Gibt es eine Tabelle für den Beikoststart?

 Doris Plath Frage an Doris Plath Ernährungsberaterin

Frage: Gibt es eine Tabelle für den Beikoststart?

Liebes Expertenteam, Mein Sohn ist 4,5 Monate. Ich möchte in 2-3 Wochen mit Beikost starten. Wie empfohlen zunächst mit Karottenbrei (von Hipp). Aber leider habe ich den Überblick verloren. Gibt es vielleicht eine Tabelle, die auflistet was ein Säugling in welchem Lebensmonat braucht? Zum Beispiel; 5. LM: Kartoffel Fleisch brei,restliche Mahlzeiten stillen oder pre Nahrung 6. LM: Zwei Breimahlzeiten, Rest.. 7. LM..usw.. Ich brauche also grundlegende Informationen über die Ernährung. Und wie oft soll oder kann man eine Mahlzeit mit anderem Gemüse/Fleisch/ Getreide- Brei austauschen? Ich möchte sicher gehen, dass mein Sohn alle wichtigen Vitamine bekommt.. Ich bedanke vielmals für Ihre Hilfe. Schöne Feiertage Gruß Sükran

von sükran am 15.12.2015, 20:30



Antwort auf: Gibt es eine Tabelle für den Beikoststart?

Liebe Sükran, wenn es bald losgeht mit dem Löffeln, können Sie sich jederzeit an unserem HiPP Ernährungsplan für das erste Jahr ( http://www.hipp.de/beikost/ratgeber/ernaehrungsplan/ ) orientieren. Dieser Plan ist aber eben letztlich wie alle Pläne nur eine Orientierungshilfe. Versuchen Sie die Beikost nicht einfach nur nach „Schema F“ durchzuführen. Schauen Sie viel mehr auf die Signale Ihres kleinen Jungen. Appetit und Konzentration sind oft tagesformabhängig. Machen Sie sich auch nicht zu viele Gedanken über einzelne Vitamine. Unterm Strich sind Kleinen mit der Milch in Kombination mit Beikost bestens versorgt. Hier mal eine Anregung, wie es sein könnte: Es ist auf jeden Fall richtig, erst mal mit wenigen Löffelchen Karotte zu starten und zu schauen, wie Ihr Kleiner alles verträgt und mitmacht. Dabei gibt es Kinder die müssen über Wochen mit wenigen Löffelchen an die Beikost herangeführt werden. Und andere sind gleich hin und weg und verdrücken ein ganzes, meist 125-g-Gläschen. Gehen Sie da ganz nach den Signalen Ihres Jungen vor und natürlich so wie er es verträgt. Bauen Sie im Tempo Ihres kleinen Sohnes nach und nach das Gemüse weiter aus (z.B. Karotten mit Kartoffeln…). Und klappt es mal mit dem gemischten Gemüse gut, dann können Sie das Fleisch mit dazu nehmen. Sie können sich bei allem auch etwas Zeit lassen und zunächst zwischen verschiedenen Gemüsen (HiPP Weiße Karotte, Früh-Karotte, Pastinake, Kürbis) hin und her gehen. Ganz nach Vorlieben und je nachdem wie Ihr Lieblings das Löffeln mitmacht. So lernt Ihr Junge bereits früh verschiedene Geschmacksrichtungen kennen und akzeptieren. Das ist gut für sein späteres Essverhalten. So lange es am Mittag nur ein Gemüsegläschen gibt - auch wenn es ein ganzes großes Gläschen mit 190 g sein sollte - oder so lange ein Baby nicht in etwa eine Portion Menü (wie Gemüse-Fleisch-Brei) schafft, kann es im Anschluss noch Milch zum satt trinken geben. Erfahrungsgemäß wird die Milch automatisch weniger wenn die Beikost reichhaltiger wird. Wenn Ihr Kleiner in etwa eine Portion Menü (etwa 190 g) schafft, ist die Milch ersetzt und Ihr Junge braucht keinen Milchnachschlag mehr. Reichen Sie dann gerne anstelle der Milch noch etwas Früchte als Nachtisch. Das rundet die Mittagsmahlzeit an und ist einer schöner Abschluss. Hat sich Ihr Junge gut an das Mittagessen gewöhnt, dürfen Sie ebenfalls am Abend zum Löffeln übergehen. Meist wird etwa Monat für Monat eine Milcheinheit durch festen Brei ersetzt. Aber letztlich gibt Ihr Sohn das Tempo vor. Mein lieber Tipp: sehen Sie die Beikosteinführung nicht als strenge Wissenschaft. Den Beikostaufbau dürfen Sie ruhig mit Freude und Entspannung angehen. Viel Löffelvergnügen wünscht Ihnen und Ihrem Kleinen, Doris Plath

von Doris Plath am 16.12.2015



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