HiPP Ernährungsberatung

Annelie Last  (Diplom Ökotrophologin)

   

 

Wie viele Mahlzeiten und zu welchem Zeitpunkt am besten was?

Hallo, mein Sohn 8,5 Monate alt bekommt morgens mal, etwas Leberwurstbrot, Milchbrei oder einfach auch die Flasche. Zu Mittag bekommt er deftig +- 12 Uhr. Um 15 Uhr (nach dem Mittagsschlaf) bekommt er Getreide/Obstbrei. Um 17 Uhr +- den Abend Milchbrei oder etwas vom Tisch, wenn wir zu Abend essen und wenn er schlafen geht (gegen 19 Uhr) bekommt er noch einmal eine Flasche. Seit zwei Wochen habe ich abgestillt und jetzt bekommt er nachts statt zweimal stillen, die Flasche. Ist das zu viel? Wie gehe ich jetzt weiter zukünftig vor? Liebste Grüße

von Nic1987 am 08.12.2016, 19:17 Uhr

 

Antwort:

Wie viele Mahlzeiten und zu welchem Zeitpunkt am besten was?

Liebe „Nic1987“,

gerne helfe ich Ihnen.

Das nächtliche Milchtrinken ist sehr individuell zu sehen. Hier kommt es auch auf Ihren Eindruck und Ihr Bauchgefühl an.
Haben Sie den Eindruck, es ist echter Hunger, dann nur zu. Auch kann es immer mal Phasen geben wie beim Zahnen, gewissen Entwicklungsschritten, Wachstum, Infekten…, in denen die Kleinen nachts wieder nach Milch verlangen. Das ist auch völlig in Ordnung so.

Grundsätzlich ist so, dass wenn Ihre Kleine sich tagsüber bei den einzelnen Mahlzeiten ausreichend satt ist, sie nachts keine Nahrung mehr benötigt. Dann können Sie die Milch in der Nacht gerne weglassen und je nach Situation mal etwas Wasser anbieten, oder es lernen Ihre Kleine auch ohne Essen und Getränk wieder in den Schlaf zu bringen (streicheln, gutes zureden, Spieluhr….).

Parallel zum geregelteren, sättigenden Speiseplan würde ich die Fläschchen nachts langsam ausschleichen. Verdünnen Sie die Fläschchen, immer weniger Milchpulver zugeben bis in ein paar Tagen nur noch abgekochtes Wasser in der Flasche ist.
Und auch die Menge kleiner werden lassen. Ihr Kleiner wird so tagsüber mehr Appetit haben.
Auch sollte sich mit Ende des ersten Lebenshalbjahres die Milchmenge und somit auch die Eiweißaufnahme reduzieren.

Im zweiten Lebenshalbjahr reichen 400 bis 500 ml/g Milch und „Milchhaltiges“ (wie Milchbrei) aus. Derzeit erhält Ihr Kleiner zu viel Milch. Versuchen Sie dies Schritt für Schritt zu reduzieren.

In der Früh würde ich bei einer „puren Milch“ bleiben. Milch bleibt bis zum ersten Geburtstag das ideale Frühstück, sie liefert nach einer langen Nacht Energie und Flüssigkeit gleichermaßen.

Danach können Sie gerne ein paar Häppchen Brot oder Obst reichen.
Wann wacht Ihre Kleine denn morgens auf? Vielleicht ist es möglich zwischen Morgenmilch und Mittagsessen noch eine kleine Zwischenmahlzeit (Obst oder Obst und Getreide-Obst-Brei) einzuführen.

Schafft Ihr Kleiner jeweils zwischen 200 und 250g pro Breiportion?

Am Abend würde ich bei einer ordentlichen Portion sättigendem Milchbrei bleiben. Danach kann er gerne am Tisch mit naschen.
Zwischen Nachmittagsbrei und Abendessen liegen nur 2 Stunden. Wie wäre es mit einem Abendessen gegen 18:00 oder 18:30 als letzte Mahlzeit vor dem Schlafengehen. Dann fällt der Milchbrei sicher auch größer aus und die Flasche am Abend fällt irgendwann weg.

Ich wünsche Ihnen und Ihrem Söhnchen eine schöne Adventszeit,
Annelie Last

von Annelie Last am 09.12.2016

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