Dr. med. Susanne Reibel

Dr. med. Susanne Reibel

Kinderärztin

Frau Dr. med. Susanne Reibel war ab 1989 als Kinderärztin in der Universitäts-Kinderklinik der Charité in Berlin tätig. Dort leitete sie dann ab 1998 die Ambulanz der pneumologischen und allergologischen Abteilung von Professor Dr. Ulrich Wahn, Kinderarzt und Immunologe. Ihr Hauptinteresse galt den Nahrungsmittelallergien. Heute ist Frau Dr. Reibel als niedergelassene Kinderärztin in Berlin-Schöneberg tätig.

Dr. med. Susanne Reibel

obstruktive Bronchitis, Allergien

Antwort von Dr. med. Susanne Reibel

Frage:

Sehr geehrte Frau Dr. Reibel,

ich habe 2 Söhne, Julian (3J.) und Niklas (1,5J.).
Fange ich mal bei Julian an. Vom Winter 2003 bis Frühling 2004 erkrankte Julian an insgesamt 10 Infekten (meistens rezidivierende obstruktive Bronchitis) und an 2 Lungenentzündungen, zudem noch viele Pseudo Krupp Anfälle.
Im Sommer 2004 habe ich Julian in der Immunlogie der Uni Düsseldorf vorgestellt. Dort wurde kein Immundefekt festgestellt, es handelt sich um eine physiologische Infektanfälligkeit. Der Frühling und Sommer 04 verlief ohne Krankheiten. Dann aber wieder im Herbst 04 - Frühjahr 05 obstruktive Bronchiten. Im Frühjahr 05 bis Juli 05 wieder absolut gesund. Im August 05 (Anfang) zeigte Julian das erste Mal allergische Reaktionen (Nase laufen, Husten in der Nacht), Julian war bei meinen Eltern in einer anderen Stadt zu besuch und dort war gerade Pollenflug der Korbblütler. Als Julian nach 2 Tagen wieder zu Hause war, hatte er keinen Husten mehr und die Nase lief auch nicht mehr. Dann fing ein paar Tage später der Pollenflug der Korbblütler bei uns an, Mitte August fing Julian von jetzt auf gleich an zu husten und hatte leichtes Fieber. Diagnose: obstruktive Bronchitis. Nur diesmal ganz anderes, Julian war tagsüber topfit, kein Fieber, kein Husten, dafür nachts ganz schlimme Hustenanfälle, mit würgen und übergeben. Er wurde 3 Wochen ständig vom Kinderarzt abgehört, hat auch Antibiotikum und Hustensaft bekommen. Mal war ein Befund da, mal nicht. Nur die nächtlichen Hustenanfälle blieben. Julian hat die kompletten Nächte durchgehustet. Zum Schluß hat Julian Aerosole bekommen (BudiAir, Atrovent und Salbutamol). Seit ein paar Tagen ist nun der Husten weg, beim abhören lag auch kein Befund vor.

Ab welchem Alter ist ein Allergietest aussagekräftig?
Wenn eine Allergie vorliegt, ab welchem Alter kann ein Kind hyposensibilisiert werden?
Habe im Net etwas über SLIT gelesen, ab welchem Alter wäre dies möglich?
Was kann ich noch dazu beitragen, um das Asthma Bronchiale Risiko zu senken?
Welche Möglichkeiten gibt es das Immunsystem zu stärken.
Was halten Sie von Darmsanierungen?

Bei Niklas ist es fast ähnlich, er hat mit 9 Monaten, Dezember 04, die erste obstruktive Bronchitis gehabt, in der Zeit Januar-März 05 noch mal zwei und seit Anfang September hat er wieder eine obstruktive Bronchitis. Niklas hat kein Antibiotikum bekommen, sondern die gleichen Aerosole wie Julian und dazu noch einen Schleimlöser.

Was kann ich in Niklas Alter unternehmen?

Mein Mann hat bedingt durch viele Allergien eine chronische Bronchitis und Sinusits. Auch ich habe Allergien.

Ich wäre sehr dankbar, wenn Sie mir antworten würden.

von Steffi am 14.09.2005, 15:00 Uhr

 

Antwort auf:

obstruktive Bronchitis, Allergien

Die Abklärung, ob es sich um eine obstruktive Bronchitiden handelt, oder um ein beg. Asthma kann oft erst durch den zeitlichen Verlauf geklärt werden.
Sie sollten (da es sich um jeden Fall um sehr empfindliche Bronchen handelt) auf jeden Fall eine inhalative Therapie mit Budiair oder einem entsprechenden Präparat machen.
Ein Allergietest kann ab jetzt bei beiden gemacht werden, ist aber oft nicht so aussagekräftig. Die Therapie wäre erstmal die gleiche. Slit ab 3 Jahren (evtl. früher) möglich.
Ich bin mir sicher durch eine längerfristige Inhalationstherapie mit Vorsatzhilfe reduzieren Sie die Bronchitiden ganz erheblich.
Liebe Grüsse
S,Reibel

von Dr. med. Susanne Reibel am 15.09.2005

Antwort auf:

obstruktive Bronchitis, Allergien

Hallo,
der Verlauf war bei meiner Tochter genauso. Erst dieses Jahr, mit 7 Jahren, wurde ein Allergietest gemacht, weil ich darauf bestanden habe. Sie ist Hausstauballergikerin und bei einem Lungenfunktionstest wurde festgestellt, das sie bereits Asthma hat.
Sie bekommt seit 4 Monaten Slit, es ist einfach zu Hause zu geben. Allerdings habe ich von einigen Seiten gehört, das es bei Hausstaub nicht unbedingt effektiv ist.

von Eumelinchen am 16.09.2005

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