Annina Dessauer, Kurberaterin

Mutter-Kind-Kuren

Annina Dessauer, Kurberaterin

   

 

Mutter-Kur bzw. Widerspruch einlegen

Guten Tag,
ich habe mal eine Frage. Ich möchte gerne erneut eine Reha im psychosomatischen Bereich machen wegen Essstörung, extremen Übergewicht und psychischen Problemen; wäre quasi eine Wiederholung, da ich vor einem Jahr schon mal eine Reha hatte. Die Reha wurde abgelehnt, weil ich hier am Wohnort Psychotherapie machen soll.
Ich habe mit der Klinik gesprochen, die ermutigen mich, Widerspruch einzulegen. Ich würde diesmal ohne die Kinder zur Reha fahren, um mich ausschliesslich meiner Problematik widmen zu können.
Aber das Problem ist: wie? Was kann ich schreiben, damit mein Widerspruch Erfolg hat? Macht es Sinn, auch mal emotionaler zu werden und zu schildern, dass ich mit meinem Alleinerziehenden-Status und zwei Kindern mit ADHS einfach nicht mehr kann, weil ich täglich über meine Belastungsgrenze gehen muss? Oder muss ich mich auf § berufen; welche wären das dann? Oder gibt es irgendwo Reha-Beratungsstellen, gibt es ja für Mutter-Kind-Kur auch? Komme aus Hamburg.
Vielen Dank schon mal!
C.Clausen

von Christine-HH am 04.02.2013, 10:02 Uhr

 

Antwort:

Mutter-Kur bzw. Widerspruch einlegen

Hallo Christine,

leider betreue ich ausschließlich den Bereich Mutter-Kind Kuren, so dass ich mich im Reha-Bereich nicht wirklich gut auskenne und da auch ungerne Tipps geben möchte. Grundsätzlich gilt aber dass nicht mit der Begründung ambulant vor stationär abgelehnt werden darf.

Ein Widerspruch kann nur innerhalb einer gewissen Zeit eingelegt werden. Ich würde komplett in den Neuantrag gehen. Ist die Betreuung der Kinder während der Reha gesichert?

Wenn die Esstörung allerdings noch aktut ist, besteht für eine Mutter-Kind Kur keine kurfähigkeit, dann wird es in jedem Fall eine Reha werden. Leider kann ich das auf die Ferne schlecht einschätzen. Eine Reha Beratungsstelle gibt es meines Erachtens nach nicht, aber rufen Sie doch mal Frau Ewald von der Kurhilfe an, sie macht auch Reha-Anträge und kann Ihnen sicherlich die Fragen bzgl. der Reha ausführlicher beantworten. Alles Liebe

Annina Desauer

von Annina Dessauer am 04.02.2013

Antwort:

Mutter-Kur bzw. Widerspruch einlegen

Ja, die Betreuung der Kinder würde der Vater übernehmen, nicht gerne, aber er täte es.
Vielen Dank für Ihre Antwort.
Liebe Grüße

von Christine-HH am 04.02.2013

Antwort:

Mutter-Kur bzw. Widerspruch einlegen

Hallo

als Tip...mit Kosten argumentieren. So wurde es mir damals gesagt, als meine Rehakur abgelehnt wurde.
Ich sollte argumentieren, dass wenn nicht jetzt was passiert, das ich dann auf lange Sicht krank werde, und zwar so krank, dass ich nicht mehr arbeitsfähig bin. Und das sind Kosten, die will die Rentenkasse auch nicht. Im Zweifel bezahlen die lieber eine Reha, als nachher eine Berufsunfähigkeit.

Ich war auch in einer psychosomatischen Klinik. Ich war in Bad Münder. Kann ich Dir nur ans Herz legen. Dort war es toll. Und ich war mit Kind dort. Trotz des Kindes, konnte ich sehr an meinen Problemen arbeiten. Die Kinderbetreuung war dort super.

Der Rententräger wollte zwar das Kind als Begleitung nicht so gerne mitfinanzieren. Aber ich habe dann mit der Klinik direkt telefoniert und die haben gesagt, doch ..ich soll ruhig mit Kind kommen. Außer, wenn Du jetzt schon weißt, es ginge wirklich nicht mit Kind, oder täte Dir nicht gut.

Mir wäre es ohne Kind schlechter gegangen. Da das Kind meine Hauptangst war, an der ich dort gearbeitet habe...mit tollen Therapeuten

Viele Grüsse und viel Erfolg!! Hartnäckig bleiben..bei mir hat es lange gebraucht, bis die Reha durch war...fast ein Jahr!! Es ging mir psychisch aber so schlecht, dass ich gewartet habe...

LG möwe

von Möwe am 04.02.2013

Antwort:

Mutter-Kur bzw. Widerspruch einlegen

Vielen Dank auch an Dich, Möwe.
Ich will diesmal gezielt ohne die Kinder fahren, weil sie beide ADHS haben und ich erfahrungsgemäß ohne sie mehr erreiche. Ich bin seit so vielen Jahren alleinerziehend und brauche die Zeit für mich.
Ich habe heute einen sehr direkten Brief an die Rentenkasse geschrieben, alles aufgeführt von ständiger Überforderung, Alleinerziehenden-Status, körperliche und psychische Einschränkungen etc.
Letztes Mal war ich in Brandenburg in der Fontane-Klinik, dort möchte ich unbedingt wieder hin.
Bin gespannt, ob es jetzt okay ist für die.
LG Christine

von Christine-HH am 05.02.2013

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