arbeitsamt bekomme ich Zwecks Aufhebungsvertrag keine Rückmeldung von einem Sachbearbeiter obwohl ich so oft gefragt habe ob das eine sinnvolle Lösung wäre.

 
21 Antworten:

Re: Unsicher und verärgert

Antwort von NeueMutti am 26.08.2021, 11:55 Uhr

Hi,
also das ist aber komisch, dass die das jetzt schon sagen.

mein Sohn hat leider 7 Wochen für die Eingewöhnung gebraucht. Nach circa 3 Wochen haben wir es dann mit dem Kinderwagen probiert und das ging dann besser. Da war er aber auch nur 12 Monate alt. Aber stets sagte man mir, dass das schon klappen wird, soll mir keine Sorgen machen.

Wenn er weint, dann sollen sie ihn halt ablenken, was weiß ich.

Außerdem voll gut, dass er schonmal einen Tag eine Stunde geschafft hat.

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Re: Unsicher und verärgert

Antwort von Muffin2020 am 26.08.2021, 12:01 Uhr

Also das nach einer Woche zu sagen zeugt nicht sonderlich von Kompetenz der Erzieher. Und dann gibts noch unterschiedliche Infos
Manche Eingewöhnungen dauern eben länger. Die längste die ich gemacht habe ging 3 Monate.
Warum haben die dich nicht angerufen und ihn 60 Minuten weinen lassen? Wenn sie ihn innerhalb von 15 Minuten nichts beruhigt bekommen muss die Mutter zurückgeholt werden.
Schade, dass es immer noch vermurkste Eingewöhnungen gibt.

Sprich nochmal mit der Erzieherin. Fangt von vorne an. Dann sind es eben erstmal nur 15 Minuten.

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Re: Unsicher und verärgert

Antwort von LouLou202020 am 26.08.2021, 12:34 Uhr

Laut denen lässt er sich nur kurz ablenken. Sobald es unruhig wird geht's wieder los.
Und diese Vermutung von der einen hat mich arg verunsichert, hab auch ein schlechtes Gewissen weil ich ja keine andere Wahl hab. Die anderen sind 2-5 Monate älter und da klappt es schon super. Und bei mir rennt halt eigentlich die Zeit wegen Geld verdienen wiederum.
Vielleicht liegt es an seiner Erkältung noch, ich weiß es nicht. Es sind halt junge Mädels 5 Jahre jünger wie ich und eine die mitten in der Ausbildung ist. Fing halt Freitag an. Versuchen will ich es natürlich trotzdem, ganz klar auch wenns mir leid tut das er weint.
Früher wurden wir ins kalte Wasser geworfen da waren die Eltern vielleicht 2-4 Tage da und man war allein.

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Re: Unsicher und verärgert

Antwort von NeueMutti am 26.08.2021, 13:23 Uhr

Lass dich nicht verrückt machen. Er schafft das schon. Na und, dann dauert es länger. Wie gesagt, mein Sohn war echt problematisch. Wir haben jeden Tag um 5 min erhöht.

Sei selbstbewusst und zieh es durch, bestimmt schadest du ihm nicht. Mach dir da keine Sorge!

