Prof. Dr. med. Gerhard Jorch

Streptokokken

Antwort von Prof. Dr. med. Gerhard Jorch

Frage:

Hallo Hr. Prof Jorch,
meine Frau liegt in der 27.Woche mit Blasensprung im KH. Wahrscheinlicher Auslöser :ß-hämolysierende Streptokokken. Es ist Lungenreife durchgeführt worden und sie bekam Antibiotika. Seit einer Woche ist nur sehr wenig Fruchtwasser abgegangen aber die Ärzte sagen sie hätte wenig Fruchtwasserund es könnten sich körperliche Anormalitäten aufgrund des Fruchtwassermangels ausbilden.
Meine Fragen:
Welche Gefahr könnten dies Stretokokken auf das Baby ausüben ?
Welcher Art können körperliche Anormalitäten bei Fruchtwassermangel sein?
Gibt es eine Möglichkeit einen Ersatzstoffes des Fruchtwassers der zugeführt werden kann?
Danke für Ihre Information im Voraus.
andy

von andy am 27.08.2001, 15:09 Uhr

 

Antwort auf:

Streptokokken

Streptokokken können auch im Mutterleib zu einer Sepsis (schwere Infektion) beim Kind führen. Bei Anzeichen dafür wird der Gynäkologe die Geburt einleiten bzw. eine Sektio durchführen.

Wochenlanger Fruchtwassermangel hemmt die Lungenentwicklung und kann zu Gelenkfehlstellungen führen. So lange wird man aber in Ihrem Fall vermutlich nicht warten.

Fruchtwasser kann wieder aufgefüllt werden. Ist aber in Ihrem Fall möglicherweise nicht sinnvoll weil das Infektionsrisiko im Vordergrund steht, welches durch Auffüllen nicht beseitigt wird. Außerdem ist Ihr Kind ja schon bald an der "Schallgrenze" von 30-32 SSW angekommen.

von Prof. Dr. med. Gerhard Jorch am 28.08.2001

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