Dr. med. Ludger Nohr

Die psychische Entwicklung von Babys
und Kindern besser verstehen

Dr. med. Ludger Nohr

   

Antwort:

Umgangsrecht 4. Geburtstag beim Papa?

Hallo,
eigentlich erscheint die Antwort einfach, wenn Ihr Sohn das nicht will (Kann er Ihnen sagen, was sich getan oder verändert hat, dass er diesmal nicht möchte?). Dann könnte man das dem Vater mitteilen und er würde andere Möglichkeiten finden, die für beide passen (wenn er in der Lage wäre, das nicht als Kränkung oder Abweisung zu verstehen). Aber getrennte Eltern sehen das anders, da wird viel Beeinflussung unterstellt und die Motive haben auch immer wieder mit den Kindern wenig zu tun (zumindest nach schwierigen und kränkenden Trennungen).
Konkret wäre da die Frage, wie Sie das mit dem Vater kommunizieren können. Wenn er Ihnen glaubt, dass Ihnen die Vater-Sohn-Beziehung wichtig ist, dann können sie gemeinsam Lösungen finden. Ist das nicht so, dann ist die Frage, wie können Sie den Wunsch des Kindes respektieren ohne dass der Vater zu sehr verletzt ist, was vor allem die Va-Ki-Beziehung belasten würde. Und wenn es hart auf hart kommt können nur Sie entscheiden, was für Ihren Sohn besser ist und es formal durchsetzen. Ist meist die schlechteste Lösung aber leider immer wieder unumgänglich.
Leider habe ich keine erfreulichere Antwort parat.
Dr.Ludger Nohr

von Dr. Ludger Nohr am 08.01.2019

 
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