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Re: Unsicher und verärgert

Antwort von wowugi80 am 26.08.2021, 17:12 Uhr

Ich bin zwar der Meinung, dass Kinder mit knapp 19 Monaten in der Regel zu jung sind, aber das hilft dir jetzt auch nicht weiter.
Es kommt gerade bei so kleinen Kinder sehr darauf an, dass die Eingewöhnung behutsam und rücksichtsvoll stattfindet. Ich schließe mich der Meinung meiner Vorredner an, warum zum Teufel lassen Sie den Jungen den 60 Minuten weinen! Das ist doch Wahnsinn!
Ich würde eine Pause machen bis er wieder ganz gesund ist und dann noch mal ganz langsam starten. Erst mal ein paar Tage überhaupt nicht rausgehen, damit er wieder Freude empfindet und seine Bezugserzieherin sich ihm erst mal in deiner Gegenwart nähern kann und sich mit ihm vertraut machen kann. Er muss ja erst einmal Vertrauen fassen, sich von der Frau auf den Arm nehmen lassen zb. Und erst wenn du siehst, dass das geht, gehst du wieder raus. Dann immer nur minutenweise rausgehen erst drei, dann fünf, dann zehn… und wenn er sich nicht beruhigen lässt nach maximal fünf Minuten wieder rein da! Lass dich zu nichts anderem überreden. Kinder nehmen durchaus Schaden, wenn eine Eingewöhnung rücksichtslos stattfindet. Und wir waren damals drei als wir von unseren Müttern in den Kindergarten geschickt und dort am ersten Tag zurück gelassen wurden. Nicht erst eineinhalb. Und ich kann da nur von mir sprechen, ich habe ein massives Trauma dadurch erlitten und erinnere mich bis heute sehr gut an diesem Tag. Ich hab bis heute große Verlustängste und das in mehreren Therapien aufgearbeitet. Das lag sicherlich nicht nur an diesem einen Tag, aber ich war fassungslos darüber, dass meine Eltern mich doch jeden Tag wieder hingebracht haben und mich jeden Tag dort alleine gelassen haben. Ich habe Monate gebraucht um nicht zu weinen und bin nie richtig angekommen. Und das obwohl es ein sehr netter Kindergarten ganz tolle Erzieher waren.

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Re: Unsicher und verärgert

Antwort von LouLou202020 am 26.08.2021, 18:38 Uhr

Ich würde ihn ja auch raus lassen allerdings hängen die Finanzen im argen und dementsprechend hab ich nicht viel Möglichkeiten. Wenns morgen so nix bringt müssen wir es morgen wieder Staffeln wie letzte Woche. 15-30-45-60 und gucken ob das was bringt. Er hat sich wohl schlecht ablenken lassen, wenn er hier in Rage ist ist das selbst für uns schwierig. Für die ja noch mehr. Morgen oder allgemein soll er mal ein Lieblingstier mitbringen oder geliebtes Spielzeug. Mal gucken ob das was bringt.

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Re: Unsicher und verärgert

Antwort von Mephis am 26.08.2021, 18:41 Uhr

Ich würde auch nochmal von vorne anfangen. Nach einer Woche kann man sowas schlecht beurteilen, zumal ihr ja nichtmal eine wirkliche Routine hattet.
Auf Dauer wird das bestimmt klappen. Du kannst ihm das ja auch erklären.

Bei uns ist es genau das Gegenteil. Mausi guckt mich entgeistert an und quengelt wenn ich sie abhole. Egal wie lange sie bei der Tagesmutter war. Da fühle ich mich dann auch ein bisschen ungeliebt.
Bei unserer Tagesmutter ist aber auch ein Kind im gleichen Alter, wo das mit der Eingewöhnung nicht so einfach war. Das Mädchen weicht nach mehreren Monaten immer noch nicht wirklich von der Seite der Tagesmutter. Bei dem Mädchen gab es aber auch bereits eine schwere Trennung. Die Mutter hat sie im Alter von 3 Monaten verlassen (für einen anderen Mann) der Vater ist also ihre einzige Konstante.

Das ist bei euch ja nicht der Fall. Die Voraussetzungen sind also wesentlich besser.

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Re: Unsicher und verärgert

Antwort von LouLou202020 am 26.08.2021, 18:42 Uhr

Er hat ja auch Spaß da, spielt und freut sich über die anderen besonders Anna und Tom die auch aktuell in der Eingewöhnung sind. Allerdings sind die 2-5 Monate älter. Die Erzieherin die ich kenne mit der Kuschelt er auch immer wenn er weint. Aber sobald ich halt außer Sichtweite bin ist der Spaß vorbei.

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Re: Unsicher und verärgert

Antwort von LouLou202020 am 26.08.2021, 18:45 Uhr

Das lustige ist ja, wenn wir gehen und ich sage mach Winke/ Winke, geht's geheule los weil er nicht gehen will. Beim anziehen ist wieder alles gut, gehen wir durchs Tor weint er und setzt sich auf den Boden oder will zurück.

