Prof. Dr. med. Gerhard Jorch

Verstopfung

Antwort von Prof. Dr. med. Gerhard Jorch

Frage:

Meine achte Wochen alte Tochter Marieke (6 Wochen zu früh geboren) wurde bis vor kurzem voll gestillt. Nach vielen Stillpproblemen verweigerte sie die Brust und ließ sich durch nichtes dazu bewegen, sie wieder anzunehmen. Sie bekommt jetzt abgepumpte Muttermilch und, da diese leider nicht annähernd ausreicht, Aletemil Pre. Bei 6 Mahlzeiten pro Tag trinkt sie jeweils 50-70ml Muttermilch und anschließend noch 80-140ml Prenahrung. Nun meine Frage: Die Windel ist jedesmal nass und gnz schwer, jedoch hatte die Kleine seit über 24h keinen Stuhlgang mehr. Seit heute morgen haber ich das Gefühl, sie quält sich ganz fürchterlich. Sie drückt ständig, hat einen knallroten Kopf, weint und will nicht trinken. Kann das Verstopfung sein? Was kann ich tun, um Marieke zu helfen? Wie gr0ß dürfen bei dieser Form der Ernährung die Abstände zwischen zwei Stühlen sein? Und trinkt sie genug?
LG, Susanne

von sumse am 08.08.2001, 09:26 Uhr

 

Antwort auf:

Verstopfung

Zur Nahrungsmenge: Die Tagesmenge sollte um 1/6 des Körpergewichtes liegen (1 ml = 1 g).
Trinkt sie genug: Wenn die Windeln regelmäßig naß sind, ist dies eines der besten Zeichen für eine genügende Trinkmenge. "Die Niere mißt genauer als jede Waage."
Stuhlabstände: Bei Muttermilch sagt man, daß alles normal von 2 mal pro Woche bis 6 mal pro Tag ist. Bei industrieller Nahrung sollte täglich ein Stuhl kommen.
Helfen: Bauchmassage, Entspannungsbad. Schmerzhaftes Drücken ab und zu ist als normal zu werten. Weitere Maßnahmen (Medikamente, Nahrungszusätze nach ärztlicher Anweisung) nur, wenn der Zustand mehrere Stunden anhält bzw. sich über eine Woche täglich wiederholt.

von Prof. Dr. med. Gerhard Jorch am 09.08.2001

Antwort auf:

Verstopfung

liebe sumse,
mein kleiner florian 3 1/2 monate (ebenso 6 wochen zu früh ) hat genau die gleichen probleme( stillen, zufüttern, menge, alles dito). du sprichst mir aus der seele. ich würde ihm diese drückerei auch gerne ersparen. habe leider aber noch keine lösung finden können. was mir die ärzte erzählen ist immer das gleiche und geholfen ist flori nicht. bei zufütterung darf die zeit zwischen den stühlen nicht länger als 4 tage sein. bei vollgestillten babys 10 tage. soweit schon mal ein teil deiner frage beantwortet. heute habe ich eine weitere erklärung vom arzt bekommen. die muskulatur des babys kann noch nicht so gesteuert werden, wie beim erwachsenen. also drückts dann schon irgendwann alles raus (diese antwort empfonde ich persönlich als unzureichend und eine beleidigung) . bei flori kommt noch dazu, dass er die rotavieren hatte bzw. immer noch hat. dies zieht sich nun schon seit 2 monaten hin.
wer hat sonst noch erfahrungen dieser richtung? hilfe.

von livinghouse am 08.08.2001

Antwort auf:

Verstopfung

Hallo,
die Verstopfung ist mit ziemlicher Sicherheit auch auf die Nahrungsuumstellung zurückzuführen. Bei uns hat sich das nach kurzer Zeit gegeben ist dann aber immer mal wieder - z.B. beim Zahnen - aufgetreten. Viel machen kann man da in der Tat nicht. Milchzucker noch zusätzlich ins Fläschchen geben, hat bei uns zu massiven Blähungen geführt. Wäre aber den Versuch wert, denn jedes Kind reagiert ja anders. Auf jeden Fall abraten würde ich von der Methode, mit dem Fieberthermometer im After zu manipulieren um so den Stuhlgang herbeizuführen. Das kann als Konsequenz zur Folge haben, dass der Schließmuskel ausleiert. Massieren am Steißbein war bei uns in solchen Phasen auch erfolgreich. Und natürlich viel Flüssigkeit zuführen. Also auch mal Tee geben.
Vielleicht helfen die Tipps ja ein bißchen weiter.
Gruss Gudrun

von Gudrun am 08.08.2001

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Verstopfung

hallo herr prof. jorch,

wie verhält es sich denn mit der häufigkeit des stuhls wenn halb gestillt und halb industrienahrung gegeben wird? florian macht alle 2-3 tage ein mal in die windel. nass sind die windeln regelmässig häufig.

von livinghouse am 11.08.2001

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