Prof. Dr. med. Michael Radke

Prof. Dr. med. Michael Radke

Kindergastroenterologe an der Universitätskinderklinik Rostock

Nach seinem Studium der Humanmedizin erhielt Professor Dr. med. Michael Radke seine Facharzt­ausbildung in der Universitäts­kinderklinik Rostock und arbeitete dort als Oberarzt mit den Spezial­gebieten Pädiatrische Gastro­enterologie und Ernährungs­störungen bei Kindern. Seit Januar 2021 ist er an der Universitätskinderklinik Rostock als Spezialist für Kindergastroenterologie und Ernährungsstörungen tätig.

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Prof. Dr. med. Michael Radke

Unsicher bei Beikost. Zu viel, zu wenig?

Antwort von Prof. Dr. med. Michael Radke

Frage:

Hallo.
Unser Sohn bekommt seit Beginn des 5. Monats Beikost. Der Kinderarzt hatte das ok dazu gegeben. Inzwischen haben wir drei Breimahlzeiten pro Tag.
Kürzlich habe ich gelesen, dass im ersten Lebensjahr keine komplette Milchmahlzeit ersetzt werden soll, es hieße ja schließlich "Beikost", also immer Brei UND Milch!? Jetzt bin ich verunsichert.
Er bekommt Folgendes:
Morgens um etwa 8.30h: PRE mit 210 ml Wasser angefertigt.
Mittags um etwa 12h: ein 190g-Glas Brei und zum Nachtisch 50-60g Obstbrei. Ab diesem Zeitpunkt bieten wir den Rest vom Tag Wasser an. Zum Brei trinkt er immer ein wenig, sodass er am ganzen Tag auf 30-50 ml Wasser kommt.
Nachmittags um etwa 15h: 100 bzw. heute 120g Obst-Getreide-Brei (sollte das mehr sein?).
Abends um 18h: Milch-Getreide-Brei mit PRE angerührt (aus 180 ml Wasser) und 3 Löffel Obstbrei untergerührt.
Nachts meist 2 oder 3h: Stillen, was aber nur noch höchstens 10 Minuten pro Seite sind und danach noch PRE mit 150 ml Wasser angerührt.
Kann man grob sagen, ob die Portionen und das Vorgehen (tagsüber ohne zusätzliche Milch) ok sind? Unser Sohn ist im September 2020 geboren, ist 71 cm groß und wiegt 9,5 kg.
Der nächste Termin beim Kinderarzt ist erst übernächste Woche und die Aussage "nicht vorm ersten Lebensjahr voll ersetzen" hat mich total verunsichert.
Vielen Dank.
Freundliche Grüße
Eva Konrad

von Eva984 am 05.04.2021, 19:30 Uhr

 
 

Antwort auf:

Unsicher bei Beikost. Zu viel, zu wenig?

Ihr Kind ist für sein Alter schon relativ schwer. Normalerweise verdreifachen Säuglinge ihr Geburtsgewicht mit einem Jahr. Ihr Kind hat das wohl schon mit etwas mehr als einem halben Jahr geschafft.
Lassen Sie das Obst (Obstbrei) weg, ersetzen Sie ihr durch Karotten- oder Kartoffelbrei. Den 18 h Brei sollten sie nicht mit Milch anrühren. Es reicht ein Gemüse- oder Gemüse-Fleisch-Brei (ohne Milch) aus dem Gläschen.
Und: Natürlich soll man im ersten Lebensjahr die Milchmahlzeiten komplett durch Brei ersetzen, d.h nicht beides simultan bzw. nacheinander geben. Mit 9 oder 10 Monaten braucht ihr Kind nur noch max. eine Milchmahlzeit (Flasche oder Milchprodukt) pro Tag.

von Prof. Dr. med. Michael Radke am 06.04.2021

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