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Re: Unsicher und verärgert

Antwort von Krümelhase am 26.08.2021, 20:26 Uhr

Meine Große war 3 und ein bisschen, als ich sie (coronabedingt) zum ersten Mal in den Kindergarten gebracht habe.
Ich war 3 Tage komplett dabei, dann saß ich nochmal 2 Tage die ganze Zeit in der Küche und bin erst dann zum ersten Mal gegangen. Das klappte gut, aber nach ein paar Monaten kam eine Phase, in der sie mich nicht gehen lassen wollte. Ich kam mir dabei auch unsicher und doof vor, aber letzten Endes musst du dann schauen, dass es deinem Kind gut geht und der Kindergarten schön für es ist.
Ich hab mit vielen Tricks versucht, ihr klarzumachen, dass ich auf jeden Fall wiederkomme und sie abhole.
Und selbst jetzt hat sie manchmal noch Probleme, eine Erzieherin anzusprechen, wenn sie eine Frage hat oder etwas möchte. Das kommt erst alles langsam und mit viel Zeit.

Für Erklärungen ist deiner noch zu klein.
Daher: geh behutsam ran, die Situation ist neu, er muss erst Vertrauen aufbauen und sich einfinden. Das geht nicht so schnell. Gib ihm Zeit und versuche, ihm und dir keinen Druck zu machen.

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Re: Unsicher und verärgert

Antwort von sweetmy am 26.08.2021, 21:17 Uhr

Es sind eben kleine Kinder und die gehören in die Familie.
So nun kann ist will das nicht jeder. Ich finde das Statement der Erzieherin professionell. Sie sieht er ist nicht so weit
Unsere Tochter hat mit drei gesagt Mama du kannst gehen, an Tag 1
Ich bin gespannt wie es bei unserem Sohn wird. Er geht schon mit zwei Jahren zur Tagesmutter aber

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Re: Unsicher und verärgert

Antwort von Mamamaus97 am 26.08.2021, 21:41 Uhr

Also nicht jede Erzieherin benimmt sich aber auch professionell… und nach 4-5 Tagen würde ich das noch nicht einschätzen. Die Phase die beschrieben wird ist bei 1-2 jährigen durchaus normal… war bei uns ähnlich (also er hat irgendwann geweint als ich ging, konnte sich aber gut ablenken lassen - die Hauptbezugserzieherin ist dann teilweise auch mit ihm alleine im Raum geblieben während alle spazieren gingen / draußen im Garten spielten, damit er Vertrauen fasst also sie und den Raum kennenlernt.
Und es gab jemanden in der Gruppe, da wurde die Mama auch 2-3 mal angerufen und das Kind sollte (während der Eingewöhnung) früher abgeholt werden.
Warte einfach etwas ab. Geh entspannt damit um. Versuch dir den psychischen Druck durch das Geld ein wenig zu nehmen und damit einhergehend auch den Druck, dass die Eingewöhnung nun sofort unbedingt klappen muss [das merken Kinder]. Es geht immer irgendwie (der Mensch ist ein wahrer Überlebenskünstler) - und dein Mann hat ja erstmal Einkommen. Wenn der Druck um die Eingewöhnung fällt, entspannt sich sicherlich alles gleich etwas.
Und wenn dein Kleiner gerade etwas erkältet ist, ist das Verhalten auch normal. Vielleicht braucht er noch ein paar Tage zur Genesung zuhause?
Viel Erfolgt weiterhin

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Re: Unsicher und verärgert

Antwort von wowugi80 am 26.08.2021, 22:08 Uhr

Ich sag ja, meine Meinung hilft dir gerade nicht ich weiß, das nicht jeder in der glücklichen Lage ist, sein Kind drei Jahre zu Hause betreuen zu können. Und ich denke auch, dass die Stunden die ihr geplant habt früher oder später für ihn machbar sind. Du willst ihn da ja nicht von 8:00 bis18:00 lassen.
Ich denke, das ging für ihn zu schnell und wenn er erkältet ist, würd ich gerade nicht mit Trennungen weiter machen. Unser Kleiner ist auch gerade erkältet, das schlägt derart auf die Stimmung, dass ich ihn gerade wieder den ganzen Tag tragen muss Trennung von mir geht nicht eine Minute, am liebsten möchte er zurück in den Bauch.

