Dr. med. Ludger Nohr

Toilette

Antwort von Dr. med. Ludger Nohr

   

Antwort:

Toilette

Hallo,
Sie haben Recht, in der Situation sollte man keine Hauruck-Behandlungen machen. Es ist wahrscheinlich so, dass Ihr Sohn schon durch die verschiedenen Förderungen ahnt, dass seine Entwicklung nicht so leicht verläuft. Das verunsichert und erschwert auch andere Entwicklungsschritte. Er scheint ja auch kein einfaches Verhältnis zu seinen Ausscheidungen zu haben, wenn einmaliger Urin auf dem Boden diese Reaktion hervorruft. Auch scheint er es nicht genau zu merken, wann es dringend wird. Das könnte der erste Schritt sein, dass Sie mit ihm vereinbaren, dass er sich meldet, wenn er da einen Drang verspürt. Wenn Sie das so schaffen, dass Ihr Sohn das als eine alltägliche Mitteilung und nicht als Druck erlebt, könnte es leichter sein. Wenn das dann einige Male funktioniert, könnte Ihr Sohn sich ermutigt fühlen, das mehr und mehr in die eigene Regie zu übernehmen. Ich bin sicher, dass er gerne mehr könnte und sich über Erfolge sehr freuen würde, weil dann das Mangelerleben verringert werden könnte.
Die Kunst besteht darin, ihn zu Erfolgen zu ermutigen ohne selbst die Zuversicht zu verlieren. Sie können hier auch jederzeit wieder fragen/mitteilen, wie auch immer es weitergeht.
Dr.Ludger Nohr

von Dr. med. Ludger Nohr am 05.04.2021

 
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