Dr. med. Susanne Reibel

Dr. med. Susanne Reibel

Kinderärztin

Frau Dr. med. Susanne Reibel war ab 1989 als Kinderärztin in der Universitäts-Kinderklinik der Charité in Berlin tätig. Dort leitete sie dann ab 1998 die Ambulanz der pneumologischen und allergologischen Abteilung von Professor Dr. Ulrich Wahn, Kinderarzt und Immunologe. Ihr Hauptinteresse galt den Nahrungsmittelallergien. Heute ist Frau Dr. Reibel als niedergelassene Kinderärztin in Berlin-Schöneberg tätig.

Dr. med. Susanne Reibel

Kuhmilcheiweißunverträglichkeit

Antwort von Dr. med. Susanne Reibel

Frage:

Hallo Frau Dr. Reibel,

ich hatte Ihnen Ende Oktober schon einmal zum gleichen Thema geschrieben. Seit 4 Wochen vermeide ich nun schon alle Produkte in denen Kuhmilch enthalten ist. Für ungefähr zwei Wochen hatte er keine Blutfäden/pünktchen im Stuhl. Nun aber schon wieder seit anderthalb Wochen.
Ab welchem Alter läßt sich denn eine Kuhmilcheiweißallergie testen. Wir würden es gern zuerst ausschließen bevor wir unserem Kind weitere Untersuchungen (Darmspiegelung)zumuten.
Außer den Blutfäden zeigt er keine weiteren Symptome.

Vielen Dank fürs Lesen und Antworten.
Leonie

von LeonieUSA am 27.11.2002, 22:27 Uhr

 

Antwort auf:

Kuhmilcheiweißunverträglichkeit

Antwort siehe unten.
Liebe Grüsse
S.Reibel

von Dr. med. Susanne Reibel am 28.11.2002

Antwort auf:

Kuhmilcheiweißunverträglichkeit

Hallo,

ich hatte Dir auf Deinen ersten Beitrag auch schon mal geschrieben. Wir hatten/haben das gleiche Problem.

Es ist sehr, sehr schwierig, sich tatsächlich kuhmilchfrei zu ernähren. Du mußt wirklich alle Inhaltsstoffe der Produkte studieren, die Du zu Dir nehmen willst. Oft verbirgt sich hinter pflanzlichem Fett z. B. Margerine mit Milchanteil.

Wir waren bei 2 Spezialisten mit unserem Kind. Beide meinten, daß sich diese Form der Milchallergie in der Regel auswächst. Falls Ihr unsicher seid, ob sich tatsächlich um Milchallergie handelt, müßtet Ihr mal überlegen, ob Geschwister/Nichten/Neffen unter irgendwelchen Allergien leiden. Haben z. B. Geschwister Neurodermitis ist die Wahrscheinlichkeit hoch, daß es sich um Milchunverträglichkeit handelt. Es könnte aber natürlich noch ein weiterer Stoff sein, auf den Dein Kind allergisch reagiert, z. B. Eier. Bei uns hat es mehr als 8 Wochen gedauert, bis weniger bis gar kein Blut mehr zu sehen war. Dann haben wir mit Beikost angefangen und seitdem kann ich es anhand des Stuhles nicht mehr feststellen. Übrigens kann es auch sein, daß nicht alle roten Fädchen, die man im reinen Muttermilchstuhl sieht, Blutfädchen sind. Ich hatte das mal mit einem Hämooccult-Test testen lassen und zwei von drei roten Färbungen waren kein Blut. Vielleicht solltest Du das erst noch mal klären, bevor Ihr eine Darmspiegelung o. ä. macht. Wir haben uns dagegen entschieden, weil es für das Kind doch eine arge Quälerei ist und wahrscheinlich auch nicht viel bringt, ebensowenig wie ein Bluttest.

Uns haben die Ärzte gesagt, daß man mit 13 bis 15 Monaten einen Test (über die Haut oder Milch zu trinken geben) machen lassen kann, aber dann nur in der Klinik unter ärztlicher Überwachung. Bis dahin müssen wir eben mit der milchfreien Ernährung leben.

Ich hoffe, das hilft Dir weiter.

Herzliche Grüße

Tessa

von Tessa am 05.12.2002

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