Ich würde morgen nicht rausgehen und Montag, Dienstag mindestens auch nicht. Wenn sich alles gut anfühlt, dann geh frühestens am Mittwoch ganz kurz raus. Nur ein paar Minuten. Wenn er nach drei Minuten noch brüllt, gehst du wieder rein. Lasst euch Zeit, es wird schon klappen, aber es dauert eben möglicherweise etwas länger als bei anderen. Du musst ja zum Glück nicht in zwei Wochen einen neuen Job anfangen, sondern willst erst was suchen. Und wenn das jetzt sechs bis acht Wochen dauert, dann ist das eben so. Die Zeit müsst ihr überbrücken.

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Re: Unsicher und verärgert

Antwort von NeueMutti am 26.08.2021, 22:09 Uhr

Kleine Kinder gehören in die Familie?

Wo hast du diese Info her?

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Re: Unsicher und verärgert

Antwort von LouLou202020 am 27.08.2021, 8:25 Uhr

Ob 19 Monate oder 24 Monate oder 4 Jahre man kann nicht pauschal sagen welches Alter am besten dafür ist.
Wäre es zu früh generell denke ich nicht das dies unbedingt angeboten werden würde.
Leider hat nicht jeder das Glück 3 Jahre sein Kind alleine zu betreuen. Leider muss ich mir Arbeit suchen und bin leider auf den Kindergarten angewiesen da wir sonst keine Betreuung für ihn haben. Geplant war das generell ja alles anders und ich hätte mir wenn die Pandemie nicht gekommen wäre (da mein Mann aufgrunddessen gekündigt wurde wie viele zu dem Zeitpunkt) das leisten können noch zuhause zu bleiben. Nur über eine Leihfirma verdient man leider nicht mehr wie 9-12€ und das ist halt ja nichts wovon man mega gut leben kann. Es muss ja was hängen bleiben und will auch nicht ständig auf Dinge verzichten wie Zoo, Frühstücken gehen oder sonst was.
Ich selbst brauche auch mal wieder ne Auszeit und möchte nen Ausgleich zum Mama sein haben. Weil selbst meine Psychologin sagt das man merkt wie sehr ich mich als Mensch vergessen hab. Sieht man auch optisch.
Es ist schön für die Kinder wenn diese natürlich 3 Jahre bei Mama sein können, aber es gibt leider Mütter die keine andere Möglichkeit haben finanziell.

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Re: Unsicher und verärgert

Antwort von wowugi80 am 27.08.2021, 9:12 Uhr

Naja, das ist vielleicht etwas radikal formuliert. Aber ich glaube, ich weiß was sie damit meint. Kinder brauchen in den ersten drei Lebensjahren vor allen Dingen eine Konstante Bezugsperson. Das muss nicht die Mutter sein, das kann auch der Vater sein oder die Oma oder der Opa, völlig egal. Es kann sogar eine Erzieherin sein. Aber diese Person muss verlässlich für das Kind da sein. Und in der Regel klappt das in Krippen eben nicht. Damit ein Kind in einer Krippe keinen Schaden trägt an seiner Bindungsfähigkeit, muss eine Betreuung von maximal einem Betreuuer auf drei kleinen Kinder gewährleistet sein. Das gibt es nur sehr selten. Hier in Hamburg sind es zum Beispiel ein Erwachsener auf fünf kleine Kinder. In Teilen Deutschlands sind es sogar sieben kleinen Kinder pro Erzieher. Außerdem sagen Experten, also Kinderärzte und Psychologen, dass eine Betreuungszeit von über 5 Stunden pro Tag auch ohne Zweifel Schäden am Kind anrichtet. Man hat vor einigen Jahren in einer Studie den Cortisol Spiegel im Speichel von Krippenkindern gemessen. Cortisol ist das Stress Hormon. Man hat herausgefunden, dass Krippenkinder in etwa den gleichen Stress Level haben wie ein DAX Manager. Das muss man sich mal vorstellen. Natürlich macht das etwas mit unseren Kindern.

