Prof. Dr. med. Gerhard Jorch

Tut es.

Antwort von Prof. Dr. med. Gerhard Jorch

Man kann die Frage juristisch, ethisch und religiös beantworten.

Juristisch: Der Verzicht auf lebenserhaltene Therapie ist dann strafbare unterlassene Hilfeleistung, wenn grundsätzlich Chancen bestanden.

Ethisch: Man sollte sein Handeln so ausrichten, dass man das Beste aus Sicht des Hauptbetroffenen (in diesem Falle das Frühgeborene)tut. Es stellt sich hier nur die Frage, wer "das Beste" beurteilen soll. Meine Meinung: Die Eltern, sofern Sie nicht nachweislich nur ihr vom Interesse des Kindes verschiedenes Interesse sehen und nachdem sie durch ärztliche Beratung in die Lage versetzt wurden, die Umstände angemessen zu beurteilen.

Religiös: Nach dem vermutlichen Willen Gottes.

Meines Erachtens besteht die Gefahr von falschen Entscheidungen, wenn Eigeninteressen der Entscheider eine Rolle spielen, wenn durch eine zu große Zahl von Entscheidern deren subjektive Verantwortung gemindert wird und - hauptsächlich - wenn von falschen Fakten ausgegangen wird.

Ich hoffe, diese kurzen Sätze helfen Dir im Unterricht!

von Prof. Dr. med. Gerhard Jorch am 08.09.2003

 
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