Hebamme Stephanie Rex

Vielaufwacher-Baby, wann wird das vermutlich besser?

Antwort von Hebamme Stephanie Rex

Frage:

Liebe Frau Rex,

Wir haben einen kleinen10-monatigen Vielaufwacher, er schläft nachts seine 11-12 Stunden, aber in der Regel mit 6 Unterbrechungen, eine davon, während wir noch wach sind und die übrigen fünf entsprechen die Nacht durch.

Er schläft im Elternschlafzimmer, wird zusätzlich zum Brei/Knabbereien gestillt und trinkt auch nachts gerne. Bekommt er nur den Schnuller, mäkelt er sich wach. Macht das auch noch Papa - oh weh... (Tags ist es kein Problem). Glücklicherweise schläft er sehr schnell wieder ein, wenn er kurz stillen und kuscheln darf. Er trinkt auch wirklich, nuckelt nicht nur. Grundsätzlich ist er jemand, der lieber häufig kürzer trinkt, statt selten länger zu stillen. Schon seit Geburt an.

Ich glaube, das an sich alles bei ihm recht gut läuft - er ist noch klein, es sind bei ihm keine Phasen, sondern Regelmäßigkeit, und das schon lange. Feste Schlafzeiten hat er, scheinbar keine Übermüdung, auch äußerst wenig Weinen. Das einzige ist, dass er tags manchmal Schwierigkeiten hat, länger als 30 Minuten zu schlafen. Das haben wir aber auch verlängern können, indem wir uns nach 25 Minuten bereit halten und kurz streicheln, dann schläft er inzwischen tagsüber gut weiter. Er hat also wohl noch Schwierigkeiten, ohne Hilfe über seine Schlafphasenwechsel hinwegzukommen.

Deswegen ist meine Frage hauptsächlich, ob es Bei solchen Vielaufwachern ein Alter oder Entwicklungsschritte gibt, ab denen in der Regel absehbar ist, dass sich die Aufwachphasen ein wenig reduzieren. Ich erwarte gar nicht, dass er durchschläft und weiß auch, dass man durchaus noch mit 2-3 Jahren nachts mal nach Mama oder Papa ruft. Wenn ich nur statt fünfmal 2-3x aufwachen würde, wäre mir aber schon sehr geholfen, auch wenn ich durch die Elternzeit mit dem Schlafmangel noch halbwegs zurecht komme.

Ist Eine leichte Veränderung denn ab einem typischen Stadium absehbar oder ist die Antwort einfach: „Da gibt es keine Anhaltspunkte?“

Herzlichen Dank schon!
Und viele Grüße
Anni

von AnniFe am 25.06.2020, 08:36 Uhr

 

Antwort auf:

Vielaufwacher-Baby, wann wird das vermutlich besser?

Liebe AnniFe,

Anhaltspunkte sind für mich:
Essen: mit 10 Monaten kann er abends Brot essen, Brei und zum schlafen stillen. Vielleicht hat er einfach Hunger.
Tagsüber kann er auch kleine Nudeln, weichen Reis usw essen. Nur Brei reicht den Kindern oft nicht mehr.
Kein süßer Brei abends und kein Obst.

Schlafen: versucht mal, dass er in seinem eigenen Bett schläft.
Die meisten Eltern sagen, dass es seitdem besser funktioniert. Oft macht man sich gegenseitig wach mit kleinen und leisen Geräuschen... schnarchen, umdrehen usw.
Das Beginn tagsüber zu üben. Immer wieder ins eigene Bett legen und wenn du eine Zeit daneben sitzt und ihm etwas vorsingst. Es funktioniert.
Nicht aufgeben;).
Dazu nimmst du ein getragenes Schlafanzug Oberteil und spannst es wie ein Spannbetttuch um die Matratze. Somit riecht er dich und wach evtl nicht mehr so oft auf. Oder dein Kissen Bezug.

Ist im vielleicht zu kalt?

Der Schlaf reguliert sich meistens ab dem ersten Lebensjahr.
Bis dahin hat ein Kind immer wieder Phasen.. auch wenn es bei euch schon immer so war.

Ich hoffe ich konnte euch ein paar Ideen geben. Versucht es und denkt an Rituale. Auch wenn es für uns Erwachsene irgendwann langweilig erscheint, für Kinder ist es eine sehr gute Orientierung.

Alles gute!
Steffi Rex

von Stephanie Rex am 25.06.2020

Antwort auf:

Vielaufwacher-Baby, wann wird das vermutlich besser?

PS: Ich hatte die andere Frage zum 10-Monats-Baby auch gesehen, aber es passt nicht so, da wir weder eine akute Phase haben, sondern eher ein „War-Schon-Immer-So“, noch Fläschchen geben und verdünnen könnten (Fläschchen werden geschmäht), noch den Schlafplatz noch näher zu uns holen könnten. Deswegen habe ich nochmal einen extra Beitrag aufgemacht.

von AnniFe am 25.06.2020

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