Man kann aber zusammenfassend sagen, dass nicht die Krippe das Problem ist, sondern das System in dem wir leben. Am Beispiel von Louis kann man sehen, dass ein Kind das anderthalb Jahre lang quasi nie jemand anderen gesehen hat als seine Eltern, natürlich große Schwierigkeiten damit hat, sich auf andere Menschen einzulassen. Früher, als drei Generationen unter einem Dach lebten und Oma und Opa die Betreuung mit übernommen haben, war das etwas ganz anderes. Heute verlangt man von den Kindern, dass sie sich nach einem Jahr eins zu eins Betreuung durch Mutter oder Vater plötzlich umstellen können und in einer größeren Gruppe kleiner Kinder ohne permanenten Kontakt zur Hauptbezugsperson klarkommen. Schwierig!

Mir schlagen da immer zwei Herzen in der Brust. Die eine ist mein Mutterherz und die sagt auch: mein Kind geht erst mit drei in den Kindergarten. Vorher halte ich das für nicht verantwortbar. Die andere ist mein Feministen-Herz und das sagt: Krippen sind wichtig und richtig! Es ist eine Katastrophe, dass Frauen nicht zurück an ihre Arbeit können, wenn sie das wollen. Ich bin der Meinung, es muss sich grundsätzlich etwas an der Wertschätzung des Erzieher Berufs ändern. Wenn diese Leute besser ausgebildet und besser bezahlt werden, dann ist der Beruf auch wieder attraktiv. Es braucht viel mehr besser ausgebildete Krippenerzieher. Nur wenn wirklich überall eine Betreuung von eins zu drei gewährleistet ist, können Eltern wieder ohne schlechtes Gewissen und ohne Risiko für die seelische Gesundheit ihrer Kinder ihrer Arbeit nachgehen. Unsere Gesellschaft lebt mit einer Fahrlässigkeit, ausgetragen auf dem Rücken der Kinder.

Dürft ihr übrigens alle gerne dran denken, wenn wir in vier Wochen wählen gehen In den letzten 16 Jahren hat sich auf jeden Fall nichts auch nur einen Deut an der Qualität der Betreuung verbessert. Just saying.

Hier mal ein echt cooler Link, probiert das mal aus:

https://wahltraut.de/

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Re: Unsicher und verärgert

Antwort von Sanirbas am 27.08.2021, 9:30 Uhr

Hallo,

ich denke es kommen gerade viele Faktoren bei euch zusammen und finde das wichtigste ist, dass ihr euch Zeit nehmt.
Zum einen braucht ihr erst einmal das Vertrauen darin, dass es ein guter Ort ist und er alle Zeit bekommt, die er benötigt da anzukommen und sich wohl zu fühlen. Das heißt auch, dass du nicht sofort den Job im Kopf hast - diesen Druck spüren die Kleinen. Und es wird klappen! Davon bin ich überzeugt, nur braucht es eben ein individuelles Tempo.
Das Alter pauschal zu benennen finde ich auch schwierig - alles ist sehr individuell.
Behutsamkeit und Zeit sind hier die Zauberwörter.
Zudem kommt eine Erkältung, das ist Mama (Papa oder andere Betugsperson) sehr gefragt.
Und bei uns lief es mit 1 Jahr auch erst etwas schleppend und dann wurden erst nach einer Woche 5 min versucht und erst als das gut lief ganz langsam erhöht. Und dann gab es schnell die Phase, wo es nicht ging und dann wurde sofort Pause von der Trennung gemacht und der Papa (hatte die Eingewöhnung begleitet) war erstmal wieder einige Tage komplett die gemeinsame Stunde dabei und dann wurden wieder Trennungen versucht und ab da klappte es ohne "Probleme" (Trennungsweinen ist ja auch kein Problem, sondern normal und darauf sollte sofort reagiert werden).
Seit dem also kurz zurück gefahren wurde lief es von alleine - so hat die Eingewöhnung eben 5-6Wochem gedauert (Essen, Mittagsschlaf usw.). Das sollte völlig inOranung und normal sein!
Die anderen waren auch alle älter, das hat also nicht primär was damit zu tun - entscheidend sind das Verhalten und der Näheaufbau der Erzieher*innen.
Deren Beziehung muss sich ja ersteinmal entwickeln.

