Einschlafstillen

 Mechthild Hoehl Frage an Mechthild Hoehl Familien-Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin (FGKiKP), familien­orientierter Baby­schlaf­coach, Marte-Meo-Therapeutin
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Frage: Einschlafstillen

Liebe Frau Dr. Dotzauer, bis zu welchem Alter halten Sie Einschlafstillen für sinnvoll? 3 Monate? Oder ein bisschen länger? Abhängig von der Entwicklung des Kindes? Oder sollte man lieber gar nicht damit beginnen? Bei unserem 1. Kind hat das Stillen nicht geklappt und es konnte bereits mit ca. 10-12 Wochen selbständig in unserem Beisein einschlafen und somit durschlafen (anfangs 7h, nach kurzer Zeit dann 12h). Wir haben damals den Zusammenhang zwischen selbständigem Einschlafen und Durchschlafen gar nicht gekannt, haben uns einfach intuitiv immer mehr aus dem Einschlafprozess rausgenommen, unser Kind hat dann auch noch relativ früh seinen Daumen zur Beruhigung entdeckt und somit hat alles recht gut geklappt. Meine Frage zum Einschlafstillen ist sozusagen präventiv - ich bin mittlerweile mit dem 2. Kind schwanger und hoffe, dass es diesmal mit dem Stillen klappen wird, möchte aber ungerne in die "Einschlafstillfalle" tappen. Im Bekannten- und Freundeskreis gibt es einige sehr übernächtigte Frauen mit Kindern jeglichen Alters, die zum Einschlafen gestillt werden und dann dementsprechend oft in der Nacht kommen und zum Weiterschlafen gestillt werden müssen. Auch nach dem Abstillen geht es meist nicht besser weiter, in diese Situation möchte ich ungerne geraten. Vielen Dank.

von Baghira222 am 22.09.2022, 19:11



Antwort auf:

Einschlafstillen

Hallo, ich bin zwar nicht Frau Dotzauer, aber an diesem Tag für das Forum zuständig. Das Einschlafstillen kann so lange erfolgen, wie die Mama dieses genießen kann und so lang es nicht dazu führt, dass das Kind nur noch mit Stillen einschläft. Wenn dieses bei den Bekannten nicht mehr der Fall ist, können sie durch schlüssiges Verhalten dazu übergehen,  dem Kind eine neue "Einschlafassoziation" beizubringen. Das Stillen ist nicht die Ursache der nächtlichen Schlafprobleme bei den Kindern, sondern eher die Haltung, wie schnell und intensiv man auf nächtliches Erwachen der Kinder reagieren muss. Man  darf auch (ehemals) gestillen Kindern die Chance geben,  sich bei nächltichem Erwachsen selbst regulieren zu können. Die Sorge vor unruhigen Nächten sollte Sie nicht vom Stillen abhalten, LG, Mechthild Hoehl

von M. Hoehl am 23.09.2022