Dr. med. Susanne Reibel

Dr. med. Susanne Reibel

Kinderärztin

Frau Dr. med. Susanne Reibel war ab 1989 als Kinderärztin in der Universitäts-Kinderklinik der Charité in Berlin tätig. Dort leitete sie dann ab 1998 die Ambulanz der pneumologischen und allergologischen Abteilung von Professor Dr. Ulrich Wahn, Kinderarzt und Immunologe. Ihr Hauptinteresse galt den Nahrungsmittelallergien. Heute ist Frau Dr. Reibel als niedergelassene Kinderärztin in Berlin-Schöneberg tätig.

Dr. med. Susanne Reibel

Neurodermitis und Ernährung

Antwort von Dr. med. Susanne Reibel

Frage:

Liebe Dr. Reibel,
Ich habe eine Frage zum Thema Neurodermitis und Ernährung.
Mein Sohn Jonas (13.9.2000) hatte die ersten Hautekzeme im Gesicht, als er ca. 7-8 Monate alt war. Damals diagnostizierte der Kinderarzt und Allergologe Säuglingsekzem.
Jonas wurde damals noch quasi voll gestillt. Er bekam um diese Zeit seine ersten Zähne und die ersten Infekte, worunter gleich ein hartnäckiger Magen-Darm-Infekt mit etwa vierwöchige breiigem bis flüssigen Stuhlgang und Gewichtsabnahme...
Im Sommer verschwanden die Ekzeme völlig und kehrten erst im November/Dezember wieder. Diesmal außer im Gesicht auch an den Handgelenken und der rechten Kniekehle.
Da die Kinderärzte "nur" Salben verschrieben, gehe ich jetzt mit Jonas zu einem homöopathischen Allgemeinmediziner, der mir unter anderem dazu riet, Kuhmilch und deren Produkte zu reduzieren und auf Ziegenmilch auszuweichen; außerdem saure Obstsorten und Obstsäfte zu reduzieren, darüberhinaus auf Zucker und zuckerhaltige Speisen zu verzichten. Und da Jonas noch stillt, muss ich selbst auch mitziehen, was mir doppelt schwer fällt und was ich bisher auch nicht wirklich geschafft habe.
Einen direkten Zusammenhang zwischen den Hauterscheinungen und der Ernährung habe ich nie feststellen können, deshalb bin ich etwas verunsichert.
Meine Fragen sind nun: Wie schnell würde sich eine Hautreaktion auf ein unverträgliches Nahrungsmittel zeigen? Wie sähe diese aus? Kann man einen solchen direkten Zusammenhang überhaupt feststellen oder muss man auf jeden Fall auf eventuell unverträgliche Nahrungsmittel verzichten? Reicht es aus, die Nahrungsmittel nur zu reduzieren oder muss man vollständig verzichten?
Noch sehe ich nicht ganz ein, warum Jonas (oder ich) auf Nahrungsmittel verzichten soll, die er (oder ich) gerne isst und deren Unverträglichkeit für mich nicht erkennbar ist. Denke ich da zu geradlinig?
Ist es sinnvoll, einen Allergie-Test machen zu lassen? Wenn ja, welchen?

Viele Grüße
Petra

von Petra mit Jonas am 17.04.2002, 13:51 Uhr

 

Antwort auf:

Neurodermitis und Ernährung

Liebe Petra,
das sind "Glaubnskriege" und ich kann Ihre Skepsis sehr gut verstehen. Ich würde auch nur eine Diät durchführen und- halten, wenn ich wüsste, sie ist nötig. Fruchtsäfte zu meiden/reduzierenist sinnvoll. Der Zusammenhang zwischwen Hautverschlechterung und Zuckerverzehr konnte bisher nicht bewiesen werden. Lassen Sie einen Bluttest auf Nahrungsmittel machen. Wenn die Möglichkeit eines Hauttests (Pflastertest) besteht, ist dies noch geeigneter.
Liebe Grüsse
S.Reibel

von Dr. med. Susanne Reibel am 18.04.2002

Antwort auf:

Neurodermitis und Ernährung

hi petra,
da ich selbst sehr starke allergikerin bin empfehle ich dir ein buch. ALLERGIEN MÜSSEN NICHT SEIN von Dr. Bruker.
dieses buch ist supergut geschrieben - ich wünsche dir viel spass beim lesen und viel geduld.
ich bin jetzt 31 jahre alt und bei mir wurde die umstellung der ernährung versäumt. ich hatte als kind sehr starke neurodermitis. inzwischen habe ich das nicht mehr - dafür aber jede menge anderer allergien. im moment bin ich auf dem besten wege asthma zu bekommen. lass es bei deinem kind nicht sooo weit kommen.
lg
sandra

von sanni3 am 22.04.2002

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