Birgit Neumann

Birgit Neumann

Dipl. Ökotrophologin

Birgit Neumann studierte Ökotrophologie mit dem Schwerpunkt Ausbildung und Beratung und schloss ihr Studium mit dem Titel Diplom Ökotrophologin (Dipl.oec.troph.) ab. Seit dem Studium ist sie als Ernährungs­beraterin und Kursleiterin tätig. Mit regelmäßigen Fortbildungen hält sie ihr Wissen zur Baby- und Kinder­ernährung auf dem aktuellen Stand.

Birgit Neumann

Wählerische Esserin

Antwort von Birgit Neumann

Frage:

Hallo,
meine 19 Monate alte Tochter isst leider sehr wählerisch. Wenn sie nicht genug isst, weil sie nicht das bekommt was sie gern hätte schläft sie auch nicht. Leider ändert sich ihre Vorliebe ständig und wir müssen erraten was sie grade essen will. Einerseits ist es gut dass sie so vielseitig isst andererseits auch anstrengend. Sehr gerne isst sie vorallem Obst oder süsse Gemüse und Fleisch. Wir geben ihr unterschiedliches auf den Teller, aber oft isst sie nur eines davon und wird nicht satt. Was kann man da tun? Ich kann ihr auch nicht Unmengen an z. B. Wurst geben oder nur Honigmelone?
Danke und herzliche Grüße

von kisu1 am 11.02.2020, 10:25 Uhr

 

Antwort auf:

Wählerische Esserin

Hallo kisu1
orientiere dich am besten an den üblichen Empfehlungen, wie du sie gut in der Ernährungspyramide bildlich dargestellt findest.
Du als Mama/ihr als Eltern solltet eurer Tochter ein ausgewogenes und regelmäßiges und weitestgehend gesundes Speisenangebot machen - am besten regelmäßig und rhythmisch in das Tagesgeschehen eingebunden. Esst wenn möglich immer zusammen und lasst eure Tochter immer so viel (bzw so wenig) essen wie sie mag. Ihr müsst und solltet nicht ständig mit Essen hinterher rennen oder zu viel Rücksicht auf ihre Vorlieben nehmen. Diese Phase optimal zu meistern, das ist oft nicht leicht. Denn ihr Eltern seid aufgefordert hier für eine gute Balance zu sorgen. Einerseits soll eure Tochter satt werden können und andererseits solltet ihr nicht zu viel Rücksicht nehmen.Hilreich ist es, wenn es für deine Tochter bei jeder Mahlzeit auch einfache und bekannte Speisen gibt.
Kennst du die oben erwähnte Ernährungspyramide? Sieh sie dir einmal an.
Handle grob nach diesem Schema und biete und richte die Essangebote entprechend her. Bringe Routine in den Mahlzeitenablauf. Wenn deine Tochter bspw Honigmelone vom Teller isst, dazu ein bissen Wurst aber kein Brot - dann könntest du die Honigmelone bspw erst als Nachtisch servieren.
Mit welchen konkreten Infos könnte ich dir noch weiter helfen?
Finde auch unbedingt selbst heraus, was du tun kannst um diese Situation für dich zufriedenstellend zu verändern. Wo siehst du konkreten Handlungsbedarf. Bist du dir einfach unsicher, ob du deine Tochter in dieser Weise essen lassen kannst? Was könntest du tun, um sicherer im Umgang des Speisenangebotes zu werden.
Im Prinzip gilt bei gesunden Kindern das:
Gesunde Kinder verhungern nicht vor vollen Tellern.
Du als Mama machst das Angebot. Du hast hier die Möglichkeit das anzubieten, was du für richtig hältst. Als Mutter solltest du die Bedürfnisse deines Kindes kennen und kannst diese unauffällig so in euren familiären Essalltag einbauen, dass es für alle bei Tisch gut passt . Kompromisse bei der Speisenauswahl sind durch ein großes Angebot ganz wunderbar lösbar. Wenn es dir wichtig ist, dass deine Tochter nicht nur jeweils eine Speise isst, dann gewöhne sie an Vielfalt.
Beim Frühstück und Abendessen ist eine Routine sehr einfach. Brotstückchen neben Milch geben einen Rahmen vor. Dazu kann es Obst/Gemüse geben.
5 Mahlzeiten am Tag sind ideal. Davon 3 Hauptmahlzeiten (eine davon warm) und 2 Zwischenmahlzeiten helfen in der Regel gut, so dass deine Tochter über den Tag verteilt einen guten Nährstoffmix erhalten kann.
Grüße
Birgit Neumann

von Birgit Neumann am 12.02.2020

Mobile Ansicht

Impressum Team Jobs Mediadaten Nutzungsbedingungen Datenschutz Forenarchiv

© Copyright 1998-2020 by USMedia.   Alle Rechte vorbehalten.