Dr. med. Ludger Nohr

Horrornächte...Verzweiflung

Antwort von Dr. med. Ludger Nohr

   

 

Horrornächte...Verzweiflung

Sehr geehrter Herr Dr. Nohr,
ich benötige dringend Ihre Hilfe!
Unsere Tochter ist 2,5 Jahre alt. Sie geht seit Mai 2017 in die Kita.
Bislang war es so, dass wir sie problemlos abends ins Bett gelegt haben, Licht aus und Tür zu. Ab und zu wurde sie nachts wach und wir gingen rein, haben sie beruhigt, wieder raus und gut war es.
Seit ca. 1 Woche ist alles anders. mein Partner hatte wie so oft Nachtschicht und sie hat nachts so dermaßen Theater gemacht, dass ich neben ihr geschlafen habe. Das ist keine Dauerlösung für mich. Als Kompromiss habe ich ihr angeboten, die Tür vom Kinderzimmer offen zu lassen. Das ging ganz gut. Sie verlangt nun aber immer nach der offenen Tür, geht sonst gar nicht in ihr Bett!
Sie ruft trotzdem fast stündlich nach uns oder weint/brüllt!
Sie brüllt, wenn wir im Laufe der Nacht die Tür zu machen und sie dann irgendwann wach wird!
Morgens ist sie zum Teil um 4 Uhr wach! Mein Partner arbeitet ja in Schichten und wenn wir morgens zB duschen, wird sie wach. Sie schläft dann nur weiter, wenn ich bei ihr sitzen bleibe...
Es ist der Horror und es kriselt hier gewaltig. Nachtlicht hat nichts gebracht. Familienbett bzw schlafen bei uns geht wegen der Schichten nicht.
Was sollen wir nur machen? Wir wollen doch ALLE drei nur schlafen...am besten so wie vorher.

Bitte geben Sie mir Tipps.

Liebe Grüße,
Maria R.

von mariar87 am 29.11.2018, 01:32 Uhr

 

Antwort:

Horrornächte...Verzweiflung

Liebe Maria,
ich kann Ihre Not gut verstehen.
Sie sagen es am Ende ja, alle drei wollen nur schlafen. Aber Ihre Tochter kann es in dieser Situation und unter diesen Bedingungen alleine nicht. Sie stehen nun zwischen den Alltagsansprüchen einer Partnerschaft mit einem schichtarbeitenden Mann und einer Tochter, die für sich noch keine Lösung finden kann. Und dass es bisher so gut ging ist erfreulich, heißt aber bei sich entwickelnden Kindern nicht, dass die sich einfach passend einbauen lassen. (Ihre Tochter kann ja nichts für die schwierigen Bedingungen) Die meisten Eltern haben ja Sorge, dass sie verwöhnen oder etwas anschieben, was dann immer so bleibt, wenn sie Hilfestellungen anbieten. Das ist ein Irrtum. Es sieht so aus, als würde Ihre Tochter sie jetzt brauchen. Zur Sicherheit, gegen die Angst, für das Vertrauen. Wenn sie das ausreichend bekommen hat, wird sie eher wieder alleine schlafen können (wollen nicht, aber wer will das schon!). Wie sie das machen, Tür offen lassen, side-bed, oder auch mal bei ihr einschlafen, müssen Sie entscheiden. Aber Ängste und Nähewünsche (das sind keine "Marotten") lassen sich nicht abstellen, da lässt sich nichts erzwingen.
Ich hoffe, dass die Antwort zumindest einiges erklärt und Sie vielleicht ermutigt/ermuntert, das Verhalten Ihrer Tochter nicht nur störend zu erleben.
Dr.Ludger Nohr

von Dr. med. Ludger Nohr am 30.11.2018

Antwort:

Horrornächte...Verzweiflung

Hallo Maria,

wir befinden uns momentan in der selben Situation, sogar etwas schlimmere Version habe ich hier. Meine Tochter (22 Monate) schläft auch zurzeit nicht allein obwohl sie immer allein eingeschlafen ist. Wenn ich sie allein lasse wird hier auch gebrüllt/geweint, Tür offen lassen bringt auch nichts. Nachts wird sie öfters wach, schläft dann schlecht wieder ein. Ich hoffe dass es nur eine Phase ist, also du bist nicht allein. :) Deshalb bin ich mal gespannt auf die Antwort.

LG
Asena

von asena92 am 29.11.2018

Antwort:

Horrornächte...Verzweiflung

Sieh es als Phase an und nicht als Rückschritt. Wäre es so schlimm, wenn Du einfach mal eine Zeit lang mit ihr im Kinderzimmer schläfst - oder eben sie bei Dir und Dein Mann im Kinderzimmer, wenn er Nachtschicht hat? Es ist wirklich nur vorübergehend, je weniger sie um Deine Nähe kämpfen muss, umso sicherer und entspannter wird sie wieder Schlafen lernen.

von susisorglos123 am 03.01.2019

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