Prof. Dr. med. Gerhard Jorch

Behinderung erkennen?

Antwort von Prof. Dr. med. Gerhard Jorch

PVL bedeutet Untergang von Hirngewebe durch Minderdurchblutung. Man sieht dann Zysten ("Löcher") im Hirnultraschall oder zumindestens eine Verdichtung der Echos.
Folgende Typen von Behinderungen gibt es:

1. Motorische Störungen: Schwre lassen sich bereits im ersten lebenshalbjahr, leichte (Störungen der Feinmotorik bzw. Geschicklichkeit erst im 2. oder 3. Lebensjahr sicher erkennen.
2. Geistige Störungen: Leichtere Lernstörungen machen sich manchmal erst unter den Herausforderungen der ersten beiden Grundschuljahre bemerkbar, schwerere deuten sich manhcmal schon ab 3 Jahren an.
3. Verhaltensstörungen: wie 2.
4. Wahrnehmungsstörungen: Sehschwäche und Hörstörungen können bereits bei Säuglingen diagnostiziert werden, Verarbeitungsstörungen der Sinneseindrücke im Hirn machne sich spätestens mit 3-6 Jahren bemerkbar.
5. Epileptische Krampfanfälle: Treten im Zusammenhang mit Frühgeburt eigentlich nur bei schwerer Behinderung auf. Wenn sie sich bei einem sonst normal entwickelten Frühchen zeigen, ist ein Zusammenhang mit der Frühgeburt unwahrscheinlich.

Ich hoffe, dass ich Ihnen nicht zuviel Sorgen bereitet habe. Ihre Angaben (Blutung nicht über 2. Grades, normale Entwicklung mit 5 korrigierten Monaten) sprechen jedenfalls gegen das Vorliegen einer deutlichen Behinderung.

von Prof. Dr. med. Gerhard Jorch am 08.10.2005

 
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