Birgit Neumann

Birgit Neumann

Dipl. Ökotrophologin

Birgit Neumann studierte Ökotrophologie mit dem Schwerpunkt Ausbildung und Beratung und schloss ihr Studium mit dem Titel Diplom Ökotrophologin (Dipl.oec.troph.) ab. Seit dem Studium ist sie als Ernährungs­beraterin und Kursleiterin tätig. Mit regelmäßigen Fortbildungen hält sie ihr Wissen zur Baby- und Kinder­ernährung auf dem aktuellen Stand.

Birgit Neumann

Salzgehalt

Antwort von Birgit Neumann

Frage:

Hallo ich habe eine Frage zur Ernährung meines11 monatigen Sohn.Wir haben zu Beginn des 11 Monat angefangen zur Morgenmilch und zum Abendbrei entweder Dinkel oder Roggenbrötchen vom Bäcker zu geben so ca. 50 Gramm am Tag.Er kaut gerne und mag es sehr.Ist das insgesamt zu viel Salz am Tag weil in den Brötchen ja auch Salz drin ist oder ist das für das Alter OK?

Vielen Dank

von milli123 am 22.05.2020, 14:34 Uhr

 

Antwort auf:

Salzgehalt

Hallo milli123
es ist in Ordnung. Ab dem 10. Lm können Brot und Brötchen den Speiseplan ergänzen. Das hier enthaltene Salz ist ab diesem Alter quasi okay. Es gilt zwar weiterhin, dass die allgemeine Kost weiterhin eher salzfrei gestaltet werden solle, aber dennoch werden ab dem 10. Lm täglich etwa 50g Brot (25g morgens und 25g abends) empfohlen.
Brot animiert zum Kauen, was jetzt erwünscht ist. Es fordert die Kaumuskulatur. Probiere es ruhig auch öfter mit Brotstückchen, die dein Kind, dünn mit Butter/Margarine bestrichen, selbständig essen kann.
Das Gros der Speisen sollte weiterhin sparsam bzw nicht gesalzen sein. Es geht hier auch um die Gewöhnung. Denn die Präferenz für Salzgeschmack wird erst erworben.
Wenn du Zeit und Lust hast, wie wäre es, wenn du selbst ab und zu Brot/Brötchen bäckst?
Dinkelbrot:
500g Dinkelmehl (halb Type 630 und halb Dinkelvollkornmehl)
oder: 100g Vollkornmehl/400g hellem Mehl - ganz wie ihr das mögt.
1/2 Würfel frische Hefe (*)
ca 1 TL Salz (oder weniger)
1 Prise Zucker (oder Zuckerrübensirup) oder weglassen.
Wasser nach Bedarf (ca 300-350ml)

* viel Hefe - kurze Gehzeit / wenig Hefe - lange Gehzeit
alle Zutaten mischen, kneten, kneten, kneten! Ganz viel kneten, weil sich der Teig auf diese Weise einfach gut zusammenfügt.
Beim Kneten verbinden sich die Eiweiße zu einem festen Gerüst - man spricht auch "auskneten". Das ist alles ein bisschen kompliziert und eigentlich auch völlig eagl - knete deinen Brotteig einfach so lange, bis er nicht mehr klebt und gut zusammenhält. Das kann schon (sogar in guten Knetmaschinen) bis zu ca 10-20!! Min dauern.
Je länger der Teig geknetet wurde, desto besser ist die Krume, d.h. desto fester und brotartiger ist dein Ergebnis. Zu kurz geknetete Brot bröseln/fallen nämlich sonst leicht auseinander.
Der Teig sollte nicht kleben.
10 min ruhen lassen.

Auf ein Brett/glatte Oberfläche etwas Mehl streuen und den Teig darauf "rund- bzw länglich wirken".
Das bedeutet: du arbeitest dich quasi einmal die Aussenränder nach innen klappend einmal im Kreis um den Teig herum. Das gibt dem Teig Spannung, was sich auf das Backergebnis einfach besonders positiv auswirkt.
Du kannst das Brot in einer Kastenform backen und erhältst dadurch auf jeden Fall ein formstabiles Brot, das du hinterher in Scheiben schneiden kannst.
Das gefaltete, gewirkte Brot kommt nun in deine Kastenform (Backpapier/Backfolie wenn nötig) und darf hier noch einmal solange gehen, bis der Teig leicht über den Rand schaut. Den Teig dafür abdecken.
Je nach Wetter, Standort des Teiges, der Wärmeentwicklung während dem Kneten, deiner Hefe, deiner Mehlqualität, u.a. anderem geht der Teig mehr oder weniger schnell auf.
Den Ofen vorheizen (Zeitcheck!) und das Brot bei ca 220° ca 40 min (200° ca 45-50 min) backen.
Nach dem Backen das Brot aus dem Ofen holen und auf ein Backgitter legen. Die Oberfläche mit Wasser bepinseln. Das Wasser verdampft sofort und sorgt aber dafür dass das Brot feuchter bleibt, die Kruste nicht zu hart ist und einfach besser mundet.
So. Das ist das Grundrezept. Dieses Rezept kannst du beliebig abwandeln und mit Getreidesorten "spielen", experimentieren.Du kannst am Salzgehalt schrauben, du kannst Butter statt Öl verwenden. Du kannst weniger Hefe verwenden und die Gehzeiten dadurch verlängern.
Wenn das Brot gut ausgekühlt ist, kann es geschnitten werden. Je nach dem kannst du die Scheiben einfrieren. Bei Bedarf ist es ratz fatz aufgetaut - oder die einzelnen Scheiben direkt in den Toaster geben.siehe hier:
https://www.rund-ums-baby.de/experten/kochen-fuer-kinder/Rezept-fuer-Brot-fuer-9-Monate-altes-Baby_42153.htm
Viele Grüße
Birgit Neumann

P.S.
Hier findest du noch mehr Anregungen:
https://www.rund-ums-baby.de/experten/kochen-fuer-kinder/Brot-und-mehr_45935.htm

von Birgit Neumann am 24.05.2020

Stift selbst eine Frage stellen
geöffnet:   Montag bis Sonntag
Mobile Ansicht

Impressum Team Jobs Mediadaten Nutzungsbedingungen Datenschutz Forenarchiv

© Copyright 1998-2020 by USMedia.   Alle Rechte vorbehalten.