Dr. med. Ludger Nohr

Trotzanfälle Nachts

Antwort von Dr. med. Ludger Nohr

   

Antwort:

Trotzanfälle Nachts

Hallo,
ich glaube, dass Eltern und Kinder lernen müssen, dass das Nein wirklich dazugehört und keine Verschlechterung der Beziehung bedeutet. Viele Eltern versuchen es den Kindern passend zu machen, versuchen Auseinandersetzungen stets zu vermeiden und denken, dass das "bedürfnisorientiert" sei. Kinder haben auch ein Recht zu lernen, haben längerfristig auch das Bedürfnis nach Orientierungshilfen. Die entsprechen auch mal nicht dem momentanen Bedürfnis und dann ist Ärger angesagt. All das ist normaler Bestandteil von Beziehungen und das zu verhindern macht etwas Künstliches.
Windelwechsel ist notwendig, aber ein Kind muß es weder wollen noch verstehen. Und das zu wollen, was die Größeren dürfen, ist doch völlig OK, aber man kriegt nicht alles was man will. Das ist bedauerlich, kann auch des Trostes bedürfen, aber es ist so. Und dies lernen dürfen (nicht sofort verstehen müssen) ist auch Entwicklung.
In der Nacht ist es wirklich die Frage was passiert da? Hat er Angst, braucht er jemanden, fühlt er sich allein? Je nach Hintergrund macht es Sinn bei ihm zu bleiben, denn er macht das nicht aus Spaß und alleine regulieren ist besonders nachts in diesem Alter nicht einfach.
Erziehung bedeutet auch, mit liebevoller Klarheit Orientierungshilfen zu vermitteln und die Reaktionen auszuhalten. Und vielleicht ändert sich auch was, wenn er im KiGa ist und Gleichaltrige um sich hat.
Sie haben diese Zeit schon mit Zweien geschafft....... .
Dr.Ludger Nohr

von Dr. med. Ludger Nohr am 26.11.2019

 
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