Dr. med. Susanne Reibel

Dr. med. Susanne Reibel

Kinderärztin

Frau Dr. med. Susanne Reibel war ab 1989 als Kinderärztin in der Universitäts-Kinderklinik der Charité in Berlin tätig. Dort leitete sie dann ab 1998 die Ambulanz der pneumologischen und allergologischen Abteilung von Professor Dr. Ulrich Wahn, Kinderarzt und Immunologe. Ihr Hauptinteresse galt den Nahrungsmittelallergien. Heute ist Frau Dr. Reibel als niedergelassene Kinderärztin in Berlin-Schöneberg tätig.

Dr. med. Susanne Reibel

Langzeitfolgen von Säuglings-Nd und Schlafstörungen

Antwort von Dr. med. Susanne Reibel

Frage:

Hallo Frau Dr. Reibel,

mein Sohn wird im Sommer 3 Jahre alt und hatte bis zum Alter von 10 Monaten schwerste Neurodermitis (kreisrunde offene Stellen, Superinfektionen im Gesicht etc), die wir mittels einer Ernährungstherapie und einer begleitenden Behandlung durch eine wunderbare Hautärztin in den Griff bekommen haben.

Mein Sohn hat in diesen ersten Monaten nur unter erschwerten Bedingungen schlafen können. Er hat fortwährend nachts kratzen müssen (tagsüber seltsamerweise hat er nie gekratzt) und wurde zur Beruhigung von mir alle 1 - 2 Stunden gestillt. Er konnte nur in direktem Körperkontakt schlafen und oftmals mußten wir ihm die Händen festhalten, damit er sich das Gesicht nicht wieder blutig reiben konnte (er trug Kratzhandschuhe) und sich beruhigen konnte. Nach dieser schlimmen Zeit (als er dann symptomfrei war) wurde er bis zum 22. Lebensmonat jede Nacht ein bis zwei Mal wach. Dann konnte ich ihn problemlos nachts abstillen. Seitdem schläft er IMMER durch.

Nur zur eigentlichen Frage. Mein Sohn ist ein Kind, das sehr empfindlich auf Schlafentzug reagiert. Ist er müde, MUSS er ins Bett - umgehend. Überschreitungen seiner üblichen Schlafenszeit quittiert er mit Brechanfällen und ununterbrochenem Geweine. Auch Mittagsschlaf benötigt er immer noch viel. Diesen können wir auch nicht einfach mal weglassen, wenn wir etwas vorhaben. Dann wird aus einem sonst in sich ruhenden Kleinkind eine Furie.

Können diese Verhaltensweisen mit den frühen Schlaferfahrungen in Zusammenhang stehen? Mich würde auch interessieren, welche Erfahrungen sie mit dem Entzug von Schlaf durch Juckreiz bei anderen Kindern in der Langzeitbeobachtung gemacht haben. Gibt es dazu überhaupt Aufzeichnungen? Falls sie mir hierzu keine Antwort geben können, würde ich mich freuen, wenn sie mir Hinweise geben können, wohin ich mich u.U. noch wenden könnte, um eine Antwort zu bekommen!

Vielen Dank!!!

Andrea

von AndreaL am 08.05.2002, 22:04 Uhr

 

Antwort auf:

Langzeitfolgen von Säuglings-Nd und Schlafstörungen

Liebe Andrea,
so aus dem Stehgreif fällt mir keine Studie ein, ich werde aber nochmal Erkundigungen einziehen bei Kollegen.
Wichtig und ausserordentlich gut finde ich aber , dass Ihr Kind trotz so einem gestörten Schlafrhythmus von damals heute durchschläft!
Die meisten Eltern haben das Problem des unruhigen Schlafs.
Liebe Grüsse
S.Reibel

von Dr. med. Susanne Reibel am 09.05.2002

Antwort auf:

Langzeitfolgen von Säuglings-Nd und Schlafstörungen

Liebe Andrea,
Du schreibst, dass Du die ND bei deinem Sohn in den Griff bekommen hast. Mein 8 Monate alter Sohn zeigt die gleichen von Dir beschriebenen Symptome. Könntest Du näher beschreiben, wie die Therapie aussah? Vielen Dank und weiterhin alles Gute!

mfg Hilde

von hilde am 18.05.2002

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