Birgit Neumann

Birgit Neumann

Dipl. Ökotrophologin

Birgit Neumann studierte Ökotrophologie mit dem Schwerpunkt Ausbildung und Beratung und schloss ihr Studium mit dem Titel Diplom Ökotrophologin (Dipl.oec.troph.) ab. Seit dem Studium ist sie als Ernährungs­beraterin und Kursleiterin tätig. Mit regelmäßigen Fortbildungen hält sie ihr Wissen zur Baby- und Kinder­ernährung auf dem aktuellen Stand.

Birgit Neumann

Was für Gemüsebrei kochen und Flüssigkeitszufuhr

Antwort von Birgit Neumann

Frage:

Hallo, unsere Tochter ist jetzt knapp 7 Monate alt und bekommt einen Gemüse Kartoffel Brei (zu Fleisch kommen wir hoffentlich die Woche)/ Sie bekam bisher Gläschen, aber ich möchte nun gerne kochen und nur bei Stress mal ein Gläschen geben. Sie bekommt auch einen Obstbrei, diesen allerdings aus dem Glas.
Meine erste Frage ist, was ich für Gemüse kochen kann, das keine Verstopfung verursacht? Unsere Tochter konnte nicht alleine abführen, weil es so schlimm war...
Meine zweite Frage ist, wie viel Flüssigkeit Babys in dem Alter benötigen? Sie trinkt nur noch zwischen 400-500 ml Pre pro Tag (vorher 750-850ml) und etwas Wasser. Aber keine 100ml und oft nicht einmal 50 ml.

Vielen Dank

von Taekdine am 26.06.2017, 22:41 Uhr

 

Antwort auf:

Was für Gemüsebrei kochen und Flüssigkeitszufuhr

Hallo Taekdine
mit 400-500 ml Säuglingsmilch am Tag liegt deine Tochter eigentlich genau bei den Empfehlungen, die für Babys im 2.ten Lebenshalbjahr gelten, d.h. vom 7.-12- Lm - dazu gibt es idealerweise Beikost. Die tatsächlich benötigte Menge an Säuglingsmilch richtet sich dennoch nach dem individuellen Bedarf, der auch mal tageweise verschieden sein kann. Insgesamt liegt ihr aber doch vollkommen "richtig".
Biete deiner Tochter weiterhin Brei an und nach dem Brei etwas lauwarm temperiertes Wasser zum Trinken, aus ihrem gewohnten Trinkgefäß. Wenn sie nichts trinken möchte, dann kannst du es kurz darauf nochmals versuchen und maximal noch ein Mal etwas später. Vermeide aber unbedingt das stetige Angebot des Trinkbechers, weil Dauernuckeln nicht erwünscht i´st - auch wegen der Zahngesundheit. Wenn deine Tochter nichts trinken möchte, dann ist das in Ordnung, sofern ihre Windeln ausreichend nass sind. Die Sache mit dem Stuhl solltest du weiterhin im Blick behalten und ggf mit dem KiA besprechen. Die Ursache kann verschiedene Gründe haben.
Es gibt Lebensmittel, welche eine tendentiell stuhlfestigende Wirkung haben und Lebensmittel, die einen tendentiell eher weicheren Stuhl formen, die Stuhlfrequenz gar beschleunigen können. Die Wirkung ist auf den Breien im Gläschen jeweils genannt.
Daran kannst du dich auf jeden Fall orientieren und vermehrt die Breie wählen, die eine sog. stuhllockernde Wirkung haben. Das sind bspw Apfel,-Birnenmus, Pastinake, Kohlrabi, u.a.
Meiden solltest du vor allem Möhre und Reis.
Welche Gemüsesorten verwendest du bisher im Brei?
Hast du außerdem ausreichend Öl im Breì? Wie viel?
Schau einmal nach, wie viel Öl dein Brei im Gläschen enthält. Auf dem Etikett findest du den entsprechenden Hinweis, d.h. die Nährwertangaben für Fett, Eiweiss, Kohlenhydrate etc. Die Werte beziehen sich auf entweder 100g oder das gesamte Gläschen (190g) . Da muss man manchmal ein bisschen rechnen. Manchmal sind 4g Fett pro 100g drinnen, dann passt das. Manchmal ist gar kein Fett enthalten. Oder nur 2g /100g. Manchmal aber auch die empfohlene Menge von 8g/190g.
8g Öl entsprächen ca 1 EL Öl.
Füge, wenn nötig noch die empfohlene Menge Öl dazu. Nimm entweder ein sog. Beikostöl oder ein handelsübliches Rapsöl oder ggf Sonnenblumenöl. Öl sollte ab etwa dem 4. Breitag zum Brei gegeben werden. Das Öl bewirkt eine bessere Sättigung.

Wenn du selbst kochen magst, könntest du Pastinake, Zucchini, Kürbis, auch mal Süßkartoffel statt Kartoffel verwenden. Probiere es außerdem mit einem Brei aus Brokkoliröschen oder Blumenkohlröschen und statt Obstsaft in den Brei zu geben, kannst du als Nachtisch gegartes Apfel-oder Birnenmus füttern.

Dass sich der Stuhl unter Beikost verändert, ist übrigens normal. Man empfiehlt darum, den Darm langsam an die neue und festere Nahrung zu gewöhnen. Nehmt euch einfach ausreichend Zeit, um die Breimenge langsam zu steigern. Auch neue Nahrungsmittel solltest du langsam und behutsam integrieren.
Statt Wasser zum Trinken, eignet sich ab und zu auch mal ein Fencheltee (Baby-Bäuchleintee o.ä.), der unterstützend auf die Verdauung wirkt.
Bei anhaltendenden und/oder massiven Beschwerden, solltest du dich am besten aber einfach nochmal an den KiA wenden, der dich entsprechend des Beschwerdebildes entweder beruhigen oder beraten kann oder entscheidet, was weiterhin zu tun oder zu klären wäre.
Also dann
Viele Grüße
Birgit Neumann

von Birgit Neumann am 28.06.2017

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