Birgit Neumann

Birgit Neumann

Dipl. Ökotrophologin

Birgit Neumann studierte Ökotrophologie mit dem Schwerpunkt Ausbildung und Beratung und schloss ihr Studium mit dem Titel Diplom Ökotrophologin (Dipl.oec.troph.) ab. Seit dem Studium ist sie als Ernährungs­beraterin und Kursleiterin tätig. Mit regelmäßigen Fortbildungen hält sie ihr Wissen zur Baby- und Kinder­ernährung auf dem aktuellen Stand.

Birgit Neumann

Öl in den Brei?

Antwort von Birgit Neumann

Frage:

Liebe Frau Neumann,
meine Tochter ist jetzt fast 20 Wochen alt und seit ein paar Tagen essen wir mittags Beikost. Ich biete ihr Brei, als auch weich gegarte Stücke, also Breifrei an.
Sie wird ansonsten noch ganz normal gestillt.
Ab wann ist es also nötig Öl in den Brei zu geben? Und worauf sollte man bei der Wahl achten? Welche Öle bieten sich besonders an?
Liebe Grüße, Gramuselchen

von Gramuselchen am 18.07.2021, 11:30 Uhr

 

Antwort auf:

Öl in den Brei?

Hallo Gramuselchen
du kannst dem Brei jetzt schon anteilig etwas Öl beimengen. Da du aber auch noch stillst und es erst einmal darum geht, dass sich dein Baby mit Brei, Löffel und Geschmack anfreundet, kannst du vorerst noch das Öl weg lassen. Wenn die Breimengen größer werden, dann wird die Dosierung vom Öl im Brei einfacher. Ab diesem Zeitpunkt ist die Ölzugabe sehr empfehlenswert.
Die Wahl der Ölsorte ist immer wieder ein großes Thema. In den allgemeinen Empfehlungen zur Beikost wird zu Rapsöl oder sog. Beikostöl geraten.
Als prinzipiell geeignete Öle gelten für die Beikost aber auch die folgenden Ölsorten: Sonnenblumenöl, Maiskeimöl, Weizenkeimöl, Leinöl, evtl auch Olivenöl sowie die einzelnen Ölsorten aus den verwendeten Ölmischungen von Beikostöl. Beikost-Ölmischungen sind Kombinationen aus verschiedenen Ölsorten, mit einem optimalen Mischverhältnis von Omega 3- und Omega 6- Fettsäuren.
Beikostöle sind i.d.R. kaltgepresste Öle - sie werden allerdings schonend und hygienisch einwandfrei (!) produziert, anschließend nachbehandelt, bspw mit Wasserdampf erwärmt, um die Haltbarkeit zu erhöhen.
Immer mehr Eltern geben ihren Babys kaltgepresste, hochwertige Öle in bester Bioqualität aus dem Sortiment der Biohersteller mit entsprechenden Prüfsiegeln.
Eher nicht geeignet ist Sojaöl.
Grüße
Birgit Neumann

Zusatz:
Bevor es spezielle Beikostöle gab, was noch gar nicht so lange her ist (etwa 10 Jahre) , hat man hochwertige, handelsübliche, raffinierte Speiseöle für die Beikost verwendet. Diese wurden und werden noch heute durchaus auch empfohlen.
In Bezug auf Qualität (verschiedene Öle und Marken) gibt es Unterschiede. Es gibt kaltgepresste Öle und raffinierte Speiseöle. Danach muss nochmals weiter unterschieden werden. Denn auch bei der Kaltpressung sowie auch bei der Raffination gibt es jeweils weiter unterscheidbare Verfahren, welche sich auf die Qualität des Öles auswirken können. Auch hier kann man folglich keine pauschalen Aussagen treffen. Weiters ist die Rohware zur Ölgewinnung natürlich wichtig.
Die Sache mit den Ölen ist darum leider tatsächlich ein mehr oder weniger komplexes Thema, weil sich die Herstellungsverfahren verschiedener Ölsorten eben unterscheiden, sodass Pauschalaussagen nur unzureichend gelten könnten.
Eine explizite Empfehlung für eine spezielle Ölsorte oder einen bestimmten Hersteller kann ich dir darum leider nicht geben.

von Birgit Neumann am 19.07.2021

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