Dr. med. Susanne Reibel

Dr. med. Susanne Reibel

Kinderärztin

Frau Dr. med. Susanne Reibel war ab 1989 als Kinderärztin in der Universitäts-Kinderklinik der Charité in Berlin tätig. Dort leitete sie dann ab 1998 die Ambulanz der pneumologischen und allergologischen Abteilung von Professor Dr. Ulrich Wahn, Kinderarzt und Immunologe. Ihr Hauptinteresse galt den Nahrungsmittelallergien. Heute ist Frau Dr. Reibel als niedergelassene Kinderärztin in Berlin-Schöneberg tätig.

Dr. med. Susanne Reibel

Stillen - Prophylaxe

Antwort von Dr. med. Susanne Reibel

Frage:

Guten Tag Frau Dr. Reibel,

können Sie mir bitte beantworten, ob Sdas Stillen eines Säuglinges tatsächlich einen prophylaktischen Charakter hat und ob dies wissenschaftlich durch Studien verifiziert wurde?

Ich treffe immer wieder Mütter mit Kinder, die (auch Langzeit) gestill wurden und allergische Krankheiten wie Neurodermitis oder Asthma haben. Dies irritiert mich sehr, da das Stillen des Säuglinges doch immer als "bestes Mittel" dagegen eingesetzt wird (zB Homepage LLL).

Bis zu welchem Alter eines Säuglinges macht es noch Sinn zu stillen um Krankheiten möglichst zu vermeiden?

Vielen Dank für Ihre Antwort, gerne auch mit Querverweisen auf andere Literatur (bzw. Studien oder Homepagen).

Freundliche Grüße
BIRGIT

von Birgit am 15.12.2004, 13:26 Uhr

 

Antwort auf:

Stillen - Prophylaxe

Viele Studien haben gezeigt, dass Stillen einen schützenden Charakter hat, bis zum 6. Monat zumindest. Aber darüberhinaus gibt es keine positive Wirkung bzgl. der Allergie.
Allerdings tritt bei hoher genetischer Belastung trotzdem die Allergie zu Tage.
Sie kannn nicht verhindert werden durchs Stillen.
Liebe Grüsse
S.Reibel

von Dr. med. Susanne Reibel am 17.12.2004

Antwort auf:

Stillen - Prophylaxe

Liebe Birgit,
ich frag mich das auch!
Ich habe 1/2 Jahr voll gestillt, weitere 5 Monate noch dazugestillt, vorsichtig hinzugefüttert, kenne weit und breit niemanden in meiner Verwandtschaft mit Allergien und mein Kind ND und Histaminintoleranz, Milch- und Eiallergie.
Ich glaube trotzdem, dass Stillen für die kleinen Babys das beste ist, aber Allerheilmittel ist es keines.
Liebe Grüße
Lisa

von Lisa am 15.12.2004

Antwort auf:

Stillen - Prophylaxe

Hallo Birgit,

diese Veröffentlichung dürfte für dich interessant sein:

Allergy 2003: 58: 833–843

Review article: Breastfeeding and allergic disease: a multidisciplinary review of the literature (1966–2001) on the mode of early feeding in infancy and its impact on later atopic manifestations

J. van Odijk1, I. Kull2, M. P. Borres3,
P. Brandtzaeg4, U. Edberg5,
L. #. Hanson6, A. Høst7, M. Kuitunen8,
S. F. Olsen9, S. Skerfving10,
J. Sundell11, S. Wille12

Background: Strategies to prevent children from developing allergy have been elaborated on the basis of state-of-the-art reviews of the scienti.c literature regarding pets and allergies, building dampness and health, and building ventilation and health. A similar multidisciplinary review of infant feeding mode in relation to allergy has not been published previously. Here, the objective is to review the scienti.c literature regarding the impact of early feeding (breast milk and/or cow's milk and/or formula) on development of atopic disease. The work was performed by a multidisciplinary group of Scandinavian researchers.
Methods: The search in the literature identi.ed 4323 articles that contained at least one of the exposure and health e.ect terms. A total of 4191 articles were excluded mainly because they did not contain information on both exposure and health e.ects. Consequently, 132 studies have been scrutinized by this review group.
Results: Of the 132 studies selected, 56 were regarded as conclusive. Several
factors contributed to the exclusions. The studies considered conclusive by the review group were categorized according to population and study design.
Conclusions: The review group concluded that breastfeeding seems to protect
from the development of atopic disease. The e.ect appears even stronger in
children with atopic heredity. If breast milk is unavailable or insu.cient,
extensively hydrolysed formulas are preferable to unhydrolysed or partially
hydrolysed formulas in terms of the risk of some atopic manifestations.

Gruß
Anna

von Anna am 24.12.2004

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