HiPP Ernährungsberatung

Annelie Last  (Diplom Ökotrophologin)

   

 

Wie viel muss mein Baby (6 Monate) Beikost essen?

Hallo liebe Expertinnen!

Meine Tochter ist fast 6 Monate alt und ich stille sie. Sie hat von Anfang an gut zugenommen und sieht propper aus. Seit ca. 4 Wochen gebe ich ihr Mittags Hipp reine Gemüsebreie. Sie hat schnell und problemlos die 125 Gramm gegessen und war immer begeistert. Dann haben wir vor 1,5 Wochen mit den 190 Gramm Gläschen mit Kartoffel angefangen, ebenfalls Möhre und Kürbis. Anfangs waren 190 Gramm fast immer weg. Nach dem Essen stille ich sie "als Getränk"

So und nun fangen die Probleme an.
Vor 3 Tagen habe ich ein Kürbis Kartoffel Gläschen gegeben, das wollte sie nur halb essen.
Vor 2 Tagen habe ich es zum ersten Mal Spinat Kartoffel gegeben. Da wollte sie nur ganz wenig, ca. 1/3 Gläschen essen, allerdings war sie ziemlich müde und das lag daran.
Also hab ich es dann gestern nochmal mit Spinat Kartoffel versucht. Sie hat es dann zu 2/3 gegessen, allerdings eher schlecht als recht, ich musste sie ablenken um überhaupt was rein zu bekommen und hab dann aufgegeben.
Abends habe ich angefangen die Hipp Reisflocken mit Pre Nahrung gemischt zu füttern. Totale Katastrophe! Sie wollte das gar nicht, war aber auch hier schon total müde. Also hab ich sie wie immer gestillt und habe es heute nochmal versucht.
Heute: Mittags das gleiche Problem, hier mit ihrem geliebten Kürbis (mag sie gern), sie hat mit ach und krach 2/3 vom Glas gegessen und ich musste es mehr oder weniger rein schieben. Mund ging auch gar nicht mehr so richtig von allein auf. Heute Abend hat sie 120 Gramm Reisflockenbrei gegessen. Die ersten 5 Löffel gingen gut, der Rest war ein Kampf! Fast 30 Minuten gefüttert... Sie wollte dann aber auch nicht mehr viel von der Brust trinken.

Ist sie denn einfach satt oder ist es ihr einfach zu anstrengend mit dem Löffel? Bevor ich mit den 190 Gramm Gläschen angefangen hab hat es so gut geklappt! Sollte ich versuchen mehr in sie rein zu bringen oder aufgeben wenn sie nicht mehr will? Wie viel sollte sie denn essen?
Gerade Abends finde ich es wichtig dass sie gut isst, sie schläft eh so schlecht und kommt nachts meist 2 mal (und weint oft zwischendrin).

Vielen lieben Dank vorab für einen Tip!

von Marina85 am 13.01.2015, 21:11 Uhr

 

Antwort:

Wie viel muss mein Baby (6 Monate) Beikost essen?

Liebe „Marina85“,

haben Sie noch ein wenig Geduld mit Ihrem kleinen Liebling.
Diese „Startholprigkeiten“ sind normal. Lassen Sie sich davon nicht entmutigen.

Vielleicht muss sich Ihr kleiner Schatz grundsätzlich erst mal mit dem Löffel anfreunden. Kann es denn sein, dass Ihr Kleiner durch die Konsistenz des Breies irritiert ist? Vielleicht hilft es, wenn Sie den Brei etwas mit Wasser dünnflüssiger machen. Oder Sie geben etwas Gemüsebrei über auf Ihren Finger und lassen ihn so den Geschmack erforschen.

Versuchen Sie die Menge löffelweise zu steigern, ohne Druck oder Zwang. Aus Erfahrung weiß ich, dass die Lernphase einige Zeit in Anspruch nehmen kann, aber Babys können so viel lernen.
Bieten Sie weiter geduldig den Mittagsbrei an. Sie sollten Ihre Kleine nicht zwingen, wenn sie nicht mehr essen möchte, machen Sie eine kleine Pause und probieren Sie es dann nochmal.

Achten Sie vor allem auf eine gute „Fütterzeit“. Ihr Mädchen sollte ausgeschlafen und fit sein und auch nicht arg hungrig und ungeduldig.

Ich empfehle Ihnen sich erstmal auf den Mittagsbrei zu konzentrieren. Lassen Sie den Abendbrei erstmal weg. Gerne können Sie es mittags auch schon mit Fleisch probieren. Vielleicht findet Ihre Kleine diese Gläschen interessanter. Gerne darf es auch schon „Gemüsereis mit Bio-Hühnchen“ oder „Spaghetti Bolognese“ sein. Vielleicht trifft das ihren Geschmack!

Schauen Sie auch mal ob es ihr eventuell nicht schnell genug geht bis der nächst Löffel kommt.
Versuchen Sie eine ruhige Esssituation zu schaffen ohne Ablenkungen.

Jeden Tag wieder mit Überzeugung und einer Selbstverständlichkeit das Menü anbieten. Ihre Tochter merkt es, wenn Sie selbst zögerlich sind. Gehen Sie frohgemut ans Werk!

Ein Richtwert ist die Portionsgröße des Gläschens (etwa 200g Brei), aber ein 2/3 Gläschen könnte auch ausreichend sein. Das wird sich in den nächsten Tagen einpendeln.

Den Milch-Getreide-Brei am Abend würde ich erst geben, wenn es mit dem Mittagsbrei besser klappt. Auch wenn ich verstehe, dass Sie sich ruhigere Nächte wünschen.

Der nächtliche Hunger hängt nicht immer ursächlich mit einer sättigenden Abendmahlzeit zusammen, auch wenn das immer so angenommen wird. Damit ein Baby einmal nachts „durchhält“ ohne zu essen, muss es generell reif dafür sein. Und es muss sich tagsüber bei den einzelnen Mahlzeiten gut satt essen und auch ausreichend Getränke zu sich nehmen. Das pendelt sich meist im Laufe des zweiten Halbjahres ein. Ihre Kleine ist noch sehr jung, haben Sie noch etwas Geduld mit ihr.

Ich wünsche Ihnen und Ihrem Töchterchen alles Gute,
Annelie Last

von Annelie Last am 14.01.2015

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