Hilfe... meine Tochter will nicht essen....

 Veronika Klinkenberg Frage an Veronika Klinkenberg Ernährungsberaterin

Frage: Hilfe... meine Tochter will nicht essen....

Nun versuch ich auch hier noch einmal mein Glück. Mein Tochter ist eine aufgeweckte, liebevolle kleine Persönlichkeit. "Eigentlich" ein echtes Anfängerkind. Nur ihr Essverhalten macht uns von Beginn an Sorgen. Mit 8 Monaten begann Sie jede Form von Milch zu verweigern.... schlussendlich haben wir dann auf Milch verzichet und versucht mit Milchprodukten die nötigen Nährstoffe zu zu führen. Dann bekam ich Sie einfach nicht von ihren geliebten Gläschen weg. Egal mit welchen Tricks (selber Kochen und umfüllen.....) ich es versuchte, bis zum 18. Lebensmonat aß sie nichts vom Tisch mit. Langsam begann Sie dann bestimmte Dinge mit zu essen. Insbesondere eben Milchprodukte wie Milchreis, Milchnudeln, Jogurt 1,5 %, Quark usw. Mit ca. 24 Monaten begann sie auch Geflügel in Form von kleinen Schnitzeln oder Geflügelfrikadellen zu essen. Auch Fischstäbchen oder Kartoffelbrei waren möglich. Nun ist die 2 1/2 Jahre alt und wir stehen wieder am Anfang..... plötzlich verweigert sie wieder das Essen. Es wird nur Milchreis, Milchnudel, Pfannkuchen gegessen.... Lege ich ihr auch nur ein Schnitzel auf den Teller fängt sie schon das Kreischen an ?!?! Ich habe alles versucht von "Mama bestimmt was ... und Marie bestimmt wie viel sie ißt" über "Du musst sitzen bleiben bis du aufgegessen hast" bis hin zu "Ignoriere das Theather einfach..." alle Ratschläge ausprobiert. Das Ergebnis ist aber immer das selbe.... der Teller ist voll und der Bauch ist leer. Süsswaren bekommt sie zur Zeit so gut wie keine, da sie so gut wie keine normale Nahrung ißt bekommt sie auch keine Süsswaren. Zu Zeiten in denen sie besser gegessen hat, bekam sie am Nachmittag zur Belohung schon mal eine Handvoll Gummibärchen oder Smarties. Essen wird immer gemeinsam mit alle Familienmitgliedern, zur etwa selben Zeit, immer auf den selben Sitzplätzen am Esstisch eingenommen. Der kleine Bruder (nun 10 Monate alt) ißt völlig problemlos bereits große Teile der Familienkost mit. Vielleicht bin ich bereits völlig vernagelt und seh den wald vor lauter Bäumen nicht, aber haben sie eine Idee, einen Tipp oder eine Erfahrung die unser Essen wieder entspannter macht??? Ich bin für jeden Tipp danbar!

von Dina180280 am 07.09.2011, 14:43



Antwort auf: Hilfe... meine Tochter will nicht essen....

Liebe Dina, da haben Sie keine leichte Aufgabe. Bei Ihrem Töchterchen scheint es sich tatsächlich um ein sehr aufgewecktes und vor allem temperamentvolles Mädchen zu handeln. Mit zunehmendem Alter machen Kinder einen großen Schritt in der Persönlichkeitsentwicklung. Sie wollen ihre Kräfte mit den Eltern messen und Grenzen ausloten. Sehr schnell entwickeln sie ein Gespür für die „Schwachstellen“ der Eltern. Die Mahlzeiten eignen sich besonders gut für kleine Kämpfe, denn hier haben Eltern ihre besondere Schwachstelle. Aus Ihren Schilderungen entnehme ich, dass Sie wirklich alles unternehmen, um Ihrer Kleinen gesundes Essen schmackhaft zu machen. Versuchen Sie das zumindest für einige Zeit vollkommen abzustellen. Beobachtungen zeigten, je mehr Eltern sich anstrengten und auf Extrawünsche eingingen, um ihren Sprössling zum Essen zu bewegen, desto schlimmer wurde es. Alle Methoden wie Druck, „Nachtisch-Trick“ oder Ablenken funktionieren nicht um Kinder langfristig zu einem gesunden Essverhalten zu bewegen. Bieten Sie weiter gesundes Essen in ruhiger Atmosphäre an. Bei jeder Mahlzeit sollte eine Speise dabei sein, die Ihre Kleine kennt. Essen Sie ruhig und mit vollem Genuss vor Ihren Kindern. Ihr Töchterchen darf aus dem Angebot wählen. Will Sie nichts essen, sagen Sie nur ruhig „es ist etwas dabei, was Du essen kannst“. Sind es nur Spatzenportionen gibt es bis zur nächsten Mahlzeit nichts. Ignorieren Sie das Essverhalten Ihres Kindes, verlieren Sie kein Wort darüber, konzentrieren Sie Ihre Aufmerksamkeit nicht mehr ausschließlich auf die Kleine, schauen Sie nicht permanent zu ihr und ihrem Teller, wenden Sie sich den restlichen Familienmitgliedern zu. Es ist ein Stück Arbeit und kostet Energien, aber erst wenn die Kleine nicht mehr ausschließlich im Mittelpunkt steht und sich nicht mehr alles um sie dreht, wird sich etwas ändern. Manchmal macht es Sinn sich Unterstützung von Personen zu holen, die speziell dafür ausgebildet sind. Sicher kann Ihnen Ihr Kinderarzt oder eine Kinderklinik Adressen nennen. Viele Grüße Veronika Klinkenberg

von Veronika Klinkenberg am 08.09.2011



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