Vergleich von 2 verschiedenen Geburten!

Dr. med. Stefan Kniesburges Frage an Dr. med. Stefan Kniesburges Chefarzt und Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Mich beschäftigt schon seit einiger Zeit eine, für mich relativ, wichtige Frage. Ich bin Mutter zweier gesunder Söhne. Beim ersten Kind, hatte ich in der 41. Woche eine Einleitung. Leider mußte ich mir eine PDA geben lassen, der Blasensprung war 6 Stunden vor der Geburt. Mir wurde es leider untersagt dass ich etwas spazierengehe, warum das weiß ich leider nicht. Beim zweiten Sohn, hatte ich 9 Tage nach dem Termin den Blasensprung, und auch hier hat man es mir verboten mich etwas zu bewegen. Ich mußte ständig liegen, dass für mich in den Wehen äußerst unangenehm war. Die Frau meines Cousins hat nun auch ein Baby, unter den selben Umständen wie ich --> Blasensprung ca. 14 Stunden vor der Geburt, aber ich riet man spazieren zu gehen, und sich viel zu bewegen. Warum erlaubt man es einer Frau und der anderen nicht? Vielleich muß ich noch dazu sagen, das mein Kind ebenfalls tief im Becken war, genauso wie der Junge meines Cousins. Kann es daran lieben, dass ich doch stark korpulent bin, und die andere sehr dünn? Ach ja, wir beide haben in der Frauenklinik Linz (Oberösterreich) entbunden. Beim meinem ersten Kind war es eine Risikoschwangerschaft, aufgrund extremer Blutdruckerhöhung, aber meine zweite Schwangerschaft war wirklich Bilderbuchmäßig Vielleicht können sie mir sagen warum dieser krasse Unterschied gemacht wird, denn wir wollen wirklich gerne ein drittes Baby, aber nicht mehr unter diesen Voraussetzungen, denn dieses ständige Liegen war wirklich nicht sehr schön. Vielen Dank Schindelar Simone

Benutzer nicht mehr aktiv - 07.06.2002, 20:31



Antwort auf:

Re: Vergleich von 2 verschiedenen Geburten!

Hallo, falls die PDA schon angelegt war, kann das der Grund dafür gewesen sein, dass Sie nicht laufen durften. Je nach verwendetem Medikament wird auch die Beinmuskulatur beeinträchtgt und man könnte hinfallen. Ein weiterer Grund nicht aufzustehen wäre es, wenn aufgrund des Blasensprúnges ein Nabelschnurvorfall zu befürchten war(z.B. bei hochstehendem Kopf oder Frühgeburt oder Beckenendlage). Auch eine Dauerüberwachung per CTG kann ein Grund gewesen sein. Sollten die genannten Gründe in Ihrem Falle nicht zutreffen, dann weiß ich leider auch nicht, warum Sie liegen mussten. Dr. S. Kniesburges, St. Anna Hospital

von Dr. med. Stefan Kniesburges am 08.06.2002