Birgit Neumann

Birgit Neumann

Dipl. Ökotrophologin

Birgit Neumann studierte Ökotrophologie mit dem Schwerpunkt Ausbildung und Beratung und schloss ihr Studium mit dem Titel Diplom Ökotrophologin (Dipl.oec.troph.) ab. Seit dem Studium ist sie als Ernährungs­beraterin und Kursleiterin tätig. Mit regelmäßigen Fortbildungen hält sie ihr Wissen zur Baby- und Kinder­ernährung auf dem aktuellen Stand.

Birgit Neumann

Wie viel Brei pro Mahlzeit ok?

Antwort von Birgit Neumann

Frage:

Hallo,

mit scheint es so, als ob meine Tochter (fast 9 Monate) mit den bisherigen Beimengen nicht mehr ganz satt wird. Sie weint manchmal, wenn der Brei alle ist - sonst klatscht sie immer in die Hände, wenn ich sie nach dem Essen lobe.

Bisher bekommt sie bei jeder Mahlzeit eine Gesamtmenge von ca 200 bis 220 ml. Ich habe es jetzt auf ca 240 vllt 250 erhöht. Ist die Menge bedenklich oder noch ok?

Ich musste die Mischungen von Anfang an ein wenig anpassen, damit meine Tochter es gerne ist. Jetzt ist es ungefähr so:

Brei ohne Milch:

Ca 150 - 160 ml Wasser
18-20 Gramm Getreide
Obst

Brei mit Milch:
- Ca. 150 ml Wasser
(nur 3 Löffel Prenahrung, weil sie ca. 2 Std später noch mal 120 ml Milch mit 4 Löffeln Prenahrung bekommt)
- 17 bis 20 gr
- wenig Obst

Ist das ok?

von Iris_ am 28.02.2019, 09:38 Uhr

 

Antwort auf:

Wie viel Brei pro Mahlzeit ok?

Hallo Iris_
der Nahrungsbedarf ist nicht immer exakt gleich. In Wachstumsphasen kann der Bedarf durchaus für eine kurze Weile höher liegen. Im Alter deiner Tochter wäre das jetzt sehr wahrscheinlich der Grund. Um den 10. Lm herum passiert ein großer Wachstumsschub. Beobachte dein Baby und reagiere auf seine Bedürfnisse.
Deine Breirezepturen weichen ohnehin von den üblicherweise empfohlenen Rezepturen ab, sodass du einen durchaus größeren und variablen Spielraum hast.
Du kannst die Breimenge noch erhöhen. Du könntest deinem Baby im Anschluß an den Brei noch etwas Wasser oder Pre-Milch zum Trinken geben.
Da deine Tochter nun schon 9 Monate alt ist, rate ich dir als Ergänzung zum gewohnten Brei auch zur Familienkost.
Probiere es aus: gib deinem Baby klein geschnittene Butterbrotstückchen zum selbständigen Entdecken.
Hier ist ein Beispielplan für Babys vom 10.-12- Lm:
morgens:
Butterbrotstückchen und Milch
= ein kohlenhydrathaltiger Zusatz in Form von Getreide im Brot.
Es geht darum, dass du dein Kind langsam an eine 1. Mahlzeit am Tag, an ein Frühstück, am Tisch sitzend, gewöhnst.
ca 25 g Brot, 1 TL Butter oder Frischkäse, 40-50g Obst, ggf geeigneten Brotbelag:


ZMZ: Brot oder Obst
je nach dem wie lange die Zeitspanne bis zum Mittagessen ist, kann eine Zwischenmahlzeit sinnvoll sein. Hier gibt es entweder etwas Obst oder je nach dem evtl auch noch einmal etwas Brot.

Mittagessen:
ggf gewohnter Brei oder gewohntes Fingerfood, dazu Mittagessen - entweder sehr basic in Anlehnung an die üblichen Breie (alle Zutaten separat, breiig oder stückig, oder bereits bekannte einfache Gerichte wie Nudeln mit Sosse, Pizza etc und/oder Familienkost

Nachmittag/ZMZ:
gewohnter Brei, Obst oder Getreidestängelchen o.ä., ggf Kuchen, Babykekse, Muffins, (Reis)waffeln etc
nachmittags ist ein Energienachschub durch Kohlenhydrate (Obst und/oder Getreide mit etwas Fett) erwünscht

Abends:
Brot und Milch oder Nudeln oder einfache, leicht verdauliche Familienkost eine Kombination aus Getreide mit Milch fördert den guten Nachtschlaf.
dazu Obst/Gemüse
oder: Familienkost

nachts ggf Milch

tagsüber zwischendurch bzw nach den Mahlzeiten: Wasser bzw Pre-Milch nach Bedarf
Gesamtmenge ca 400 - 500 ml Pre-Milch


Versuche ca 5 Mahlzeiten über den Tag zu verteilen.
GIb deinem Baby die Gelegenheit viele neue Speisen, Lebensmittel, Aromen kennenzulernen. Biete Vielfalt. Mische die Breie bunt durch. Estt zusammen Obst. Lass dein Baby viele Speisen einfach nur probieren. Lass sie kauen und vor allem immer häufiger auch selbständig essen.
Grüße
Birgit Neumann

von Birgit Neumann am 01.03.2019

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