an alle paare die erfahrungen mit vorzeitigem blasensprung 22 ssw haben

Antwort in der Beratung Frühgeburt

Hiermit moechte ich allen Eltern, die in einer solchen Situation sind und durch dieses Forum Mut geschoepf haben, die andere Seite aufzeigen (das soll keineswegs heissen, die Hoffnung aufzugeben, nein, nur sich dessen bewusst zu werden, wie die Chancen wirklich stehen!):

Meine Frau hatte ebenfalls in SSW22 einen Blasensprung und wurde ins naechst groessere Krankenhaus gebracht. Dort entschied man sich nichts zu machen und sie in eine "Spezialklinik" zu bringen.

Gesagt, getan. Etwa 5 Stunden nach Blasensprung war sie dann dort und wurde untersucht, ihr geht es, dem Umstaenden entsprechend gut, unserem Baby auch, abgesehen davon, dass es komplett auf dem Trockenen liegt...

In den kommenden 1 1/2 Tagen wurden wir zwischen der Station und dem Kreissaal hin- & hergeschoben.
Die Entzuendungswerte meiner Frau stiegen und stiegen, trotz Antibiotikum, am dritten Tag denn die Wende. Die Entzuendungswerte fielen, alles sah soweit gut aus. Bis dahin wurde NICHT nach unserem Baby geschaut, da man "abwarten muesse"...

An Tag 5 ist dann die Nabelschnur vorgefallen und wieder wurde nichts gemacht, ausser diese wieder zurueck in den Koerper zu legen.
Bei einem Gespraech mit einer Assistenzaerztin wurde uns dann gesagt, dass man Mutter Natur entscheiden lassen oder eben diese missliche Lage aktiv beenden koenne. Wir entschieden uns fuer letzteres, da unser Baby nicht zu retten war und ich meine Frau keiner weiteren Gefahr aussetzen wollte...
Die Aerztin ging nicht auf unsere Entscheidung ein und wurde nicht mehr gesehen.
Wir warteten, bis tief in die Nacht hinein, bis wir erneut nach einem Arzt verlangten. Es kam ein Oberarzt - im Schlepptau die Assistenzaerztin - und meine Frau wurde untersucht. Der Oberarzt schien entsetzt und die Geburt sollte sofort eingeleitet werden. Die dafuer noetige Tablette, da meine Frau bis dato noch keine einzige Wehe hatte, sollte sie sich selbst einfuehren. Sie bat den Oberarzt dies zu tun... eine halbe Stunde spaeter kam die Nachtschwester mit der Tablette, obwohl sie selbst - laut eigener Aussage - keine Ahnung ueber das genaue Prozedere hatte.

Keine drei Stunden spaeter wurde unser Sohn mit ueber 550g und fast 30cm tot geboren.

Somit kann ich jedem mit einer masochistischen Ader empfehlen nach Freiburg in die Uniklinik zu gehen!!

von colder am 23.08.2012, 13:26 Uhr

 
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