Prof. Dr. med. Ulrich Wahn

Immunsystem von Babys und Kindern

Prof. Dr. med. Ulrich Wahn

   

 

Fuchsbandwurm

Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Wahn,
zunächst wünsche ich Ihnen ein gesundes neues Jahr.
Seit längerem beschäftigt mich das Thema Fuchsbandwurm. Wir wohnen in Stuttgart und laut der Stadt Stuttgart gibt es anscheinend geschätzt 5000 Füchse im Stadtgebiet. Es wird angenommen, dass die Infektionsrate mit 70%im Raum Ulm am höchsten ist und in Stuttgart etwas niedriger sein sollte. Dennoch stellen sich mir einige Fragen: Wir gehen fast das ganze Jahr über in den Wald und dort gibt es einen großen Sandkasten, der nicht abgedeckt wird. Ist es gefährlich, wenn meine Kinder (fast 1 und 2J.) oft darin spielen? Auch in der Kita ist der große Sandkasten nicht abgedeckt und es gibt dort auch Füchse und Katzen. Wird der Fuchsbandwurm nur durch Essen von Fuchskot übertragen oder kann auch eine Berührung und anschließendes Finger in den Mund nehmen zu einer Übertragung führen? Der Sand wird wahrscheinlich nicht regelmäßig nach 3 Jahren getauscht... Ist es sinnvoll, die Kinder regelmäßig über Blutprobe kontrollieren zu lassen und wenn ja wie oft? Sind Kinder weniger gefährdet, man hört sowas ja nur von Erwachsenen...? Was muss man generell beachten, um die Ansteckungsgefahr zu verringern (außer Händewaschen)? Kann man sich theoretisch anstecken, wenn man in Kot getreten ist, jedoch kein Kot am Schuh klebt und die Kinder dann die Schuhe anfassen? Der Fuchsbandwurm ist ja wohl resistent gegen Desinfektionsmittel etc., Kann man nach dem Händewaschen eine Infektionsgefahr ausschließen ? Was ist mit dem Sandspielzeug (Formen etc.)? Wir benutzen eh kaum Desinfektionsmittel, nur in Ausnahmefällen und nicht auf der Haut der Kinder.Herzlichen Dank für Ihre Antwort und freundliche Grüße

von Emily0418 am 07.01.2019, 08:49 Uhr

 

Antwort:

Fuchsbandwurm

In Ihrem Fall bin ich leider restlos überfordert, denn ich verstehe nicht mehr von Fuchsbandwürmern als jeder andere Arzt. Mein Bauchgefühl sagt mir, dass ein Übertragungsrisiko eher gering ist, dies aber wollen Sie nicht wissen.
Meine Erfahrung aus gelegentlichen beruflichen Berührungen mit Ihrer Frage ist, dass die beste und seriöseste Risikoabschätzung durch die örtlichen Gesundheitsämter (Amtsarzt, Amtstierarzt) erfolgt. Hier liegen aktuelle epidemiologische Daten aus Ihrer Region vor. Ich rate also, mich dort zu erkundigen. Gruß, Ulrich Wahn

von Prof. Dr. Ulrich Wahn am 07.01.2019

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