Dr. med. Angela Freundorfer

auch Flourid

Antwort von Dr. med. Angela Freundorfer

Frage:

Ich bin ziemlich verunsichert, was die Gabe von Flouridtabletten angeht. Meine Tochter ist 3 Jahre alt und unser Kinderarzt rät entsprechend der mir bekannten neuesten Empfehlungen von der Gabe von Flouridtabletten ab und empfiehlt statt dessen die Benutzung von Jod/Floursalz. Da bei uns im Haushalt aber sehr, sehr wenig gesalzen wird, dürfte die Aufnahme von Flourid auf diesem Wege sehr gering sein. Die mir bekannten örtlichen Zahnärzte empfehlen aber noch alle Flouridtabletten! Ich verabreiche meiner Tochter seit kurzem 500er-Tabletten, vorher 250er. Unser Zahnarzt hält auch die Benutzung von flouridisierter Zahnpasta für empfehlenswert - leider hat ELMEX den Flouridanteil jetzt auch erhöht. Bekommt meine Tochter zu viel Flourid? Welche Empfehlung geben Sie? Gibt es überhaupt eine empfohlene Tagesdosis, denn zumindest bei der Zahnpasta ist der in den Körper gelangende Anteil ja auch stark von der Menge der benutzten Zahnpasta (ca. knapp 1/2 Erbsengröße, 2 mal am Tag) und von dem Anteil der verschluckten Pasta (na ja, ca. 30-50%) ab!
Vielen Dank
Anja

von Anja am 06.06.2000, 08:25 Uhr

 

Antwort auf:

auch Flourid

Liebe Eltern,
Bei der Tablettenfluoridierung, die von null bis drei Jahren mit 0,25 mg Fluorid dosiert wird, sollte weiterhin bis zum Kindergartenalter nur fluoridfreie Zahnpasta und ab drei jahren fluoridhaltige Zahnpasta mit 250 ppm verwendet werden. Bei Verzicht auf Tablettenfluoridierung können gemäß der neuen Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Zahn- Mund- und Kieferheilkunde vom 27. März 2000 mit Durchbruch der ersten Milchzähne die im Fluoridgehalt auf 500 ppm angehobenen Kinderzahnpasten Anwendung finden.

von 0 am 07.06.2000

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