Prof. Dr. med. Michael Zemlin

Desinfektionsmittel

Antwort von Prof. Dr. med. Michael Zemlin

Frage:

Liebes Expertenteam,

meine Tochter kam am 14.6. nach vorzeitigem Blasensprung bei 32+2 zur Welt. Nach zwei Tagen auf der Intensivstation kam sie auf die normale Frühchenstation und schlägt sich seitdem ganz wacker.


Die Schwestern versorgen die Kinder großartig und sehr liebevoll. Das einzige, was mir gerade etwas Sorgen bereitet, ist der enorme Gebrauch von Desinfektionsmittel.
Ich weiß, dass der Einsatz von Desinfektionsmitteln sehr wichtig ist und die Kleinen schützen soll.

Mir ist nur jetzt schon häufiger aufgefallen, dass einige Schwestern nicht abwarten, bis das Desinfektionsmittel komplett eingezogen ist und sich dann mit den feuchten Händen um die Kinder kümmern und die Kinder dabei diesen scharfen Geruch einatmen oder ggf. Hautkontakt damit haben.

Könnten Sie mir sagen, welche Gefahren für die Kleinen davon ausgeht?

Vielen Dank und herzliche Grüße
Wisi123

von Wisi123 am 23.06.2020, 15:26 Uhr

 

Antwort auf:

Desinfektionsmittel

Guten Tag, in der Neugeborenenmedizin ist ebenso wie in den anderen Bereichen die Nutzung von Desinfektionsmitteln nicht mehr wegzudenken. Unzählige Leben wurden durch diese einzelne Maßnahme gerettet. Tatsächlich sollte besonders bei Kindern, die im geschlossenen Inkubator oder Wärmebett liegen, das Desinfektionsmittel eingerieben bzw. verdunstet sein, bevor man ans Kind geht. Der Geruch dürfte für Frühgeborene ebenso unangenehm sein wie für Erwachsene. Es sind jedoch keine messbaren Schäden durch den Geruch im Rahmen der medizinischen Versorgung bekannt.

von Prof. Dr. med. Michael Zemlin am 23.06.2020

Stift selbst eine Frage stellen
geöffnet:   Montag bis Freitag
Mobile Ansicht

Impressum Team Jobs Mediadaten Nutzungsbedingungen Datenschutz Forenarchiv

© Copyright 1998-2020 by USMedia.   Alle Rechte vorbehalten.