Fachärztin Louise-Caroline Büttner

Uterus-Ruptur II

Antwort von Fachärztin Louise-Caroline Büttner

Erst jetzt kann ich der Bitte von Prof. Jorch nachkommen und Ihre Frage beantworten. Aber vielleicht finden Sie die Antwort auch selbst, wenn Sie sich folgendes vorstellen: Zweifellos ist ein rechtzeitiger Kaiserschnitt (Sectio) nach vorangegangener Uterusruptur sicherer, als der Versuch einer
Spontangeburt. Man muß nun einen (Operations-)Termin finden, der unbedingt vor dem erneuten Auftreten einer Ruptur liegt, aber möglichst spät (bezogen auf das Schwangerschaftsalter) durchgeführt wird, damit das Kind
möglichst reif ist. Wartet der Arzt (und die Schwangere) zu lange, riskiert er eine neue Ruptur (z. B. bei einer Überdehnung der Gebärmutter oder bei Wehenbelastung), entschließt er sich zu zeitig zur Sectio, sind die Startchancen für das Frühgeborene schlechter. Den Mittelweg zu finden ist sehr schwietig. Manchmal kann man unter stationärer Beobachtung den Op.-Termin noch ein paar Tage hinaus zögern. Aber die 34. Woche ist schon ein beruhigendes Schwangerschaftsalter. Ich drücke allen Beteiligten die Daumen!

von Prof. Nieder, Uni-Frauenklinik Magde am 06.11.2002, 12:49 Uhr

 
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