Also bitte frage nach mehr Zeit und nochmal gemeinsamer Zeit in der Gruppe bevor es wieder mit Trennungen los geht.
Euer Tempo war ganz schön fix und da dürfen auch "Rückschritte" okay und drin sein.

Also ganz viel Erfolg euch! Und das lange Weinen lassen finde ich seitens der Erzieherinnen auch null okay! Wenn Ablenkung noch nicht klappen, dann ist das so! Sonst kommt es natürlich wirklich zu Traumata. Gebt euch wie gesagt die Zeit, das wird mit Geduld und Entspannung klappen und dann wird er tolle Erfahrungen machen.

Ich hätte bei uns nie gedacht, dass es rückblickend so einfach wird... aber zu akzeptieren, dass es ihr Tempo ist, hat uns sehr geholfen. Und heute rennt sie immer fröhlich mit ihrem Kita-Rucksack zur Tür und will los - Samstags ist sie immer ganz irritiert, dass es heute nicht los zur Kita geht.

Viele Kraft und Ruhe euch (dann geht es bestimmt auch schneller als gedacht :)

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Re: Unsicher und verärgert

Antwort von LouLou202020 am 27.08.2021, 10:27 Uhr

Es sind ja leider viele Faktoren die hinterher hinken.
Heutzutage soll die Mutter zeitig arbeiten, muss es vielleicht, weil sind wir ehrlich das Konzept einer geht arbeiten einer von bleibt 3 Jahre zuhause nicht funktioniert. Die andere Sache Konzept Oma passt auf, wie du beschreibst ist heutzutage auch kaum möglich wenn entweder die Großeltern selbst noch arbeiten gehen oder beide Großeltern Buckeln gehen müssen (wäre bei unseren Eltern der Fall obwohl Schwiegermutter nur nachmittags putzen geht aber wir haben das Problem der Entfernung). Also muss Mama arbeiten.
Der andere Punkt sofern ich da richtig zugehört habe gab's das Erziehungsgeld drei Jahre fest. Heutzutage nur entweder oder....
Zudem wurde alles teurer und und und....
Also wieder gibt's heutzutage selten die Möglichkeit zuhause zu betreuen.

Dann ist da auch wieder das Problem der Arbeitgeber. Die sich nicht anpassen möchten wenn Dame XY aus der Elternzeit kommt oder sie aufgrund Kind im Nacken nicht zurück möchten. Obwohl die Arbeitgeber ja soooooo kinderfreundlich geworden sind laut Regierung.

Dann ist es Fakt das der Beruf Erzieherin natürlich blöd bezahlt ist, man viel Arbeitet, lange Ausbildung hat und vorallem ja teilweise die Kids heutzutage samt geforderte lockere Erziehung nicht geschätzt und gemacht werden will.
Ich selbst habe bis ich 12/ 14 war immer mit dem Gedanken gespielt aber gemerkt das dass doch nix wäre. Die Qualifikationen hatten sich dafür eh geändert. Ich kenne aber auch viele Männer die gern den Beruf machen würden aber, da brauchen wir uns nix schön reden, weniger Chancen haben aufgrund der Vorfälle. Dazu ist es auch schwer ein Platz zu finden, viele Kitas haben auch nur die Möglichkeit so und so viele einzustellen. Die Erzieherin vom Louis die ich privat kenne, hat nach der Ausbildung keine Stelle bekommen hier und war erstmal woanders untergekommen bis es hier geklappt hatte. Hier ist der Fall, aktuell zu gunsten für Louis, das dieses Jahr nur 7 /8 Kinder in der U3 sind. Sonst sind es 15. In den älteren Gruppen sind es 20 Kinder auf 2-3 Erzieher. Heute hat es besser geklappt, heißt er hat 30 Minuten nicht geweint in der Stunde. Es sind halt noch junge Damen, müssen ihre Erfahrungen sammeln und das was ich beobachtet hab ist das sie schon sehr einfühlsam versuchen abzulenken. Nur ich kenne meinen Sohn, er istn Dickkopf, wenn er brüllt dann haben wir auch manchmal Schwierigkeiten ihn zu beruhigen wie gestern beim Kinderarzt (dachte er wird geimpft und weinte).
Und ich kenne auch Kinder die von Oma und Opa gesittet wurden und trotzdem es schwer hatten bei der Eingewöhnung.

