Birgit Neumann

Birgit Neumann

Dipl. Ökotrophologin

Birgit Neumann studierte Ökotrophologie mit dem Schwerpunkt Ausbildung und Beratung und schloss ihr Studium mit dem Titel Diplom Ökotrophologin (Dipl.oec.troph.) ab. Seit dem Studium ist sie als Ernährungs­beraterin und Kursleiterin tätig. Mit regelmäßigen Fortbildungen hält sie ihr Wissen zur Baby- und Kinder­ernährung auf dem aktuellen Stand.

Birgit Neumann

Was und wie viel?

Antwort von Birgit Neumann

Frage:

Meine Tochter ist 9 Monate was und wie viel darf sie zb reiswafeln kekse oder diese Mais pops essen? Darf sie auch Ei oder Jorgut essen und wenn ja wann ? wie? und wie viel?

Danke!

von Maria m am 24.07.2020, 18:58 Uhr

 

Antwort auf:

Was und wie viel?

Hallo Maria m
Joghurt ist ab dem 2. Lebensjahr okay, wenn es dein Kind isst. Joghurt ersetzt Trinkmilch in Bezug auf die Menge 1 :1. Das heißt: 100 ml Kuhmilch kannst du durch 10g Naturjoghurt tauschen.
Kleine Mengen Joghurt sind im 1. Lebensjahr, als Probierhappen oder als Zutat in Gerichten, im Rahmen der Gewöhnung an die übliche Familienkost aber natürlich auch völlig okay.
Ei ist ebenfalls geeignet. Es ist häufig in Speisen (Gebäcken und verschiedenen Gerichten) enthalten. Wichtig ist, dass es komplett durchgegart wurde.
Reiswaffeln sind bedingt okay, als Knabberei (wenn dein Baby diese gefahrenfrei essen kann) ab und zu möglich. Statt Reiswaffeln kannst du verschiedene andere Getreidewaffeln testen. Ggf salzfreie Produkte wählen und am besten aus dem Sortiment der Babykosthersteller (da die Rohware in Bezug auf Schadstoffe getestet wurde, was insbesondere bei Reis sehr empfehlenswert ist.
Handelsübliche Kekse sind ebenfalls, in moderaten Mengen und ab und zu okay. Als Ersatz für einen GOB ist es empfehlenswert, wenn du zuckerfreie und einfache Gebäcke anbietest.
Maispops - meinst du diese länglichen Extrudatstücke, welche so aussehen wie Flips?
Ganz allgemein gesagt:
diese aufgepufften MaisFlips sind seit einiger Zeit der Renner bei Babys und Müttern.
Aufgrund ihrer Konsistenz perfekt.
Sagen wir mal so. Das, was Babys und Kleinkinder häufig und viel essen, das werden sie ihr Leben lang gerne mögen. An diesen Geschmack, an dieses Mundgefühl, an die typische Form, an alles Drumherum gewöhnen sie sich und speichern es im Geschmacksgedächtnis ab. An alle charakteristischen Eigenschaften des Produktes werden sie geprägt.
Wähle darum alle Speisen mit Bedacht, welche du deinem Baby häufig geben möchtest.
Wenn du nicht willst, dass dein Kind langfristig derlei Produkte isst und favorisiert, dann lass es lieber sein.
Wir müssen unterscheiden:
es gibt diese speziellen Produkte von Herstellern für Babykost. Diese Produkte sind für Babys aufgrund der Konsistenz, in Bezug auf die Qualität der Rohware, Geschmack, Zutaten prinzipiell (gut) geeignet. Handelsübliche Produkte, welche lediglich ähnlich heißen und ähnlich aussehen, sind für Babys eher nicht geeignet. Denn diese Produkte sind stark verarbeitet und enthalten je nach Produkt zu viel Salz und/oder Palmöl (=gesättigte Fettsäuren) und gleichzeitig zu wenig echten Mehrwert bzw Nährwert. Und das hat mit gesunder Ernährung eher wenig gemein. Diese und ähnliche Snacks sollten besser nicht als ZMZ gegeben werden. Gewöhne dein Kind an die Lebensmittel, die dir auf lange Sicht wichtig sind.
Dies ist eine Empfehlung, die hierzulande eher üblich ist.
Und die Flippies und Poppies und so weiter kleben an den Zähnen fest ... Stichwort Zahngesundheit.
Für die Vollständigkeit aber noch das: in anderen Ländern zählen spezielle Maispuffies oder auch Erdnussbutterflippies (Bamba) ganz selbstverständlich zur Babykost.
Grüße
Birgit Neumann

von Birgit Neumann am 27.07.2020

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