Katrin Simon

Katrin Simon

Ausbilderin von Kinderkrankenschwestern

Frau Katrin Simon ist Kinderkrankenschwester, Lehrerin für Pflegeberufe und Mutter von zwei Kindern. Sie hat im klinischen Bereich in der Intensivpflege einer Hochschule gearbeitet, sowie als Dozentin zu div. Themen und als Elternberaterin in unterschiedlichen Einrichtungen. Im Rahmen der Elternzeiten und aktuell ergänzend bietet Frau Simon DELFI Kurse/ Präventions­kurse in einer Hebammenpraxis an.

Derzeit arbeitet Katrin Simon im Bereich der frühen Hilfen und in der Jugendberufshilfe mit jungen Frauen und ihren Kindern, die sich in kritischen Lebenssituationen befinden und eine kontinuierliche Begleitung benötigen. Bei Rund-ums-Baby betreut Frau Simon seit 2002 das Babypflegeforum.

Katrin Simon

Sauna für Babys

Antwort von Katrin Simon

Frage:

Hallo Katrin!
Ich wollte mich mal erkundigen,ob und ab wann Babys mit in die Sauna können, angeblich machen die Nordländer das ja schon ganz früh mit ihren Zwergen.
Wie lange und welche Temperaturen vertragen die Babys? Das ist vielleicht etwas speziell, ich habe aber keine Idee, wo ich mich schlau machen könnte!Wir haben eine Sauna zu Hause, so dass wir alles einstellen könnten.
Vielleicht wissen sie etwas darüber oder könnten mir eine Infosite empfehlen.
Vielen Dank, Annika.

von Annika am 04.12.2002, 12:58 Uhr

 

Antwort auf:

Sauna für Babys

Liebe Annika,
die Uni Magdeburg hat sich dem Saunieren angenommen und eine Studie in Bezug auf Babys in der Sauna erstellt.
Sinngemäßes Ergebnis s. u., ansonsten bietet www.saunaseite.de noch mehr Infos.


Saunabaden mit Babys und Kleinkindern hat vor allem in den Skandinavischen Ländern eine lange Tradition. Richtig durchgeführte Saunabesuche führen weder zu Kreislauf-Überlastung, noch werden die Kinder dabei überhitzt. Die Universität Magdeburg hat in einer Studie mit Babys herausgefunden, dass Saunabesuche selbst den Kleinsten nicht schaden, vorausgesetzt, es wird kindgerecht und nicht übertrieben geschwitzt.

Voraussetzungen für Babysauna sind:

Das Kind sollte gesund sein, es muss sicher
sein, dass keine Herzerkrankung vorliegt.
Evtl. mit Kinderarzt besprechen
Bei den ersten Besuchern werden nur 1-2
Saunagänge gemacht.
Keine Aufgüsse
Viel zu trinken geben


Mitbringen sollte man für das Kind:

2 - 3 weiche Handtücher - Badetücher
2 - 3 Waschlappen für die Reinigung und zum Abkühlen
Wickelutensilien
evtl. Spielsachen (wasserfest)
reichlich zu trinken (keine Glasflaschen)
Körperöl für hinterher


Kleinkinder und Saunabesuche sind in der Regel Dinge, die sich ausschließen. Zu heiß, zu anstrengend für die kleinen Körper - so heißt es. Der wahre Grund ist wohl eher: Kinder sind zu laut und zu stressig für die Entspannung suchenden erwachsenen Gäste. In vielen Saunen haben Kinder unter drei Jahren - manchmal sogar unter zwölf Jahren - keinen Zutritt, in fast allen öffentlichen Anlagen sind sie zumindest nicht besonders gern gesehen. Dabei ist Saunen durchaus auch schon für sehr kleine Kinder interessant, da es vielen chronischen Erkrankungen wie Asthma, Allergien und Neurodermitis vorzubeugen scheint. Manche gut organisierte, regelmäßige Babysauna ist eine echte Alternative zu den herkömmlichen Krabbel- und Spielgruppen.

Trotzdem sind Babysaunen hierzulande rar: Die älteste Einrichtung für ganz kleine Saunisten gibt es seit 13 Jahren in Oldenburg. Mittlerweile sind einige diesem Beispiel gefolgt: In NRW gibt es zum Beispiel regelmäßige Babysauna-Tage

in den Montanushof-Thermen in Grevenbroich,
in der Schwimmoper in Paderborn,
im Stadtbad in Ahlen und
im Vitus-Bad in Everswinkel.
Einige Babyschwimmkurse schließen Babysaunen mit ein. Auch Familienbadetage, bei denen kleine Kinder ausdrücklich willkommen sind, sind langsam im Kommen.