Für mich persönlich sich nicht zu stressen ist schwierig. Wenns Geld knapp ist, ist es immer präsent leider.

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Re: Unsicher und verärgert

Antwort von Muffin2020 am 27.08.2021, 19:24 Uhr

Das hast du sehr richtig und schön geschrieben

Hier ist es 1 Erzieher auf 6 Krippenkinder. Nicht selten war ich alleine mit 12 Krippenkindern.
Hab jetzt gekündigt und mache mich freiberuflich selbstständig

Das Problem mit der besseren Ausbildung... tja.... puh... also sie geht ja schon 5 Jahre (2 Jahre Sozialpädagogische Assistentin + 3 Jahre Erzieher) und ist auf Hochschulniveu. Es ist nicht so, dass man nur malen und basteln lernt Ich finde es werden aber wichtige Punkte einfach nichts gelehrt. Thema Bindung und Eingewöhnung viel zu knapp. Hochsensibilität? Pustekuchen.

Vieles lernt man erst, wenn man selber Mama ist

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Re: Unsicher und verärgert

Antwort von LouLou202020 am 27.08.2021, 20:25 Uhr

Siehst, mittlerweile sind es 5 Jahre.
Als ich es werden wollte nur 3 Jahre als ich 16 war, waren es glaub schon 4 Jahre. Eine Bekannte hat das deswegen sogar abgebrochen und mit mir die Ausbildung Kauffrau im Einzelhandel gemacht.
Jeder meckert, der blöde Kindergarten etc., dabei sind diese ja nun mal auch nur Menschen wie wir und haben ja nicht je nach Form NUR 4-5 Stunden sondern wie hier 3 Tage von 7 bis 14 Uhr und zwei Tage von 7 bis 17 Uhr geöffnet. Dazu müssen die ja noch Sachen vorbereiten für die Gruppe und dem Betrieb selbst.
Wir haben in dem Kindergarten bei uns eine Elterngruppe, wo einem pro Kita Jahr es frei steht ob man 2 Arbeitsstunden nimmt oder 20€ zahlt. Mein Mann und ich wollen anbieten das von uns beiden jeder 3 Stunden hilft, denn laut Leiterin zahlen die meisten lieber. Gut kann ich verstehen wenn beide Eltern Vollzeit arbeiten. Weil ich finde man muss die Damen ggf. Herren entlasten.

Genauso wird der Beruf Hebamme ja durch die Regierung noch uninteressanter, wegen längerer Ausbildung und höherer Qualifikationsanforderungen.
Pflege ist genauso unwürdig bezahlt.
Im Einzelhandel teils/ teils leider auch, da ist es allerdings schwer guten Nachwuchs zu finden die 1. Mit Samstags arbeiten zurecht kommen und 2. Die anstrengende Ausbildung auch durchziehen (egal ob 2 oder 3 Jahre).

Ich kann das verstehen das du gekündigt hast, du bist nun selbst Mama und wie du schon sagtest, du würdest ja gar nicht mehr zur Ruhe kommen. Ich weiß noch das die Erzieherinnen in meinem Kindergarten (wohnten mit im Dorf) keine eigenen Kinder wollten. Heute kann man das etwas verstehen wie du es mal sagtest. Hast 5-8 Stunden Kinder betreut und zuhause geht's von vorn los.
Wäre ich es geworden, das wollte ich wirklich, hätte ich vermutlich auch keine Kinder bekommen. Ich wollte mit 18 ein soziales Jahr darin machen aber wurde nirgends angenommen.

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Re: Unsicher und verärgert

Antwort von wowugi80 am 29.08.2021, 6:33 Uhr

Der Beruf der Hebamme wird aber vor allem wegen der horrenden Versicherungssummen die hebammen zu zahlen haben kaum mehr gewählt. Das ist die wahre Katastrophe, es kann sich niemand mehr leisten Hebamme zu sein.

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