Prof. Dr. med. Gerhard Jorch

Fragen zu SIDS und Monitor

Antwort von Prof. Dr. med. Gerhard Jorch

Von etwa 50 SIDS-Opfern liegen Dokumentationen der letzten Minuten Ihres Lebens vor (so makaber das klingt, gibt es dennoch wichtige Hinweise!). Diese Kinder wurden durch einen Heimmonitor mit Datenspeicher überwacht und trotzdem nicht gerettet (Alarm ausgschaltet, Alarm nicht gehört, Reanimation erfolglos, Ursache des Herz-/Atemstillstandes nicht behandelbar.
Bei den meisten dieser Kinder war das Erste ein Sauerstoffabfall, gefolgt von einem Herzfrequenzabfall. Der endgültige Atemstillstand trat als letztes und häufig erst nach 20-30 Minuten ein.
Als Intensivmediziner weiß ich, daß dies der typische Tod bei Ersticken (unbemerkt, nicht qualvoll)oder im Kreislaufschock ist.
Konsequenz: Nicht auf die alleinige Atemkontrolle verlassen!

von Prof. Dr. med. Gerhard Jorch am 21.06.2002

 
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