Ganz anders sieht es im deutschen Osten aus. Dort hat - wie auch in den skandinavischen Ländern - die Kindersauna eine lange Tradition. In der damaligen DDR schwitzten ganze Krippen- und Kindergartengruppen regelmäßig gemeinsam. Und auch heute gibt es in Brandenburg und Sachsen noch Kindergärten mit eigener Sauna. Studien aus der DDR-Zeit weisen nach, dass die Saunakinder weniger krank waren als Kinder, die nicht in die Sauna gingen. Es gibt bisher keine Studien, die die positiven Wirkungen der Baby- und Kindersauna wissenschaftlich nachweisen.

Aber die Erfahrungen der mit der Sauna befassten Kinderärzte sind so gut, dass zum Beispiel der Chefarzt der Gynäkologischen Station des Krankenhauses Grevenbroich den jungen Müttern die dortige Babysauna ausdrücklich empfiehlt: Das regelmäßige Saunen verstärkt die Abwehrkräfte gegen Erkältungskrankheiten und gegen chronische Bronchialerkrankungen.

Und schaden kann ein richtig durchgeführter Saunabesuch selbst den Kleinsten auf keinen Fall: Die Universität Magdeburg hat jetzt in einer Studienreihe mit 99 Babys herausgefunden, dass gesunde Babys ab der 12. Woche in der Sauna weder überhitzen können, noch ihr Kreislauf überlastet wird - wenn kindgerecht und nicht übertrieben geschwitzt wird. Voraussetzungen für richtiges Babysaunen sind:

Das Baby sollte gesund sein. Es muss sicher gestellt sein, dass keine Herzerkrankung vorliegt. Am besten bespricht man die Saunapläne mit dem Kinderarzt oder der Kinderärztin.


Bei den ersten Besuchen sollten nur ein bis zwei Saunagänge gemacht werden. Das Baby muss Zeit haben, sich an die ungewohnte Umgebung zu gewöhnen. Also nicht gleich in die Saunakabine, sondern erst einmal etwas spielen.


Die Saunatemperatur sollte zwischen 65 Grad Celsius und 75 Grad Celsius liegen.


Aufgüsse sind noch nichts für die Kleinsten. Bis zum ersten Lebensjahr können die ätherischen Öle die Augen der Babys angreifen.


In der Saunakabine werden die Babys auf der unteren oder mittleren Bank auf dem Schoß gehalten. Die Eltern sollten ihre Kinder gut beobachten. Atmen sie schnell oder flach oder schreien sie gar, fühlen sie sich offensichtlich unwohl und die Sauna sollte verlassen werden. Puterrote Köpfe sind ganz normal: Die dünne Kinderhaut errötet schneller als die der Erwachsenen.


Nach 5 bis 7 Minuten haben kleine Kinder meist genug von der Hitze und müssen an die Luft.


Die Babys werden im Freien an der frischen Luft abgekühlt oder lauwarm und vorsichtig bei 25 bis 27 Grad Celsius abgeduscht. Eiskalte Güsse sind überflüssig, gefährlich und vermiesen das Saunaerlebnis.


Saunababys müssen viel trinken, bei Bedarf auch in der Saunakabine.


Spätestens ab dem Schulalter können Saunakinder wie Erwachsene länger und heißer schwitzen - wenn es ihnen Spaß macht.
Die ungewohnten hohen Temperaturen sind eine nicht zu unterschätzende Belastung für die kleinen Körper. Aufmerksamkeit und Vorsicht seitens der begleitenden Erwachsenen ist nötig. Ehrgeiz oder forcierte Abhärtungsmaßnahmen sind fehl am Platz und können gefährlich werden. Wie sehr ein Saunavormittag die Winzlinge schlaucht, merkt man spätestens an der anschließenden ausgedehnten Mittagsruhe, bei der dann auch die Erwachsenen endlich ganz entspannen können.

Viel Spass beim Saunieren wünscht Katrin

von Katrin Simon am 06.12.2002

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Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungs­beilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apo­theker.

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