Fachärztin Louise-Caroline Büttner

Muß ich mit einer Frühgeburt rechnen?(31+2 SSW)

Antwort von Fachärztin Louise-Caroline Büttner

Prof. Jorch hat mich gebeten, Ihre Fragen zu beantworten.
Einen Teil der Antworten haben Sie ja schon von Ihrer Ärztin, sowie von Anke und Kerstin erhalten. Es stimmt, daß bei einem in Beckenendlage befindlichen Kind die Ultraschallmessung erschwert sein kann bzw. nicht ganz so präzise Meßwerte liefert. Wenn Ihr Kind wirklich im Wachstum zurück geblieben ist oder wenn es Probleme mit dem Blutfluß geben sollte, dann kann eine Plazentainsuffizienz (= eingeschränkte Funktion) dahinter stecken, verursacht z. B. durch einen Schwangerschaftshochdruck oder bei
Raucherinnen. Oft findet man keine Ursache. Es bleiben dann nur regelmäßige Kontrollen, die über das Befinden des Kindes Auskunft geben sollen. Wenn ihm Gefahr droht, wird die Schwangerschaft beendet.
Ultraschall-Doppler-Untersuchungen schaden dabei ebenso wenig, wie CTGs. Die Häufigkeit der Untersuchungen bedeutet ja auch noch lange keine Therapie. Natürlich steht es jedem frei, eine Zweitmeinung einzuholen (Uni-Klinik), aber die Auskünfte Ihrer Ärztin lassen darauf schließen, daß sie sich gut mit den Befunden auskennt. Ich glaube, sie hat die Kontrolltermine (Doppler in 10 Tagen, CTG in 5 Tagen) verantwortungsvoll festgelegt. Außerdem handelt es sich bei den von Ihnen beschriebenen Befunden um Dinge, mit denen die Geburtshelfer nahezu täglich zu tun haben.

von Prof. Nieder, Uni-Frauenklinik Magde am 06.11.2002, 15:24 Uhr

 
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