Prof. Dr. med. Gerhard Jorch

synagisimpfung

Antwort von Prof. Dr. med. Gerhard Jorch

Frage:

Sehr geehrter Herr Dr. Jorch,

mein Sohn Leon und meine Tochter Alexia kamen in der 25. SSW. zur Welt. Dies war Mitte Mai diesen Jahres. Nun hätte Leon eine Synagis-Impfung erhalten sollen, allerdings hat sein Kinderarzt das kurzfristig abgelehnt, da wohl in der Schweiz Todesfälle im Zusammenhang mit der Synagis-Impfung vorkamen. Da Leon aber langzeitbeatmet war und seine Lunge nicht die beste ist, weiß ich nun nicht was ich tun soll. Der Kinderarzt hat mir mitgeteilt, dass ich es in einer Kinderklinik mit der Impfung versuchen könnte. Aber begeistert war er davon auch nicht, da die Problematik dadurch nicht gelöst ist. Was empfehlen Sie mir?

von anita wolpert am 17.12.2003, 20:43 Uhr

 

Antwort auf:

synagisimpfung

Schwere Nebenwirkungen der Synagisgabe wurden bisher nicht sicher beobachtet. Anderseits ist durch keine Studie belegt, dass Todesfälle, erneute Beatmung und erneute Aufnahme auf eine Intensivstation durch Synagis verhütet wurden. In der Zulassungsstudie wurde allerdings belegt, dass das Risiko, mit einer RSV-Infektion erneut in die Klinik aufgenommen zu werden, sinkt - allerdings sonderbarerweise nicht vorzugasweise bei den sehr unreifen Frühchen. Rein rechnerisch ist der Effekt so, dass man 18 Frühgeborene 5 mal impfen muß, um eine einzige stationäre Aufnahme zu verhindern. Da Synagis überdies sehr teuer ist (ein Zyklus ca. 5000 Euro), kommen die meisten Experten nicht auf ein positives Kosten-Nutzen-Verhältnis.
In Ihrem speziellen Falle kommt die Synagisgabe noch am ehesten in Frage.
Bei meinem eigenen Kind würde ich wahrscheinlich darauf verzichten und mich darauf konzentrieren, Kontakt zu Menschen mit Infekt der oberen Luftwege im ersten Winter zu vermeiden und selber bei einem Infekt einen Mundschutz zu tragen und mir die Hände vor Kontakt mit meinem Kind zu waschen.

von Prof. Dr. med. Gerhard Jorch am 18.12.2003

Antwort auf:

synagisimpfung

Hallo,

mein Sohn hat die Synagis Impfung bekommen. Meine KÄ hatte mir das sehr empfohlen, da Tim - wenn auch - kurz beatmet wurde (SSW 28 +3).
Es gibt pro und contra zur Synagis-Impfung (sehr teuer !). Sie kostet so pro Injektion an die 1000 Euro.
Meinem Sohn hat sie nicht geschadet. Die KÄ begründete diese Impfung damit, dass der Virus, der in dieser Jahreszeit zu Hauf kursiert, den Kleinen ganz schön zusetzen kann. D. h. etweder kann dies zum Tod führen oder wieder zur Beatmung auf der Kinderintesiv. Durch diese Impfung aber, werden diese Kinder geschützt.

Ich hatte auch Angst vor dieser Impfung in Bezug auf die Nebenwirkungen aber Tim hatte keine Anzeichen gezeigt. Auch habe ich viele Erfahrungsberichte von anderen Müttern, wo diese Impfung keine Nebenwirkungen bei den Kindern gezeigt hatte.

Die KÄ hatte ein Beispiel genannt aus Ihrer Praxis (sie hat selber 2 Frühchen), dass sie einmal ein Kind mit Synagis geimpft hatte (es werden so alle 28 Tage in den Wintermonaten indiziert) und dieses Kind sich mit dem gefährlichen Grippevirus angesteckt hatte. Dieses Kind kam zwar auch in die Klinik aber es musste dank dieser Impfung nicht lange beatmet werden.

Also ich hoffe ich konnte Dir mit meinen Erfahrungen weiterhelfen.

Alles gute
Michaela

von Mamamia am 18.12.2003

Antwort auf:

synagisimpfung

Hallo,

mein Sohn hat die Synagis Impfung bekommen. Meine KÄ hatte mir das sehr empfohlen, da Tim - wenn auch - kurz beatmet wurde (SSW 28 +3).
Es gibt pro und contra zur Synagis-Impfung (sehr teuer !). Sie kostet so pro Injektion an die 1000 Euro.
Meinem Sohn hat sie nicht geschadet. Die KÄ begründete diese Impfung damit, dass der Virus, der in dieser Jahreszeit zu Hauf kursiert, den Kleinen ganz schön zusetzen kann. D. h. etweder kann dies zum Tod führen oder wieder zur Beatmung auf der Kinderintesiv. Durch diese Impfung aber, werden diese Kinder geschützt.

Ich hatte auch Angst vor dieser Impfung in Bezug auf die Nebenwirkungen aber Tim hatte keine Anzeichen gezeigt. Auch habe ich viele Erfahrungsberichte von anderen Müttern, wo diese Impfung keine Nebenwirkungen bei den Kindern gezeigt hatte.

Die KÄ hatte ein Beispiel genannt aus Ihrer Praxis (sie hat selber 2 Frühchen), dass sie einmal ein Kind mit Synagis geimpft hatte (es werden so alle 28 Tage in den Wintermonaten indiziert) und dieses Kind sich mit dem gefährlichen Grippevirus angesteckt hatte. Dieses Kind kam zwar auch in die Klinik aber es musste dank dieser Impfung nicht lange beatmet werden.

Also ich hoffe ich konnte Dir mit meinen Erfahrungen weiterhelfen.

Alles gute
Michaela

von Mamamia am 18.12.2003

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synagisimpfung

Hallo,
Unsere Laura wurde 2 Jahre lang mit Synagis gegen die RS Viren geimpft. Sie bekam sie trotzdem (insgesamt glaub schon 5 mal).
Eigentlich soll die RS Impfung eine Erkrankung verhindern. Wenn ein Kind sich trtoz Impfung infiziert, ist der Impferfolg gleich null.
Und ob es ohne Impfung schlimmer geworden wäre? Denn wenn trotz vorangegangener Impfserie eine Infektion erfolgt, und das Kind sogar beatmet werden muß, sehe ich keinen Nutzen/Erfolg in dieser Impfung. Laura erkrankte ja auch trotz Impfungen und wäre uns beim ersten mal fast daran gestorben. Ich würde meine Tochter niemals wieder mit Synagis impfen lassen. Viel wichtiger ist es, ganz konsequent nicht mit kranken Personen zusammen zu sein, größere Menschanansammlungen zu vermeiden.
Also das Kind vor Viren bewahren indem man selber aktiv schützt, eben aufpasst, ich denke das hilft viel besser.

Viele Grüße
Kerstin J.

P.S.: Einfach mal RSV oder Synagis in die Suchleiste eingeben, es gibt massig Eitragungen zu diesem Thema

von Kerstin J. am 18.12.2003

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