Ingrid Henkes

Wutanfälle

Antwort von Ingrid Henkes

   

Antwort:

Wutanfälle

Guten Tag,
bei Ihrem Sohn hat sich sicherlich noch nichts aufgestaut. Das geht bei einem Zweijährigen noch nicht.Es wird auch nicht an der zeitweiligen Trennung von Ihnen liegen, die er ja gut verkraftet.

Ihr Sohn ist jetzt in der sogenannten Trotzphase. In dieser Zeit entwickeln die Kinder ihren eigenen Willen und möchten den auch gerne durchsetzen. Damit werden die Kinder ein Stück unabhängiger von den Eltern und fühlen sich dadurch sehr stark. Das merken Eltern oft an den Auseinandersetzungen mit Kindern in diesem Alter. Die können sich ganz schön schwierig gestalten, weil den Kinder in diesem Alter noch oft die Einsicht fehlt.
Jetzt entwickeln die Kinder die erste Autonomie, die für die Entwickllung eines stabilen Selbstgefühls notwendig ist. Dadurch geht es jetzt oft um Grenzen, die Eltern den Kindern setzen (müssen).

Psychisch sind Zweijährige mit diesen starken Durchsetzungsbestrebungen oft noch überfordert. Sie spüren ja genau, dass sie die Eltern noch dringend brauchen und noch nicht wirklich stark sind. Dies mag sich bei Ihrem Sohn nachts im Schlaf zeigen. Er zeigt ja dann schließlich, dass er nicht weiß, was er will.
Beruhigen Sie ihn und gehen Sie auf seine (vernünftigen) Bedürfnisse ein. Das können Sie sprachlich begleiten, indem Sie seine Unsicherheit thematisieren und ihm versichern, dass seine Wutanfälle für Sie nicht schlimm sind.

Gerne möchte ich Sie noch auf den nebenstehenden Artikel meines Kollegen zum Thema Trotz hinweisen.

Alles Gute Ihnen
Ingrid Henkes

von Ingrid Henkes am 27.11.2020

 
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