Bauch „ausgedrückt“ nach KS?

 Silke Westerhausen Frage an Silke Westerhausen Hebamme der Frauenklinik St. Anna in Herne

Frage: Bauch „ausgedrückt“ nach KS?

Liebe Frau Westerhausen, vielleicht können Sie mir helfen... Vor einem Jahr habe ich nach Geburtsstillstand (mit Fieber, Erbrechen, Nasenbluten) per Sectio unseren wundervollen, gesunden Jungen zur Welt gebracht.  Ich war mit der Betreuung im KH super super glücklich, trotzdem möchte ich jetzt mit Abstand die "Geburt" verstehen. Denn mittlerweile erinnere ich mich an immer mehr Details die ich nun verstehen möchte, damit ich damit abschließen kann: Als es zum Geburtsstillstand kam, wurde ich noch einmal vaginal untersucht und die Ärztin hat zu ihren Kollegen irgendetwas mit "hämatös" gesagt. NACH der Sectio kam ich auf eine Überwachungsstation und dort wurde mein Bauch nach einiger Zeit "ausgedrückt" und ich wurde vaginal mit einem Tupfer "ausgeräumt". Das war sehr schmerzhaft und es kam viel Blut raus, so dass das ganze Bett voll war. Trotz allem war die Betreuung sehr liebevoll und ich habe mich gut aufgehoben gefühlt.... aber in den letzten Tagen erinnere ich mich an immer mehr Details und ärgere mich jetzt, dass ich dortmals nicht weiter nachgefragt hatte. Können Sie mir vielleicht sagen, was das gewesen sein könnte? Kann es zu Blutergüssen kommen, wenn das Baby gegen den geschlossenen Muttermund "stößt"?  Und hängt damit das Vorgehen auf der Überwachungsstation zusammen?   Es wäre toll, wenn Sie mir helfen können und Antworten für mich hätten. Liebe Grüße Simone 

von Pucki83 am 27.11.2021, 22:00



Antwort auf:

Bauch „ausgedrückt“ nach KS?

Hallo,   In Ihrer Gebärmutter sammelte sich etwas Blut,so dass die Hebamme dieses Blut herausdrückte und kontrollierte,ob sich die Gebärmutter gut kontrahierte.   Nein,das Baby kann keine Blutergüsse provozieren.   Liebe Grüße Silke Westerhausen

von Silke Westerhausen am 29.11.2021


Antwort auf:

Bauch „ausgedrückt“ nach KS?

Die Ärztin sagte wahrscheinlich "ödematös" und bezeichnete damit den geschwollenen Muttermund, der sich nur unzureichend öffnete. Auf der Überwachungsstation wurde möglicherweise festgestellt, daß die Gebärmutter nicht gut kontrahiert (zusammengezogen) war: hier hilft es tatsächlich, mit der Hand eine Nachwehe "anzureiben" und die Gebärmutter sozusagen "auszudrücken". Das war nach dem Kaiserschnitt sicher mehr als unangenehm, aber notwendig. Blutergüsse am Muttermund durch "dagegenstoßen" (wie sollte das passieren? Zum stoßen braucht es Anlauf...) des Babys sind nicht möglich. Aber wie du schon festgestellt hast: es ist sicher hilfreich, Unklarheiten zeitnah mit den Beteiligten zusammen zu besprechen und ggf. aus dem Weg zu räumen. Gerade bei einem möglicherweise ungeplanten Eingriff wie einem Kaiserschnitt ist die "Nachbereitung" ein wichtiger Schritt zur Aufarbeitung des Geschehens. Vielleicht läßt du dir den Geburts- und OP-Bericht kommen und gehst alles mit einer Fachperson deines Vertrauens durch.  Alles Gute! 

von Andrea6 am 28.11.2021, 08:28


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