Dr. med. Susanne Reibel

Dr. med. Susanne Reibel

Kinderärztin

Frau Dr. med. Susanne Reibel war ab 1989 als Kinderärztin in der Universitäts-Kinderklinik der Charité in Berlin tätig. Dort leitete sie dann ab 1998 die Ambulanz der pneumologischen und allergologischen Abteilung von Professor Dr. Ulrich Wahn, Kinderarzt und Immunologe. Ihr Hauptinteresse galt den Nahrungsmittelallergien. Heute ist Frau Dr. Reibel als niedergelassene Kinderärztin in Berlin-Schöneberg tätig.

Dr. med. Susanne Reibel

Neurodermitis beim Säugling

Antwort von Dr. med. Susanne Reibel

Frage:

HAllo.
Bei meiner Tochter fingen die Ausschläge mit ca. 2 1/2 Monaten an und zunächst hatte ich noch Hoffnung daß sie weggehen würden. Aber nach fast einem Monat und wechselnden Salben muß ich mich wohl damit abfinden daß sie Neurodermitis hat.
Nun meine Frage: Ist es bei trockener Haut eigentlich sinnvoll diese einzufetten? Denn so kann der Körper ,denke ich, nicht lernen selber "Hautfett" zu produzieren.
Kann man die Haut nicht besser mit Feuchtigkeit versorgen? Gibt es Rezepte zum Selbermachen (Quark/Gurke)? Vielleicht hört sich das lächerlich an
aber bei Erwachsenen soll es ja auch gut sein bei trockener Haut.
Bei meiner Tochter sind übrigens die Wangen am schlimmsten betroffen (bis hin zum nässenden Ekzem. Ist es normal daß sie kaum "juckfreie Zeit" hat? Es wird mal besser, dann wieder schlimmer, aber es geht nie ganz weg.
Vielen Dank schon mal und toll daß es diese Rubrik gibt..
Steffi

von Stephanie am 10.10.2001, 18:47 Uhr

 

Antwort auf:

Neurodermitis beim Säugling

Liebe Steffi, erstmal der Trost: Wenn die Hautsymptome so früh anfangen, hat man grösste Chancen, dass sie bis spätestens zur Einschulung verschwunden sind.
Auf nässende Stellen erst Farbstoffe (Eosin 1%) oder Tee schwarz. für einige Minuten auflegen. Das gerbt und schliesst die Haut, damit keine Keime eindringen können. Auf trockene Stellen sollten cremen und fetten, die Salbe/Creme mit der Ihr Kind am besten zurecht kommt. Die Creme gibt s nicht. Gut sind u.a. Alfason Basis Repair, Asche Basis oder Linola.
Quark oder andere Produkte würde ich nicht nehmen, da Sie die Haut sensibilisieren können, vor allem wenn Sie nässt.
Liebe Grüsse
S.Reibel
L

von Dr. med. Susanne Reibel am 10.10.2001

Antwort auf:

Neurodermitis beim Säugling

Hallo Stephanie,

bei meinem Sohn fing es genauso an. Es ist kennzeichnend für die frühe Nd bei Säunglingen, daß die Wangen so schwer betroffen sind.

Wir haben erst spät, als mein Sohn schon 9 Monate war, eine Ernährungsberaterin gefunden, die uns wirklich helfen konnte. Es ist auf jeden Fall ratsam, wenn Du stillst, Deine eigene Ernährung zu verändern und auf die allergenen Nahrungsmittel zu verzichten.

Falls DU Interesse hast, kannst Du bei babyzimmer.de in der Rubrik Neurodermitis unsere Geschichte (Moritz) nachlesen und Dich ggf., falls Du Fragen hast, an mich wenden.

Ich wünsche Euch alle Gute.

Andrea

P.S. Ich hatte diese Gedanken auch damals, daß Cremen doch bestimmt für diese junge zarte Haut falsch sein muß und habe nicht gecremt bzw. hatte die falschen Produkte. Aber eine Hautpflege ist neben der Ernährung mit der wichtigste Bestandteil der Therapie!! Mein Sohn ist seit der Nahrungsumstellung übrigens meistens symptomfrei!

von Andrea am 11.10.2001

Antwort auf:

Neurodermitis beim Säugling

Hallo Steffi!
Auch mein Daniel bekam mit 3 Monaten ND an beiden Waden. Er ist jetzt 11 Monate alt. Seit wir den Arzt und somit die Salben gewechselt haben, ist er sogut wie beschwerdefrei. Wir cremen morgens mit Linola Gamma (Nachtkerzensamenöl) und abends mit Dermatop-Salbe (in der Apo angefertigt, mit Eucerin). Zu fett durfte bei uns die Creme auch nicht sein, weil dadurch ein Wärmestau = Jucken vorprogrammiert war.
Es gibt nicht DAS Mittel dagegen; aber vielleicht hilft es bei euch ja auch!
Gute Besserung und liebe Grüsse
LuckyKrebs

von LuckyKrebs am 17.10.2001

Antwort:

Danke und Frage

Vielen Dank für eure Antworten.
Ich habe da noch mal eine Frage: Wird der ganze Körper mit Linola eingecremt oder nur die betroffenen Stellen? Dermatop auch jeden abend? Da ist doch auch Cortison drin oder nicht? Oder wird nur eingecremt wenn die Haut wieder schlechter wird?
Ich behandle im Moment auch mit Cortison (eine sogenannte Kur) und soll zusätzlich den Körper mit Nivea gegen trockene Haut eincremen. Ich persönlich halte ja nicht so viel von Nivea aber der Hautarzt schon. Mal sehen wie es sich entwickelt....
Vielen Dank und bis bald
Steffi

von Stephanie am 18.10.2001

Antwort:

Danke und Frage

Hallo Steffi!
In keiner Creme ist Kortison!!!! Deshalb bin ich ja so über den Heilungsprozess überrascht!! Wir cremen nur die betroffene Stellen ein. Und zwar egal, wie die Haut aussieht: Dermatop dünn einmassieren, bis sie nicht mehr zu sehen ist (abends) , und morgens Linola genauso. Für den Rest des Körpers hab ich auch eine Creme - kann dir nur den genauen Namen gerade nicht sagen (steht im KiZi ;-(( ). Aber mail mich doch mal unter LuckyKrebs@nexgo.de an. Oki?!
Liebe Grüsse und Gute Besserung
Petra

von LuckyKrebs am 21.10.2001

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