Birgit Neumann

Birgit Neumann

Dipl. Ökotrophologin

Birgit Neumann studierte Ökotrophologie mit dem Schwerpunkt Ausbildung und Beratung und schloss ihr Studium mit dem Titel Diplom Ökotrophologin (Dipl.oec.troph.) ab. Seit dem Studium ist sie als Ernährungs­beraterin und Kursleiterin tätig. Mit regelmäßigen Fortbildungen hält sie ihr Wissen zur Baby- und Kinder­ernährung auf dem aktuellen Stand.

Birgit Neumann

fisch, fleisch

Antwort von Birgit Neumann

Frage:

Liebe Frau Neumann,

wieviel gr. Fisch und Fleisch sollten für 11. Monate altes Kind in der 'Woche sein?

Sie haben mir in einem Beitrag geschrieben, Fisch sollte Folie gegart sein. Bedeutet das, Fisch in Folie einwickeln und so in den Backofen rein schieben? Bei Kaufhof, wenn ich nach Lachs frage, heißt das mager oder normal fett, was sollte ich für die kleine nehmen?

Wie bio sind bio-Produkte? Kann ich mich auf das Etikett verlassen, wenn ich es bei Rewe oder Kaufhof kaufe oder besser in einem reinen Bio-Laden wie Alnatura einkaufen?

Vielen Dank

LG

von effi am 10.06.2009, 09:14 Uhr

 

Antwort auf:

fisch, fleisch

Hallo effi
der Vorteil des Garens in der Folie ist, dass der Fisch nicht so verwässert oder auseinanderbricht, wenn du ihn in der Pfanne in Wasser garst und wendest. Du kannst den fisch in Folie trotzdem in der Pfanne zubereiten. Im Wasserbad dann sozusagen. Du kannst ruhig den ganz gewöhnlichen Lachs kaufen.
Gib einmal die Woche eine Portion Fisch und schau wie viel dein Baby isst. Fleisch sollte etwa 5 mal die Woche ca 20-30g sein.

Hier kannst du dich dazu mal informieren, wenn ihr den 1. Geburtstag rum habt.
http://www.aid.de/downloads/kinderernaehrung_alter.pdf
Dieser Plan muss nicht starr eingehalten werden. Es sind Richtlinien, die auf die Woche hochgerechnet werden können. Und der Appetit des Kindes sollte auch stark berücksichtigt werden. Manche Kinder essen mehr, andere Kinder essen weniger. Empfohlene Verzehrsmengenangaben sind immer auch abhängig davon wieviel ein Kind sonst so isst. Die Relationen sollten jedoch ungefähr erhalten bleiben.


Die Biobranche hat in den letzten 10 Jahren einen regelrechten Boom erlebt. Auch in Discountern zählen Bioprodukte mittlerweile zum steten Sortiment. Damit man als Verbraucher Bioprodukte klar erkennen kann, wurde 2001 das Biosiegel eingeführt. Zuvor war es manchmal schwierig solche Produkte eindeutig zu identifizieren, weil Bioware jeweils unterschiedlich gekennzeichnet wurde. Einzelne Anbauverbände hatten eigene Logos und unterschiedliche Kriterien, die es einzuhalten galt, wenn Ware als Bioprodukt auf den Markt kommen sollte. Auch andere Bezeichnungen wie "Öko" oder "Natur" waren möglich. Andererseits war es schwierig diese echten Bioprodukte von Pseudoprodukten mit Aufdruck wie bspw "Naturprodukt", "aus kontrolliertem Anbau" zu unterscheiden.
Siehe bspw hier:
http://www.biosiegel.de/index.php


Die Nutzung des Bio-Siegels richtet sich nach den Kriterien der EG-Öko-Verordnung. In ihr ist unter anderem Folgendes festgeschrieben:

Verbote:
Verbot der Bestrahlung von Öko-Lebensmitteln
Verbot gentechnisch veränderter Organismen
Verzicht auf Pflanzenschutz mit chemisch-synthetischen Mitteln
Verzicht auf leicht lösliche, mineralische Dünger

Anforderungen:
Abwechslungsreiche, weite Fruchtfolgen
Flächengebundene, artgerechte Tierhaltung
Fütterung mit ökologisch produzierten Futtermitteln ohne Zusatz von Antibiotika und Leistungsförderern
http://www.bio-siegel.de/index.php?id=6

Im Naturkostladen/Reformhaus werden Produkte von Firmen angeboten, die teilweise strengere Richtlinien haben. Namentlich sind das z.B. Bioland oder Demeter, und weitere Anbauorganisationen. Bestimmte Firmen und Hersteller produzieren mit diesen Rohstoffen weiter. Da herrschen strengere Reglements.

Nicht nur die von aussen anhaftenden Schadstoffe, die durch Spritzmittel oder Autoabgase auf die Lebensmittel gelangen, sondern auch Düngemittel etc zählen zu den problematischen Substanzen.
Obst und Gemüse wäre ratsam. Auch Fleisch wäre gut. Ansonsten kaufst du eben das in Bioqualität, was du explizit fürs Baby nimmst.
Bedenke auch, dass man sein Baby nicht 100% vor Schadstoffen schützen kann. Bei Lebensmitteln hast du aber ein bisschen mehr Kontrolle. Bio-Lebensmittel sind heutzutage gar nicht mehr so teuer.
Manche LM sind mehr belastet als andere. Paprika und Erdbeeren (besonders aus Spanien) gerieten schon öfter in die negativen Schlagzeilen.

Biomilch ist von der Schadstoffmenge ungefähr gleich wie andere Milch auch. Aber es git weitere Qualitätskriterien.
iomilch unterscheidet sich in der Nährstoffzsammensetzung von konventionell erzeugter Kuhmilch:
Sie enthalte mehr Omega-3-Fettsäuren und Vitamin E, Beta Carotin und konjugierte Linolsäure (CLA).
Manche Firmen verzichten auf eine Homogenisierung oder mischen die h. mit einer nicht -h. Milch. Auch wird diskutiert ob die Homogenisierung von Kuhmilch eher Allergien gegen diese hervorruft. Lies dazu hier:
http://www.naturkost.de/schrotundkorn/2002/sk0202e5.htm

Grüsse
Birgit Neumann

von Birgit Neumann am 11.06.2009

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